Die verschiedenen Grill-Arten
Quelle: Quelle: Char-Briol/Weber/Taino
Seite 2:

Die verschiedenen Grill-Arten

Special Veronika Maucher Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Welche Arten von Grills gibt es?

Der Dschungel der unterschiedlichen Arten von Grills ist riesig und es fällt schwer, als Laie den Überblick zu behalten. Die folgenden Grills sind die beliebtesten Arten und ermöglichen ein individuelles Grillerlebnis. Jede Art von Grill hat besondere Vor- als auch Nachteile. Diese sind:

Einweggrill

Der Einweggrill ist der Klassiker für Festivals, Ausflüge in den Park oder um beim Campen den Grill anschmeißen zu können. Entweder handelt es sich um eine Aluminium- sowie Bambusschale oder einen Minigrill, der aus Metall besteht. Sie sind lediglich für den einmaligen Gebrauch zu verwenden und integrieren sogar Kohle oder Lavasteine.

Vorteile:

  • günstig
  • Kohle integriert
  • ideal für unterwegs

Nachteile:

  • umweltschädlich (Wegwerfprodukt)
  • kleine Grillfläche

Elektrogrill

Der Elektrogrill ist das ideale Grillwerkzeug für den Balkon in einem Mehrfamilienhaus oder das Grillerlebnis in der Wohnung. Er ist ähnlich klein wie ein Einweggrill und verfügt entweder über Grillplatten oder Heizspiralen. Während die Grillplatte der japanischen Teppanyaki-Platte gleicht, ähneln Modelle mit Heizspirale eher einem Holzkohle-Grill, auf dem das Grillgut direkte Wärmeeinstrahlung erfährt.

Vorteile:

  • ideal für Indoor-Grillabende oder grillen auf dem Balkon
  • günstiger Anschaffungspreis
  • sofort heiß und einsatzbereit

Nachteile:

  • kleine Grillfläche
  • weniger geschmacksintensiv
  • Steckdose muss in der Nähe sein

    Der Weber Kugelgrill ist ein Klassiker unter den Holzkohle-Grills. Quelle: Weber Der Weber Kugelgrill ist ein Klassiker unter den Holzkohle-Grills.

Grill mit Holzkohle

Der Holzkohle-Grill ist der Klassiker unter den Grills und verfeuert Kohle, Holz oder auch Briketts. Er ist die natürlichste Art zu grillen und stellt preislich die Mittelklasse dar. Holzkohle-Grill-Liebhaber schwören auf den Geschmack, wenn das Grillgut auf dem Holzkohle-Grill liegt, jedoch ist der Unterschied zu einem Gasgrill gering. Diese Art von Grill ist hauptsächlich zum direkten Grillen geeignet. Falls ein Deckel vorhanden sein sollte, erlaubt der Holzkohle-Grill auch das indirekte Grillen.

Vorteile:

  • erlaubt das Verbrennen von Feuerholz oder anderen Hölzern aus dem Garten
  • unabhängig von Gas und Strom
  • geschmacklich etwas besser als Gasgrills

Nachteile:

  • lange Vorbereitungszeit für ideale Glut
  • Temperaturregelung komplex
  • aufsteigender Qualm durch tropfendes Fett gesundheitsschädlich

Lesen Sie mehr zum Thema Holzkohle-Grill und Smoker in unserer separaten Kaufberatung.

Grill mit Gas

Der Gasgrill übernimmt immer mehr den Markt, denn die Absatzzahlen für die Modelle steigen, während der Holzkohle-Grill auf dem absteigenden Ast ist. Doch warum ist das so? Der Gasgrill erlaubt ein beinahe identisches Grillaroma, während er wesentlich einfacher in der Verwendung ist. Sobald die Gasflasche unter dem Gasgrill steht, kann der Nutzer jederzeit, und insbesondere in Rekordzeit, den Grill anwerfen und die Temperatur auf das Grillgut individuell einstellen. Keine Vorglühzeit der Kohlen, kein lästiges Anzünden und kein Brennmaterial, das der Nutzer entfernen muss. Durch die verschiedenen Brenner ist sowohl das direkte als auch das indirekte Grillen möglich und bei geringer Temperatur kann der Nutzer sogar ein Fleischstück langsam räuchern.

Achten Sie darauf, dass Propangas auch für den Winter geeignet ist, während Butan eher nur im Sommer verwendet werden sollte. Das liegt daran, dass Butan ab 0 Grad den Siedepunkt erreicht, entsprechend bei winterlichen Temperaturen zu kalt wird, während Propan mit bis zu -40 Grad ok ist.

Vorteile:

  • sofort einsatzbereit
  • einfache Temperaturkontrolle
  • mehrere "Grillzonen"

Nachteile:

  • Gas notwendig
  • Explosionsgefahr
  • hohe Anschaffungskosten

In unserer separaten großen Gasgrill-Kaufberatung widmen wir uns dem Thema noch ausführlicher.

Gasgrills bieten viel Komfort und entlasten den Grillmeister. Quelle: Char Broil Gasgrills bieten viel Komfort und entlasten den Grillmeister.

Keramikgrill

Der Keramikgrill ist eine Neuheit im Bereich des Grillens, obwohl er bereits seit Jahren in der Sternegastronomie zu finden ist. Er benötigt ebenfalls Holzkohle oder Briketts, um das Grillgut zu befeuern, aber besteht aus Keramik, statt aus Stahl. Dieser Wechsel des Materials hat den Vorteil, dass Keramik die erzeugte Wärme wesentlich länger speichert und gleichmäßig abgibt. Ein Kugelgrill aus Stahl hingegen kühlt schnell ab, falls kein Feuer in ihm brennt. Daher eignet sich dieser Grill ideal zum Smoken oder langsamen Garen von Fleischstücken, aber nicht für das schnelle Grillen von Steaks.

Vorteile:

  • konstante Wärmezufuhr über einen langen Zeitraum
  • verbrennt effizient Kohle
  • selbst bei verbrannter Kohle weiterhin warm

Nachteile:

  • extrem schwer
  • lange Vorbereitungszeit, bis der Grill erwärmt ist
  • hoher Anschaffungspreis

Pelletgrill

Der Pelletgrill ist in Deutschland nahezu unbekannt und hauptsächlich in den USA zu finden. Dabei macht er sich die Vorteile einer Pelletheizung zunutze, indem er Holzpellets statt Kohle verbrennt. Diese gelangen über eine Förderschnecke in den Brennraum, um dort die gewünschte Temperatur zu erzeugen. Befördert die Schnecke weniger Pellets in den Brennraum, sinkt die Temperatur, andernfalls steigt sie. Dadurch ist diese Art von Grill ebenso flexibel wie ein Gasgrill, ohne das Holzaroma zu verlieren. Der Käufer kann sogar eigene Pellets herstellen, die mit Räucheraromen versehen sind oder aus einer bestimmten Holzsorte bestehen, um den Geschmack des Grillguts zu bestimmen.

Vorteile:

  • ebenso simples Grillen wie beim Gasgrill
  • beinahe alle Grill-Methoden möglich
  • große Aromenvielfalt durch Pellets

Nachteile:

  • hoher Anschaffungspreis
  • ausschließlich Pellets als Brennmaterial verwendbar
  • hohes Eigengewicht

Smoker

Die letzte Art von Grills ist der Smoker, der der traditionsreichste Grill aus den USA ist. Er besteht aus mehreren Kammern, die jeweils eine andere Funktion erfüllen, um das Grillgut durch heißen Rauch zu garen. Hierfür entsteht in der Feuerkammer, in den USA Side-Fire-Box genannt, ein Feuer, das vollkommen abgetrennt von der Garkammer ist. Sie ist hervorragend belüftet, sodass durch den Kamineffekt, die geräucherte Luft in die Garkammer gelangt. Dadurch gart das Fleisch schonend und langsam, denn die Temperatur beträgt zwischen 110 und 130 Grad.

Vorteile:

  • große Grillfläche
  • Grillgut erfordert wenig Aufmerksamkeit
  • schonendes Garen

Nachteile:

  • ,,Grillen" erfordert enorm viel Zeit
  • hoher Platzverbrauch
  • Erfahrung vonnöten

Lesen Sie mehr zum Thema Holzkohle-Grill und Smoker in unserer separaten, ausführlichen Kaufberatung. Auf der nächsten Seite gehen wir auf die wichtigsten Qualitätskriterien ein, auf die es beim Kauf eines Grills zu achten gilt. Danach beschäftigen wir uns mit den Themen Reinigung und Zubehör aller Art.

  1. Seite 1 Einleitung und Grill-Methoden
  2. Seite 2 Die verschiedenen Grill-Arten
  3. Seite 3 Qualitätskriterien für Grills
  4. Seite 4 Grill: Reinigung und Zubehör
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk