Core i7-6950X und i7-6900K: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test [Update]

Mit dem Broadwell-E hat Intel sowohl die High-End-Desktop-Riege für den Sockel 2011-v3 aktualisiert als auch die ersten 10-Kern-CPUs für Endanwender auf den Markt gebracht. Wir schauen uns im Kurz-Test die Spiele- und Anwendungsleistung des Zehnkerners Core i7-6950X und des achtkernigen i7-6900K an.

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Core i7-6950X und i7-6900K: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test
Quelle: PC Games Hardware

Hinweis: Da nun die Prozessoren nun auch im PCGH-Preisvergleich teilweise verfügbar gelistet sind, haben wir unsere Tabelle entsprechend überarbeitet.

Die ersten 10-Core-CPUs für den heimischen Desktop sind da! Intel hat seiner High-End-Desktop-Plattform mit dem Sockel 2011-v3 das Upgrade auf die in 14-nm-Technik gefertigte Broadwell-Architektur gegönnt und die Anzahl der Kerne sowie den Takt bei gleicher Kernzahl etwas weiter nach oben geschraubt. Doch das Preisschild von rund 1.500 Euro für das Topmodell schreckt ab. Zum Glück rundet Intel die Palette auch mit einem Acht- und zwei Sechskernern ab, deren UVP liegt im Bereich der alten i7-5820K, -5930K und -5960X: Mehr Leistung fürs gleiche Geld also.

Den kompletten Test inklusive aller Benchmarks, weiterer Vergleichs-CPUs als auch Overclocking-Versuchen "unter Wasser" sowie einem Überblick zu Plattform selbst finden Sie in der PC Games Hardware Printausagabe 07/2016, ab dem 1. Juni im Handel.

Intel Core i7-6950X & 6900K (ES): Modellpalette und Technik

Nicht nur die vergleichsweise überteuerten Top-Modelle, sondern auch zwei verträglicher bepreiste Varianten schickt Intel ins Rennen. Allen gemein ist ein kleines, aber feines Taktplus gegenüber den Vorgängern mit Haswell-E-Innenleben - wobei der 10-Kerner 6950X die Takte des früheren Topmodells mit acht Kernen halten kann. Hinzu kommen ein paar Verbesserungen in Sachen Architektur wie zum Beispiel die mit 3 gegenüber 5 Takten geringere Latenz bei Vektor-Multiplikationen und die (offizielle) Unterstützung von DDR4-2400-Speicher mit nach wie vor vier parallelen Kanälen.

Der günstigere der beiden Sechskerner verfügt wie beim Haswell-E "nur" über 28 PCI-Express-Lane (3.0), während die größeren Modelle allesamt mit 40 dieser Anbindungen ausgestatettet sind. Das ist hauptsächlich für optimale Multi-GPU-Anbindung sowie den Einsatz schneller Steckkarten, zum Beispiel im Speicherbereich, sinnvoll. Normale Spieler-PCs kommen jedoch mit 28 Lanes aus. Die Taktraten unterscheiden sich natürlich zwischen i7-6850K und i7-6800K ebenfalls, doch angesichts des geringen Unterschiedes sowie des bei allen Sockel-2011-v3-CPUs freigeschalteten Multiplikators sind diese Unterschiede eher akademischer Natur.

Broadwell E/EP: LCC/MCC Quelle: PC Games Hardware Broadwell E/EP: LCC/MCC Alle Broadwell-E-Modelle für Endanwender sollten mit dem "LCC" auf dem kleinsten der drei BDW-E-Chips basieren, welche Intel für die Xeon-E5- und später E7-Reihe produziert. Mit 3,4 Mrd. Transistoren und 246 mm² ist der "Low Core Count"-Chip 110 mm² kleiner als der Haswell-E und beherbergt 800 Mio. zusätzliche Schaltkreise. Seine Kerne sind im Inneren mit einem einzelnen Ring verbunden. MCC und HCC, Medium und High Core Count, setzen dagegen auf interne Gruppen, wobei die Latenzen zum L3-Cache stärker variieren können.

CPU-Modell Basistakt Turbotakt (max.1 Kern) Kerne/Threads PCI-E-Lanes L3-Cache Speicher (je 4×) Preis (Großhandels-UVP) Preis (PCGH-Preisvergleich)
i7-6950X 3,00 GHz 3,50 GHz 10/20 40 25 MiByte DDR4-2133/2400 1.569 US-$ 1.789 Euro
i7-6900K 3,20 GHz 3,70 GHz 8/16 40 20 MiByte DDR4-2133/2400 999 US-$ 1.098 Euro
i7-6850K 3,60 GHz 3,80 GHz 6/12 40 15 MiByte DDR4-2133/2400 587 US-$ 644 Euro
i7-6800K 3,40 GHz 3,60 GHz 6/12 28 15 MiByte DDR4-2133/2400 412 US-$ 449 Euro
zum Vergleich: Haswell-E                
i7-5960X 3,00 GHz 3,50 GHz 8/16 40 20 MiByte DDR4-2133 999 US-$ 1.040 Euro
i7-5930K 3,50 GHz 3,70 GHz 6/12 40 15 MiByte DDR4-2133 583 US-$ 565 Euro
i7-5820K 3,30 GHz 3,60 GHz 6/12 28 15 MiByte DDR4-2133 389 US-$ 360 Euro

Alles in allem sollte daraus ein nettes Plus in Sachen Performance erwachsen - doch für einen lohnenden Umstieg von Haswell-E dürfte das zu wenig sein. Neukäufer hingegen haben kaum einen Grund, nicht zum Broadwell-E zu greifen, sofern sie sowieso im Preisbereich der Sockel-2011-Plattform stöbern; aber auch die Entscheidung zwischen Sockel 1151 und Sockel 2011 wird wieder einmal schwieriger.

Hier ein kleiner CPU-z-Vergleich zur Einstimmung:

Apropos Sockel 2011: Für 2011-v3-Boards mit X99-Chip genügt in so gut wie allen Fällen ein einfaches UEFI-Update, damit die neuen Prozessoren laufen. Es muss also nicht unbedingt ein teures Board aus dem aktuellen Refresh-Zyklus sein.

Intel Core i7-6950X und i7-6900K (ES); Turbo Boost Max 3.0

Zu den oben genannten Verbesserungen kommt ein flexiblerer Turbo-Modus. Der kann nun nicht nur jedem Kern seine eigene Frequenz zuweisen, sodass für Übertakter und Tüftler einige Möglichkeiten zur Optimierung bereitstehen. Zusammen mit Turbo-Boost Max 3.0, welches einen Treiber und Profile erfordert, kann bestimmten Anwendungen der flotteste Kern zugewiesen werden, der dann auch über den normalen Single-Core-Turbo hinausgehen darf. Wir werden uns diesem Tool und seinen Möglichkeiten noch in einem separaten Praxisartiel widmen.

Weniger schön, aber trotzdem nützlich ist der separate AVX-Turbo - im UEFI unseres Asus X99 Deluxe etwas sperrig, aber korrekt "AVX Instruction Core Ratio Negative Offset" genannt. Dieser senkt ab Werk zwar einerseits den Turbotakt, sobald AVX(2)-Code zum Einsatz kommt, beschränkt dies im Gegensatz zu Haswell-E aber auf die Kerne, die auch wirklich AVX-Code vorgesetzt bekommen. Da hier die potenziell höchste Leistungsaufnahme, Temperaturentwicklung und somit Anforderungen an Stabilität erzeugt werden, ist dies am Ende ein weiteres nützliches Tool, um das Alltags-OC möglichst hoch ausfallen zu lassen. Denn mithilfe des Offsets lässt sich der Takt nur für den entsprechenden Code begrenzen - SuperPi und die meisten Spiele laufen also weiterhin schneller, Prime95, Video-Transcoding oder y-Cruncher werden aber zugunsten der Stabilität auf ein selbst festgelegtes Niveau gebremst.

Auch der Uncore- oder Ring-Takt ist niedriger: Bei glatten 2,8 GHz unter Last lag er bei unseren beiden Vorserien-CPUs, obwohl diese über unterschiedliche Basis-Taktraten verfügen. Intel selbst machte hierzu keine genaueren Angaben, sodass wir derzeit davon ausgehen, dass es sich hier um einen fixierten Maximal-Takt (ausgenommen Overclocking natürlich) und nicht um ein generelles Offset vom Basistakt handelt.

[COLOR=textColor3]Intel Core i7-6950X & 6900K (ES): Benchmarks und Leistung

Ein Wort vorab: Auch wenn wir uns der Validität der erreichten Benchmark-Werte ziemlich sicher sind, möchten wir Sie doch davon in Kenntnis setzen, dass es sich bei dem von Intel ausgesandten Testmuster des i7-6950X um ein Vorserienexemplar, ein sogenanntes Engineering Sample, handelt. Im Einzelfall können also noch Anpassungen des Turbotaktes für bestimmte Lasten und auch beim Energiesparverhalten erfolgen. Wir werden unsere Messwerte sobald wie möglich mit einem Serienexemplar verifzieren.

Unsere Benchmarks sind aus Vergleichbarkeitsgründen einstweilen ohne den Einsatz des Turbo-Max-3.0-Tools entstanden, der allerdings sowieso nur den Single-Core-Betrieb beeinflusst. Unsere Tests laufen allesamt im Multithread-Modus, sodass hier nur für einzelne Teilaufgaben eine leichte Verbesserung zu erwarten ist.

Wenig verwunderlich setzt sich der Core i7-6950X im Mittel an die Spitze unserer Benchmarks, auch wenn es nach wie vor die berühmten Ausnahmen von der Regel gibt, bei denen die Kernskalierung nicht ausreicht, um das Taktdefizit wettzumachen. Schaffte es der Achtkern-Vorgänger Core i7-5960X noch nicht, seinen niedrigen Takt gegenüber den bei Spielern verbreiteteren Vierkernern aus der Mittelklasse-Plattform auszugleichen, sind die durchschnittlich 100 MHz und 2 Kerne extra über alle Benchmarks gesehen zusammen mit Architekturverbesserungen sowie dem schnelleren Speicher nun ausreichend. Alles andere wäre allerdings auch eine Blamage.

Zusätzlich haben wir uns auch die Pro-MHz-Leistung von Broadwell-E einmal näher angesehen, da wir neugierig waren, wieviel der sehr guten Performance des i7-5775C dem EDRAM und wieviel dem Broadwell-Kern geschuldet war. Hier bot sich nun die Möglichkeit des direkten Vergleiches. Bei fixen 3 GHz für x86-Kerne und den Ring/L3-Cache, DDR4-2400 mit identischen Timings und dem AVX2-Ratio-Offset auf "Auto", was bei unserem Asus X99-Deluxe 0 MHz, also keiner Drosselung, entsprach, ermittelten wir folgende Werte:

Prozessor Crysis 3     Cinebench R15     y-Cruncher  
(8c/16t, 3,0 GHz, DDR4-2400) Min-Fps Avg-Fps Watt Single-Core Multi-Core Watt Sekunden Watt
Haswell-E 135 153,2 351 121 1225 180 84,4 211
Broadwell-E 139 157,2 330 129 1289 151 83,7 175

Insgesamt also ein eher kleiner Fortschritt in Sachen Performance, allerdings ein gutes Stückchen mehr Effizienz durch niedrigeren Stromverbrauch.

Intel Core i7-6950X & 6900K (ES): Stromverbrauch und Energieeffizienz

Auch in Sachen Stromverbrauch erweisen sich die beiden Broadwell-E-Modelle als Fortschritt: Im Leerlauf der insgesamt nicht gerade sparsamen Plattform messen wir zwar noch 2 (i7-6900K) respektive 6 Watt (i7-6950X) mehr als für den Haswell-E-Achtkerner, aber ein Gutteil davon kann auch noch dem Vorserienstatus geschuldet sein. Unter Last hingegen arbeitet selbst der schnellere 10-Kerner fast durchweg sparsamer als der Core i7-5960X. Im Anwendungsbereich messen wir im AVX2-lastigen y-cruncher mit 215 Watt Gesamtverbrauch des PCs bis zu 33 Watt weniger als mit dem i7-5960X.

In Spielen verbraucht der PC mit dem i7-6950X zum Teil (etwa in Crysis 3 mit 370 zu 364 Watt) etwas mehr als mit dem 5960X. Verständlich, da sich durch höhere Fps-Raten natürlich auch Last und Stromverbrauch der (mitgemessenen) Grafikkarte erhöhen. Die Effizienz in Spielen, also die Leistung pro Watt, ist mit 91,2 zu 81,9 Indexpunten erwartungsgemäß besser. In Anwendungen, wo die Grafikkarte als Faktor herausfällt, sind es gar 100 zu 69,4 Indexpunkte zugunsten des i7-6950X.

Der achtkernige i7-6900K hingegen braucht im Falle unseres Vorserienmusters für seine höhere Frequenz auch eine höhere Spannung und verbraucht im Schnitt sogar ein paar Watt mehr als der 10-Core-Prozessor, effizienter als der 5960X ist aber auch er noch.

Intel Core i7-6950X & 6900K (ES) im Test: Fazit

Was seit Jahr und Tag für Intels Sockel-2011-v3-Spitzenmodelle gilt, trifft für den Core i7-6950X erst recht zu: Für Endanwender, die die zahlreichen Kerne nicht auch beruflich gewinnbringend einsetzen können, ist der Core i7-6950X derzeit (über)teurer Luxus - insbesondere, da Intel die Preisschraube noch weiter anzog und sich die beiden Extra-Kerne mit 570 US-Dollar Aufpreis gegenüber dem ebenfalls sehr teuren i7-6900K fürstlich entlohnen lässt. Zwar ist die Performance schon ohne Übertaktung beeindruckend und auch die Effizienz konnte Intel dank 14-nm-Technik erneut steigern, doch ein Umstieg von einem früheren Sockel-2011-Modell mit mindestens sechs Kernen lohnt sich mit einem durchschnittlichen Zuwachs von weniger als 25 Prozent in Spielen kaum. Sofern Sie den PC vorwiegend zum Spielen nutzen, sind Sie mit halbwegs aktuellen Vierkernern noch immer gut dabei, da hier oft das Grafiklimit die Unterschiede zusammenstaucht. Im Zweifel lohnt sich bestimmt auch ein Blick auf den Core i7-6800K, welchen wir sobald wie möglich ebenfalls testen werden.

Dennoch: Wer willens und in der Lage ist, die aufgerufenen Summen zu investieren, den erwartet mit dem Core i7-6950X nichts weniger als der schnellste aktuell verfügbare Desktop-Prozessor und mit dem i7-6900K ein immer noch rasend schneller Thronfolger.

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    • Kommentare (112)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von econaut Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Ich kritisiere nur die m.E. unglückliche Darstellung im Artikel.

        Zwar sagt der Artikel, dass es (zu dem Zeitpunkt) noch keine DirectX 12 Spiele gibt, trotzdem würde man die Auswirkungen von DirectX 12 anhand von Battlefield 4 testen.

        Im Artikel wird es so dargestellt, als würde er DirectX 12 gegen DirectX 11 anhand von BF4 testen und die Mehrperformance von DirectX 12 kommen.

        Das stimmt so aber nicht, da BF4 ja gar kein DirectX 12 unterstützt. Richtig ist, dass die Mehrperformance vom neuen Grafikkartentreibermodell WDDM 2.0 kommt, was zwar eine Grundlage von DirectX 12, aber nicht gleich DirectX 12 ist.

        Ich finde den Artikel mindestens missverständlich formuliert, eigentlich aber fehlerhaft.

        Sorry für's nitpicking
      • Von econaut Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Ich kritisiere nur die m.E. unglückliche Darstellung im Artikel.

        Zwar sagt der Artikel, dass es (zu dem Zeitpunkt) noch keine DirectX 12 Spiele gibt, trotzdem würde man die Auswirkungen von DirectX 12 anhand von Battlefield 4 testen.

        Im Artikel wird es so dargestellt, als würde er DirectX 12 gegen DirectX 11 anhand von BF4 testen und die Mehrperformance von DirectX 12 kommen.

        Das stimmt so aber nicht, da BF4 ja gar kein DirectX 12 unterstützt. Richtig ist, dass die Mehrperformance vom neuen Grafikkartentreibermodell WDDM 2.0 kommt, was zwar eine Grundlage von DirectX 12, aber nicht gleich DirectX 12 ist.

        Ich finde den Artikel mindestens missverständlich formuliert, eigentlich aber fehlerhaft.

        Sorry für's nitpicking
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Es ging nicht um DX12. sondern um Multicore.
      • Von econaut Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Zitat von wolflux
        Das ist absolut richtig für Zocker reichen 4 Kerne mit 4.5 GHz. noch dicke. Es wird erst interessant wenn man einen Allround-PC mit wenig Verbrauch und guter Grafik/ Videobearbeitungs Möglichkeit braucht. Etwas Zukunft erkauft man sich sicher hier auch.
        Die 6 Kerne werden zukünftig das Optimum darstellen, da auch die Grafikkarten/Spiele immer schneller/rechenlastiger werden. Und unter Win 10 ist durch Multicore auch ohne hohen Takt spielen,sehr interessant.
        Ist alles noch sehr neu und nicht Praxiserprobt und es wird sehr spannend was da noch alles an Tests kommt.

        DirectX 12-Gaming: Das volle Potential der MultiCore-Prozessoren
        Der Autor des von dir verlinkten Artikels sitzt leider einem Irrtum auf. Das dort gemessene Mehr an Performance unter Windows 10 liegt doch nicht an DirectX 12, sondern an WDDM 2.0.
      • Von Cunningham Schraubenverwechsler(in)
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Zitat von Birdy84
        Wieviele Benchmarks willst du denn erstellen? Manche Titel skalieren mit HT auf nVidia und AMD Karten, manche nur auf einem von beiden, manche nur in bestimmt Situationen, manche gar nicht. Und jetzt? Der Fritz Benchmark ist außerdem nur akademischer Natur.
        Für Fritz Chess nur einen, aber den richtig durchgeführt!

        Es geht nicht darum, wie HT in diesem Benchmark skaliert, sondern darum, dass es absolut keinen Sinn ergibt, einen Vergleich von 10-Core vs. 8-Core durchzuführen, wenn der Benchmark nur 8 Cores berücksichtigen kann. So wie Fritz Chess im Test eingesetzt wurde, zieht der alte 8-Core dem neuen 10-Core davon und dass das keinen Sinn ergibt, sollte jedem einleuchten.

        Das Ausschalten von HT ist in diesem Szenario ja nur eine Notlösung, um überhaupt so etwas wie ein vergleichbares Ergebnis zu erhalten.

        Im Übrigen ist Fritz Chess absolut kein rein akademischer Benchmark, eines der wenigen sinnvollen Einsatzgebiete für Rechner mit mehr als 10 Cores sind nämlich tatsächlich... Spezialrechenmaschinen für Schachprofis! Hier wird dann selbstverständlich nicht mit Schrottengines wie Fritz gearbeitet, sondern mit leistungsfähigeren Engines, die auch mal locker 32 oder mehr Cores auslasten (Komodo, Stockfish, Houdini, Rybka).

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Dennoch ist Fritz sowohl für diese Zielgruppe als auch generell noch als Benchmark zu gebrauchen, nicht zuletzt weil er einen sehr guten Indikator für die Integer-Leistung darstellt. Wie übrigens alle Schachprogramme.

        Wegen der Beschränkung auf 8 Cores im aktuellen Fritz Chess Benchmark hat übrigens auch Tomshardware für den Test des ersten Oktacore erstmals auf Fritz Chess verzichtet, aus offensichtlichen Gründen. Da der Bench aber wie beschrieben durchaus wertvoll ist, würde ich einfach beim Hersteller (Chessbase) anfragen, ob sie PCGH eine aktualisierte Version ohne 8-Core Beschränkung zukommen lassen könnten. Das sollte machbar sein, frühere Versionen des Fritz Chess Benchmarks (nicht zu verwechseln mit Fritz Chess der Engine!) konnten noch weniger Cores ansprechen und die hatten das Problem dann irgendwann auch schon mal gefixt.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Broadwell-E für Sockel 2011-v3 im Test: Core i7-6950X und i7-6900K

        Zitat von Cunningham
        Alles klar, danke für die Antwort!

        Es ist nur so, dass gerade Schachprogramme kaum oder gar nicht von Hyperthreading profitieren.
        Somit bietet es sich an, den Fritz-Benchmark mit deaktiviertem HT durchzuführen, um ein brauchbares Ergebnis zu erhalten.
        Wieviele Benchmarks willst du denn erstellen? Manche Titel skalieren mit HT auf nVidia und AMD Karten, manche nur auf einem von beiden, manche nur in bestimmt Situationen, manche gar nicht. Und jetzt? Der Fritz Benchmark ist außerdem nur akademischer Natur.
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