Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

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Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen
Quelle: PC Games Hardware

Intel will ein Modell der dieses Jahr erscheinenden Broadwell-EP-Reihe mit bis zu 5,1 GHz Takt anbieten. Das berichtet zumindest eine chinesische Webseite. Diese speziell selektierten Prozessoren sollen an Kunden gehen, die auf Skalierung mit dem Takt angewiesen sind.

Einem aktuellen Bericht zufolge könnte Intel Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz Takt ausstatten, wenn es in Spezialfällen erforderlich ist. Die in 14 nm gefertigten Prozessoren sollen noch im ersten Halbjahr 2016 auf den Markt kommen. Allerdings muss sich Intel dies mit einem Kniff erkaufen, wenn die TDP von 165 Watt eingehalten werden soll, was gerade bei Serverprozessoren wichtig ist. Von den maximal 22 Kernen und 45 MiB L3-Cache der Reihe werden im Xeon E5-2602 v4 nur vier samt SMT und 10 MiB L3-Cache übrig bleiben, die die 5,1 GHz schaffen. Das erlaubt die Einhaltung der TDP.

Zahlreich werden diese Prozessoren nicht sein, denn sie müssen im Produktionsbetrieb durch Tests herausgefiltert werden. Schließlich sollen die 5,1 GHz ja auch stabil laufen und alle Rahmenbedingungen eingehalten werden. Entsprechend teuer sind die Prozessoren und der Markt so klein, dass sie meist gar nicht offiziell angeboten werden. In manchen Fällen aber kann es für den Kunden wichtig sein, weil er über Takt skalierende Anwendungen hat und nicht über Kerne skalierende Anwendungen.

Neu ist das alles nicht. Intel hat schon in der Vergangenheit sogenannte "Golden Samples" an Kunden verkauft, denen Takt wichtiger ist als Parallelisierung. Der Xeon X5698 mit 4,4 GHz war so ein Modell. Der Westmere-EP schaffte in Overcloking-Versuchen sogar fast 6,5 GHz, bietet aber nur zwei statt der üblichen acht Nehalem-Kerne. Vertrieben wurde die CPU 2011 nur an OEMs, aber ab und zu hat man auch als Privatanwender die Möglichkeit, eines dieser Golden Sampels zu bekommen.

Für Intel ist der Xeon E5-2602 v4 aber auch psychologisch interessant. Die ganz großen Taktrennen sind zwar vorbei und heute verpönt, aber mit 5,1 GHz würde man AMD mit dem FX-9590 schlagen der bis zu 5 GHz taktet, aber auch eine TDP von 220 Watt hat. Viele Freunde fand die CPU aus mehreren Gründen nicht. Selbst wenn einem der Stromverbrauch egal ist, hat man mühe die Abwärme so sauber abzuführen, dass die CPU ihr Potenzial nutzen kann.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Noxxphox Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        nice... 5,1ghz^^
        kp ob meiner soweit kommt... habs nie weioter getestet als 5ghz udn das läuft er mit 1,365v... is mir für die 200mhz aber zu viel mehr vcore gegenüber meinen 4,8ghz^^

        aber das wir4d sich intel seeeehr gut bezahlen lassen... hoffe da sickern mal preise durch... würd mich mal interesiern^^
      • Von Noxxphox Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        nice... 5,1ghz^^
        kp ob meiner soweit kommt... habs nie weioter getestet als 5ghz udn das läuft er mit 1,365v... is mir für die 200mhz aber zu viel mehr vcore gegenüber meinen 4,8ghz^^

        aber das wir4d sich intel seeeehr gut bezahlen lassen... hoffe da sickern mal preise durch... würd mich mal interesiern^^
      • Von Vulnerabilus PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        Zitat von Rollora
        vor dem Austausch der Intel WLP zwischen DIE und HS (AC-MX4 zwischen HS und ungeschliffenem Kühler)
        4,4GHz@1,200V mit 77,25° (75/79/81/74)

        nachher (Liquid Pro zwischen DIE und HS und zwischen HS und plan geschliffenem Kühler)
        4,6GHz@1,304V mit 71,75° (69/73/74/71)
        Das ist ein typisches Verhalten und bestätigt das, was ich Dir gesagt hatte: Trotz des Köpfens und den damit einher gehenden niedrigeren Temps, braucht die CPU trotzdem ca. 0,1 V Vcore mehr für die 200 MHz mehr Takt.
        Mit 1,3 V bist Du jedoch schon nah an dem, was risikoarm 24/7-tauglich ist.

        Wenn Du Dir dann nochmal die Tabelle unter dem Link aus Post #13 ansiehts, wirst Du vielleicht endlich verstehen.

        Du kannst eine moderne CPU einfach nicht längere Zeit ohne Gefahreiner beliebig hoher Vcore aussetzen, selbst wenn sie dabei kühl bleibt. 24/7-Alltags-OC wird heutzutage durch die Vcore, nicht durch die Temperatur limitiert.

        Und Intel wird die 5,1 GHz bei den hier zur Diskussion stehenden CPUs deshalb gerade auch angesichts des nochmals verfeinerten Fertigungsprozesses nur ermöglichen, wenn die Vcore <1,35 eher noch 1,30 V bleiben kann. Dafür muss selektiert werden, aber wie man sieht ist die Broadwell-Arcitektur prinzipiell zu hohen Taktraten fähig.

        Das war nach der Vorstellung, die der i7 5775C oc-mäßig abgeliefert hat, so nicht zu erwarten gewesen und darum ging es mir.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        Zitat von Vulnerabilus
        Nein, das war eben gerade nicht zu erwarten.

        Selektieren hin oder her: 5 GHz+ mit 24/7 tauglichen Spannungen waren nach den bisherigen Ergebnissen des 5775C einfach völlig unrealistisch. Das sieht dort nämlich komplett anders aus als bei den von Dir genannten CPU-Baureihen.

        Siehe auch:
        Gesammelte Overclocking-Resultate zu Intels Broadwell | 3DCenter.org
        1)erste Modelle mti 14nm Prozess - da war noch Spielraum nach oben drin
        2)wie in meinem Link vermerkt sind diese CPUs mit sehr schlechter Wärmeleitpaste zwischen IHS und CPU Die. Der in der News genannte "Xeon" ist verlötet.
        Zitat von Vulnerabilus
        Falsch, ich schrieb keineswegs nur von meinen Erfahrungen.

        Solltest Du Dich mit dem Thema "Köpfen und OC-Potenzial" tiefer gehend beschäftigen wollen, kannst Du unter Intel Ivy Bridge/Haswell/Skylake geköpft - Erfahrungen ohne HS/mit gewechseltem TIM reichlich fundierte Erfahrungen finden, die meine Aussagen belegen.
        Ich hatte jetzt keine Lust 302 Seiten durchzusehen, aber man liest durchaus oft sowas:
        Zitat
        vor dem Austausch der Intel WLP zwischen DIE und HS (AC-MX4 zwischen HS und ungeschliffenem Kühler)
        4,4GHz@1,200V mit 77,25° (75/79/81/74)

        nachher (Liquid Pro zwischen DIE und HS und zwischen HS und plan geschliffenem Kühler)
        4,6GHz@1,304V mit 71,75° (69/73/74/71)
        -> höherer Takt, geringere Temp.

        Zitat

        Vor dem Tausch:

        Durchschnitt aktuelle Temperatur: 78,0°C
        Durchschnitt maximale Temperatur: 80,5°C

        Nach dem Tausch:

        Durchschnitt aktuelle Temperatur: 61,0°C (17,0°C Differenz)
        Durchschnitt maximale Temperatur: 63,25°C (17,25°C Differenz)
      • Von Vulnerabilus PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        Zitat von Rollora
        Sample Size=1 sag' ich da nur
        Falsch, ich schrieb keineswegs nur von meinen Erfahrungen.

        Solltest Du Dich mit dem Thema "Köpfen und OC-Potenzial" tiefer gehend beschäftigen wollen, kannst Du unter Intel Ivy Bridge/Haswell/Skylake geköpft - Erfahrungen ohne HS/mit gewechseltem TIM reichlich fundierte Erfahrungen finden, die meine Aussagen belegen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intels Broadwell-EP mit bis zu 5,1 GHz für Spezialanwendungen

        Zitat von Vulnerabilus
        Nein, da muss ich doch klar widersprechen.

        Meine CPU habe ich 2013 auch geköpft, auf die gute alte Art mit Rasierklinge und viel Gefühl.

        Es ist jedoch nicht so, als dass sie sich dadurch erheblich besser ocn ließe, wenn 24/7-tauglich Spannungswerte (<1,35 V Vcore möglichst ohne LLC) angestrebt werden. Die niedrigeren Temperaturen bringen einen eher winzigen Vorteil von in jedem Fall <0,1 meist sogar <0,05 V Vcore.

        Das haben viele Übertakter auf ganz ähnliche Weise später auch bei den neueren Haswells und Skylakes erlebt.
        Sample Size=1 sag' ich da nur
        Ich sehe, dass nach dem Köpfen die CPU mal eben 20 Grad weniger hat (unter Last natürlich). Dass da mehr rauszuholen ist in alltagstauglichen Settings ist wohl klar.
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