AMD: Die ewige Suche nach dem neuen CEO?
AMD sucht ein halbes Jahr nach dem Rücktritt von Dirk Meyer immer noch nach einem CEO. Die Texaner scheinen deutliche Schwierigkeiten bei der Akquise eines Nachfolgers zu haben: Vier Absagen soll AMD bereits bekommen haben.
Quelle: AMD
AMD: Die ewige Suche nach dem neuen CEO? Im Bild: Thomas Seifert, CFO und Interims-CEO bei AMD
Mitte Januar verließ Dirk Meyer AMD und der Posten des CEO wurde frei. Die Texaner installierten übergangsweise CFO Thomas Seifert, der derzeit beide Stellen pilotiert. Laut Nachrichtensender Bloomberg hat AMD bereits vier Absagen erhalten. Angesprochen hat man angeblich Tim Cook (COO bei Apple), Marc Hurd (Co-President Oracle), Pat Gelsinger (COO EMCs) und Greg Summe (Managing Director der Carlyle Group). All diese Abwerbungsversuche scheinen gescheitert.
Mit der Suche ist Bruce Claflin beauftragt. Er sitzt im Aufsichtsrat und war früher bei 3Com und IBM in exponierten Positionen. Vor allem AMDs Aktionäre dürften langsam unruhig werden. Der Kurs des Wertpapiers entwickelte sich gewiss nicht zum Wunsch der Anleger. Auch technisch scheint es nicht einwandfrei zu laufen. Von Bulldozer ist bisher immer noch keine Spur und der Marktanteil könnte ebenfalls besser sein. Man geht davon aus, dass es AMD aufgrund der ungewissen Zukunft und der schwierigen Lage schwer fällt einen neuen Mann für die Spitze des Unternehmens zu gewinnen.

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Ein erfolgreicher Manager verdient schon sehr viel Geld. Wieso sollte er zu AMD gehen und dort vielleicht weniger verdienen?
Oder sich dem Risiko des Scheitern aussetzen?
Wegen der Herausforderung. Ich arbeite selbst relativ nahe an der Konzernleitung eines grösseren Unternehmens. Was ich in der Zeit bei Topmanagern am meisten beobachten konnte, ist vor allem eines: Ehrgeiz (sonst hätten sies wohl kaum soweit geschafft, ne
Wenn sich dann die Chance bietet, einen namhaften (wenn auch nur mässig erfolgreichen) Konzern zu führen, wird einer früher oder später zugreifen, auch im Bewusstsein des möglichen Scheiterns.
Grüsse,
Deimos
Das ist auch eine Frage des Preises.
Ein erfolgreicher Manager verdient schon sehr viel Geld. Wieso sollte er zu AMD gehen und dort vielleicht weniger verdienen?
Oder sich dem Risiko des Scheitern aussetzen?
Man kann auch verstehen das die wenigsten CEO bei einer Firma in einer so schwierigen Lage werden wollen.
Oder um es anders zu sagen:
Wer ist schon so blöd aufs sinkende Schiff aufzuspringen?
Ich bin mir sicher, da lässt sich über kurz oder lang einer finden. Eine bereits erfolgreiche Firma weiter erfolgreich zu führen macht sich gut im CV, aber noch besser macht es sich, eine marode Firma wieder zum Erfolg zu führen
Das Problem ist halt, dass ein etablierter Manager in einem erfolgreichen Unternehmen dieses wohl kaum verlässt, wenn er zufrieden ist. Da müsste schon auch der Drang vorhanden sein, mehr Entscheidungsgewalt zu haben oder grössere Herausforderungen anzugehen. Offenbar war das bei den angefragten Herren nicht der Fall.
Wie dem auch sei, so schlimm ist das nicht. Ist ja nicht so, dass deshalb keine Konzernführung möglich wäre.
Grüsse,
Deimos
Jeder Intel Fan wünscht AMD alles gute denn nur wenn AMD Druck auf Intel ausübt entwickelt Intel was neues und achtet darauf dass die Preise nicht völlig aus dem Ruder laufen.
Ich freue mich jedenfalls auf Bulldozer und hoffe dass er einschlägt wie eine Bombe.
Dann wird Sockel 2011 nicht so teuer wie alle denken und ich kann gut wechseln.
Solange Dieter Bohlen oder Stefan Raab nicht in der Jury sitzen.