AMD 2012: Neue Prozessoren, Sockel und Chipsätze - Bulldozer-Update
Eine vom Juli 2011 stammende AMD-Folie erläutert die Pläne der Texaner für das Jahr 2012. Die unter NDA stehende Folie wurde auf einer chinesischen Webseite veröffentlicht. Sie stellt klar, dass die gerade erst vorgestellten Prozessoren mit dem Codenamen Llano sowie die noch kommenden Zambezi schon sehr schnell wieder abgelöst werden.
Update: Die Webseite Wccftech berichtet, sollen zu Beginn der Bulldozer-Ära der FX-8100 und der FX-8150(P) erscheinen, die dann um den FX-8120 und den FX-8170 erweitert werden sollen. Dazu kommen zwei Sechskerner (FX-6120 und FX-6100 mit 3,6 und 3,3 GHz Basistakt) und zwei Vierkerner (FX-4120 und FX-4100 mit 3,6 und 3,9 GHz Basistakt). Der FX-8150(P) soll dabei preislich zwischen i5-2500K und i7-2600K liegen.
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Für 2012 ist demnach vorgesehen, dass die Bulldozer-Architektur auch im Mainstream-Markt Einzug hält. Das bedeutet, dass Llano von Trinity abgelöst wird. Die Kerne von Trinity sind derzeit unter dem Codenamen Piledriver bekannt und sind die Nachfolger der Bulldozer-Kerne, die noch dieses Jahr in den FX-Prozessoren kommen sollen. Die konkreten Bezeichnungen verschwimmen jedoch etwas, weil ein Kern hier neben dem klassischen x86 ja noch die doppelte Integer-Einheit mitführt. Etwas verwirrend ist daher auch die Angabe "vier bis zehn Kerne", die sich aber auf vier bis zehn Threads bezieht und nicht den physisch vorhandenen Kernen/Modulen entspricht.
Auch der noch nicht vorgestellte Zambezi mit seinen Bulldozer-Kernen, landläufig als FX bekannt, hat auf der Folie mit Komodo und Piledriver-Kernen einen Nachfolger. Die modulare Bauweise soll hier bis zu fünf Module und damit zehn Integer-Kerne ermöglichen. Noch weiß man aber nicht, wie viel Leistung die Integer-Kerne bieten. Von daher sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Klar ist nur, dass AMD auf zwei Integer-Einheiten pro Modul aufstockt, weil dies deutlich mehr Leistung bringt als ein Modul und dabei verhältnismäßig wenig mehr Platz braucht. Auch Komodo fehlt die integrierte Grafikeinheit, womit Komodo nicht zu den APUs zählen wird. Hier soll die nächste Generation dedizierter Grafikkarten – Southern Island/HD-7000 – für hübsche Bilder sorgen.
Weniger stürmisch geht es bei der Einsteiger-Architektur mit dem Codenamen Bobcat zu. Diese bekommen lediglich ein Update spendiert. Das sieht eine überarbeitete APU und nunmehr vier Kerne unter dem Codenamen Wichita vor. Einen neuen Sockel gibt es dennoch: FT2, was aber nicht besonders dramatisch ist, da die Kleinst-APUs ohnehin fest verlötet werden. Außerdem soll mit Yuba der Fusion Controller Hub in die CPU wandern, der auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wird (unter anderem SATA 6 GB/s)
Weniger erfreulich dürfte die Tatsache sein, dass es neue Sockel für Mainstream und High End geben wird. Komodo und Trinity verlangen nach dem Sockel FM2. Eine etwaige Kompatibilität zu FM1 ist reine Spekulation. Kombiniert werden die Trinity-Prozessoren auf dem neuen Sockel mit Hudson-D3-Chipsätzen, die bereits erhältlich sind. Für Komodo ist Hudson D4 vorgesehen, ein 2-Chip-Design. Hudson D4 wird bei AMD auch als Fusion-Controller-Hub bezeichnet und vereint North und Southbridge, da viele Funktionen ohnehin in die CPU wandern. Der Chip soll bis zu acht SATA-6-GB/s-Ports und vier USB-3.0-Anschlüsse bieten. Damit scheint sich der Trend fortzusetzen, dass eine neue CPU aus einem Generationenwechsel auch einen neues Mainboard erfordert, was die Investitionskosten nach oben treibt.
Quelle: ZOL

Stimmt, das Heulen und Zähneknirschen in diesem Thread hier ist vergleichsweise überschaubar. War schon mal schlimmer.
Inzwischen überwiegt wohl allgemein die Spannung und Hoffnung und teils sogar Angst, wann der Bulldozer denn nun wirklich kommt, und ob er überhaupt was taugt.
So sehr es mich für die AMD-Fanboys (schaden)freuen würde, wenn der Bulli Schrott wäre, aber ich hoffe schon,
dass er was taugt.
Immer wieder unterhaltsam wie manche Leute AMD mit Mutter Teresa verwechseln.
Nicht.
Witziger sind die Spekulationen über die Hintergründe von Sockelwechseln.
Weder AMD noch Intel machen sowas zum Spass. Es gibt immer sowohl technische als auch kaufmännische
Gründe dafür und dagegen. Ganz sicher aber spielen Erwägungen, ob das nun kundenfreundlich ist oder nicht, nur insofern eine Rolle, wie sich das kaufmännisch auswirkt. Grundsätzlich aber wird imo ein Sockelwechsel nur dann durchgeführt, wenn es sein muss. Ich denke, die Zahl derer, die ohne Not nur wegen eines neuen Prozessors das komplette System wechseln bleibt überschaubar. Alle anderen kaufen sowieso ein Komplettsystem oder upgraden in so grossen Abständen, dass eh ein Systemwechsel fällig ist. Also ist die Zahl der wegen eines neuen Sockels ZUSÄTZLICH verkauften Chipsätze sicher nicht überwältigend.
Im Gegenteil, manche Aufrüstwillige werden lieber eine schnellere CPU der alten Architektur günstig erwerben
als einen teuren neuen Prozessor, der einen Boardwechsel erfordern würde.
Ob jetzt aufrüsten, neu kaufen, warten oder gar nichts tun ist doch immer die Frage bei Hardware.
Und andererseits ist es eigentlich gar keine Frage, weil man sowieso nicht weiss was passieren wird.
Da helfen auch keine geleakten oder gefakten Folien, selbst wenn sie echt sind, muss die Entwicklung/
Forschung nicht automatisch so klappen wie geplant. Releases werden verschoben, Spezifikationen verändert,
Absichten verworfen. Da hilft alles Kopfzerbrechen nichts, ob eine Entscheidung richtig war, sieht man immer erst 1/2 bis 1 Jahr später. Ich war auch nicht erfreut, als die Zukunft meines X58-Sockels so schnell abgestorben war.
Andererseits ist weit und breit keine für mich zwingend notwendige neue Technologie in Sicht, und leistungsmässig reicht es auch noch dicke, also wird auf absehbare Zeit eben genau nichts aufgerüstet. Insofern war also die Entscheidung für den Sockel 1366 damals wieder richtig.
Wie immer gilt: Brauche ich jetzt mehr Leistung/ mehr Features oder bin ich einfach neugierig auf neue Architekturen, dann kaufe ich jetzt. Brauche ich das jetzt nicht, kaufe ich nicht. Basta, over and out.