Taskmanager als Display: Doom kann man auch bei 896 Kernen nur erahnen
Youtuber Max Holt hat erneut 896 Kerne und 1.792 Threads in Stellung gebracht. Dieses Mal zeigt er den Shooter-Klassiker Doom über den zum Display umfunktionierten Taskmanager. Leider sind 1.792 Pixel nicht genug, um der Spielwelt durchgängig Leben einzuhauchen. Bei seinem Hakuna Matata-Video sieht das schon wieder anders aus.
Wir erinnern uns: Youtuber Max Holt, der offenbar Zugriff auf 896 Kerne und 1.792 Threads hat, spielte Pong über den zum Display umfunktionierten Taskmanager. Darüber hinaus faszinierte er Nerds durch ein vom Taskmanager gerendertes Pokemon-Intro. Nun hat er sein Versprechen, den Shooter-Klassiker Doom dergestalt auszugeben, eingelöst. Für "König der Löwen"-Fans gibt es außerdem noch ein Hakuna Matata-Video.
Mit 1.792 Pixeln kann man schon einiges anstellen, aber beim Shooter-Gameplay kommt das Display dann noch an seine Grenzen. Es braucht ziemlich viel Fantasie, um zu erkennen, was sich da gerade im Taskmanager abspielt. Schusswechsel kann man noch ganz gut erahnen, auch dank der akustischen Untermalung. Das Passieren der verschiedenen Korridore allerdings, das geht im Pixelbrei unter.
Nichtsdestotrotz weiß auch dieses Video zu beeindrucken. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit dahinter steckt. Es gelang dem Nutzer sogar, den Taskmanager so zu arrangieren, dass die Auslastung der Threads verschiedene Farbtöne darstellt. Laut Videobeschreibung hat er die Original-Pixel verwendet, sie mittels Parsing schwarz und weiß gemacht und das Ganze anschließend auf 56x32 Pixel herunterskaliert. Die Helligkeit so zu skalieren, dass ein vernünftiger Kontrast zustande kommt, habe ihn die meiste Zeit gekostet.
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But can it run Crysis?
Es wurden durchaus schon Manipulationsvorwürfe laut. Doch selbst wenn seine Videos in dem Sinne nicht echt sind, dass er sich einen eigenen Taskmanager gebaut hat, wie manche vermuten: Es dürfte schon einiges an Raffinesse dahinterstecken. Zu sehen auch an den Details seines Hakuna Matata-Videos, in dem er liebevoll eine Szene aus "Der König der Löwen" nachstellt.
Nächstes Mal ist übrigens Crysis dran. Der Youtuber spricht es zwar nicht direkt aus, stellt in seinem Doom-Video aber die oft gestellt Frage: "But can it run Crysis?" Das sollte eigentlich Hinweis genug sein.
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In seinem Videos kann man immer mal wieder Hardware-Details erkennen. So etwa die Einblendung eines Intel Xeon Platinum 8180 (@2,5 GHz), was die Theorie unterstützt, dass der User ein bereits vor zwei Jahren von Microsoft vorgestelltes Rechenzentrum nutzt. Das wird er kaum in seiner Garage stehen haben. Aber es reicht ja, wenn er - etwa als Administrator - Zugriff auf ein solches System hat.
Quelle: Youtube

Aber selbst, wenn das wirklich alles Aufnahmen in Echtzeit sind, ist das ganze keine Hexerei so lange man problemlos exklusiven Zugriff auf die Hardware hat. Zur Not passt man dafür OBS ein wenig an und gibt das 56x32 Pixel Graubild direkt per Netzwerk an den Server weiter, wo 1792 Threads das jeweilige Pixel verarbeiten.
Im Idealfall (wenn das wirklich die Echtzeit-Ausgabe und nicht die Ausgabe einer Aufnahme ist) lasse man auf einem zweiten Rechner, auf dem man Zugriff auf die Grafikausgabe hat, Doom laufen, rechne die Ausgabe in Grautöne um, skaliere sie auf 56x32 Pixel und gebe das Ergebnis an die 1792 Threads, die jeweils fest an einen Kern gebunden sind. Nachdem er die Umwandlung des Grautons in die nötige Thread-Auslastung schon hatte, ist der Rest allenfalls noch Fleißabreit.
Alleine die Pistole.
Wer Doom (II) kennt, hat das auf Lebenszeit
in die Iris eingebrannt.
Also wenn man nur das eingebettete Video im Artikel laufen lässt (also Video nicht auf Vollbild anschauen), dann reicht mir auch wenig Phantasie; vielleicht weil ich das Ur-Doom auch noch kenne. Es ist sogar richtig gut gemacht, da selbst das charakteristische Schwanken des Bildes beim Laufen nachempfunden wurde.