Batman: Arkham Knight unter die Batmobil-Haube geschaut - Ein gewaltiger optischer Qualitätssprung
Erzgauner Scarecrow droht, Gotham City mit einem Giftangriff zu entvölkern - einmal mehr muss der Dunkle Ritter seinen Freunden zur Seite stehen. "Batman: Arkham Knight" hat das Zeug dazu, der furiose Abschluss von Rocksteadys Arkham-Trilogie zu werden. Roland Austinat hat sich das Spiel für PC Games Hardware vorab angesehen.
Vor fünf Jahren gelang den Londoner Rocksteady Studios ein kleines Weltwunder: Sie schufen mit "Batman: Arkham Asylum" das erste tolle Batman-Spiel seit Menschengedenken, gefolgt von dem noch besseren "Batman: Arkham City" im Jahr 2011. Seitdem arbeiten sie an "Batman: Arkham Knight", das wir auf einem Presseevent in San Francisco anschauen durften.
Rette sich, wer kann
Die zwei sind so cool wie ihre Namen klingen: Gaz Deaves, Social Marketing Manager, und Dax Ginn, Marketing Games Manager, sind stark überdreht und brennen darauf, uns "Arkham Knight" vorzuführen. Dafür haben sie auch allen Grund, denn das Actionspiel, das am 14. Oktober 2014 erscheinen soll, sieht unglaublich gut aus. Gaz Deaves hat einen Controller in der Hand, der mit einem Playstation-4-Entwicklungskit verbunden ist, doch der Titel soll auch für PC und Xbox One erscheinen, keine Bange. Inhaltlich führt es die Story von "Arkham City" fort: Der Joker ist ausgeschaltet, doch Scarecrow kehrt zurück und droht damit, Gotham City mit einem Giftgasangriff zu entvölkern. Während die Evakuierung läuft, muss Batman zusammen mit Barbara Gordon alias Oracle Scarecrow finden und stoppen.
Gotham City gehört uns
Sie können es auf den Bildern, die uns Rocksteady lieferte, nur begrenzt sehen, doch "Arkham Knight" sieht einfach unglaublich gut aus. Der Sprung auf die neue Konsolengeneration führt zu einem gewaltigen optischen Qualitätssprung. Wie sich Batman von einem Ausguck in die Hochhausschluchten hinabstürzt, um im letzten Moment eine 180-Grad-Kehre zu machen und dann mit dem im Wind flatternden Umhang vom Luftauftrieb wieder nach oben saust, ist eine echte Schau. Unter uns glitzern die Lichter der Großstadt: Chinatown wird von Laternen und Neonlampen erhellt, auf den Straßen fressen sich die Scheinwerfer von Militär- und Evakuierungsfahrzeugen durchs Dunkel der Nacht. Unser Ziel: Commissioner Gordon, der uns über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Die Grafik-Engine des Spiels - eine stark modifizierte Unreal Engine 3 - geht dabei nahtlos vom Flug- beziehungsweise Action-Modus in den Gesprächsmodus in Nahaufnahme über, in dem der Dunkle Ritter und sein Polizistenfreund detailreich dargestellt werden.
Einer gegen zehn
Quelle: PC Games Hardware
Batman-Vorführung: Dax Ginn (links und Gaz Deaves (rechts) (1)
Auf der Suche nach Hinweisen über Scarecrows Verbleib sehen wir einen Polizisten, der von zehn Ganoven umringt wird. Gaz Deaves fackelt nicht lange und stürzt auf die Schurken hinab: Drei bekommen einen Batarang vor die Nase, ein paar andere gehen nach einem Schlag mit einem Baseballschläger zu Boden, ein weiterer will uns angreifen, doch wir blocken ihn ab und werfen ihn stattdessen auf seine noch stehenden Kumpane. "Dieser Wurfblock ist eine eurer neuen Angriffsmöglichkeiten", freut sich Dax Ginn erregt. Gaz Deaves hat derweil genug vom Herumfliegen und funkt das Batmobil herbei - zu seinem ersten Auftritt in Rocksteadys Batman-Trilogie. Das Geschoss ist deutlich von den drei jüngsten Batman-Kinofilmen inspiriert, doch Dax Ginn betont: "Wir haben das Batmobil zusammen mit DC Comics komplett neu entwickelt."
Rasen mit dem Batmobil
Mit dem Batmobil jagen wir einen verdächtigen Panzerwagen, auf den uns Commissioner Gordon hingewiesen hat. Und in der Tat: Nach einer wilden Hatz, die unter dem euphorischen Geschrei von Dax Ginn damit endet, dass Gaz Deaves den Panzerwagen mit ein paar Immobilisierungsraketen stoppt, bekommen wir einen Probe des Scarecrow-Gifts in die Finger. Jetzt haben wir die Wahl: Wollen wir zum Clocktower, um uns mit Oracle zu beraten, oder vorher dem Riddler einen Besuch abstatten? Dax Ginn fragt uns und natürlich machen wir einen Abstecher zum Riddler. Doch in dessen Schlupfwinkel, den wir statt durch die Tür mit einem Sprung durchs Oberlicht stürmen, warten einige Schergen auf uns. Wir machen kurzen Prozess mit ihnen, rammen einen in einen Sicherungskasten und landen schließlich samt Batmobil in einem Kellergeschoss, in dem der Riddler eine hanebüchene Rennstrecke für uns vorbereitet hat.
Das Rennen des Riddlers
Das Rennen auf der mit Riddler-Fallen gespickten Strecke hat es in sich: Mal löst sich der Boden in Luft auf, mal schießen Flammen daraus empor, mal müssen wir an der Wand oder sogar an der Decke entlang fahren, um unter dem Gejohle von Dax Ginn den Hindernissen des Riddlers auszuweichen. Drei Runden müssen wir überstehen, wobei einmal zerstörte Bodenelemente auch in den Folgerunden zerstört bleiben - das Rennen wird immer schwerer. Wem das nicht liegt, muss sich nicht grämen: "Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg durch unser Spiel", sagt Ginn. "Alle Bösewichte sind von Anfang an in der Stadt unterwegs - ihr sucht euch aus, gegen wen ihr als nächstes kämpfen wollt." Oder wen wir links liegen lassen wollen. Endlich im Clocktower angekommen eröffnet uns Oracle, dass sie mehrere Stunden benötigt, um den Aufenthaltsort von Scarecrow anzupeilen - es sei denn, wir aktivieren für sie eine Antenne, die sich auf dem Anwesen der Spedition Falcone befindet.
Ein neuer Gegner?
Wir schwingen uns einmal mehr hinter das Steuer des kugelsicheren Batmobils, aus dem wir uns sogar per Schleudersitz herauskatapultieren und dann nahtlos in eine Flugbewegung übergehen können. Weil die Spielwelt so groß ist - immerhin ist jetzt ganz Gotham City ohne Ladepause erreichbar -, können wir das Auto jederzeit per Knopfdruck herbeirufen. Ob wir es wie unsere anderen Hilfsmittel im Laufe des Spiels verbessern können? Abwarten. Wir erreichen jedenfalls das Gebäude, das Falcones Sender beherbergt, doch dort harren drei bewaffnete Häscher aus, die wir per Detective View erspähen. "In früheren Teilen würdet ihr die jetzt einen nach dem anderen fortlocken und ausschalten", sagt Dax Ginn. "Diesmal geben wir euch ein neues Takedown-Manöver, mit dem ihr das an Ort und Stelle erledigen könnt." Gesagt, getan: In wenigen Sekunden gehen die drei zu Boden und wir können die Antenne für Oracle aktivieren. Nur beim Verlassen des Gebäudes wartet eine unangenehme Überraschung: Der mysteriöse Arkham Knight, der Batman scheinbar schachmatt setzt.
Ein würdiger Abschluss
An "Arkham Knight" arbeiten derzeit 135 Entwickler - 35 mehr als an "Arkham City" und vier Mal so viele wie an "Arkham Asylum", das von gerade mal 36 Designern erschaffen wurde. "Unser Erstling hatte enge räumliche Grenzen, war dafür aber sehr detailreich", sagt Dax Ginn. "Normalerweise kann man nur das eine oder das andere haben. Doch 'Arkham Knight' ist fünf Mal so groß wie 'Arkham City' und kommt dank der Fähigkeiten der aktuellen Konsolengeneration an den Detailgrad des ersten Teils heran." Wir haben noch etwas Zeit und so wollen wir von Dax Ginn wissen, ob die Entwickler die Arkham-Spiele von vorneherein als Trilogie geplant hatten. "'Arkham Asylum' stand auf eigenen Füßen", gibt Ginn freimütig zu. "Doch nach dem großen Erfolg haben wir 'Arkham City' als Vorbereitung auf den dritten Teil geschrieben." Ist dieser ein würdiger Abschluss der Serie oder erwartet uns am Spielende eine eher lausige "Fortsetzung folgt"-Texttafel? "Ihr werdet vom Ende nicht enttäuscht sein", orakelt Dax Ginn.

Also trotz großer Welt liegen überall Zeitungen, Mülltonnen, Plakate usw.
Doch 'Arkham Knight' ist fünf Mal so groß wie 'Arkham City' und kommt dank der Fähigkeiten der aktuellen Konsolengeneration an den Detailgrad des ersten Teils heran." ich hoffe die meine da nur die neuen Konsolen und nich die PC fassung...
Der Gesamteindruck ist bei Origins einfach am besten und das Batman Universum wird am überzeugendsten eingefangen.
Spielereisch wars natürlich 1:1 das selbe wie im Vorgänger. Aber das macht es jetzt nicht unbedingt schlechter.
Ich fand AO zumindest besser als AC. Die Bosskämpfe gegen Copperhead, Deathstroke, Bane und Co waren klasse, vorallem weil Bane nicht gleich dieser muskelbepackte Vollpfosten war.
Jedes Spiel was nicht mehr für die alten Konsolen rauskommt, ist technisch für die current-gen ein Gewinn!