Baldur's Gate 3: GPU- und CPU-Benchmarks
PCGH zeigt, welche Leistung Sie in Baldur's Gate 3 erwarten können - je nach verwendeter CPU oder Grafikkarte.
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Wie bei jedem PCGH-Technik-Test üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen PCs mit dem zu testenden Spiel vertraut gemacht. Das haben wir selbstverständlich auch bei Baldur's Gate 3 getan. Wir beginnen die Messungen auch dieses Mal mit den Grafikkarten, denn auch wenn das Spiel nicht unbedingt danach aussieht, profitiert die Bildrate - je nach Szene - recht deutlich von Grafikkartenleistung.
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Baldur's Gate 3: GPU-Benchmarks
Unsere Benchmarkszene finden wir nach rund 21 Spielstunden noch im ersten Akt: "Putrid Bog" (siehe Video) zeigt einen nebligen, detaillierten Sumpf, welcher überdurchschnittliche Anforderungen an die Grafikkarte stellt. Die meisten Areale und Szenen in Baldur's Gate 3 laufen flüssiger - in den zahlreichen Zwischensequenzen kann die Last jedoch genauso hoch oder noch höher ausfallen, da hier unter anderem mit aufwendiger Tiefenschärfe gearbeitet wird. Bei unseren GPU-Benchmarks von Baldur's Gate 3 gilt, was prinzipiell bei jedem PCGH-Test gilt: Erreicht eine Grafikkarte hier flüssige Bildraten, haben Sie im restlichen Spiel nichts zu befürchten. Wir testen mit maximalen Details ohne Upsampling, sondern mit dem spieleigenen Temporal-AA in Kombination mit Contrast-Adaptive Sharpening (CAS) auf der Mittelstellung. Mit- und Nachbencher sind, wie immer herzlich eingeladen - die Savegames für CPU- und GPU-Tests stehen zum Download bereit.
Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks aktiv. Diesmal haben wir Grafikkarten-Benchmarks in satten fünf Auflösungen angefertigt: Neben dem üblichen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD können Sie im folgenden Benchmark außerdem Dual-QHD mit 5.120 × 1.440 Pixel auswählen. Die Messungen erfolgen via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 23.7.2 WHQL, Intel Game On Driver 4578 Beta und Nvidia Game Ready Driver 536.67 WHQL. Wie Baldur's Gate 3 (Final) auf populären Grafikkarten seit 2014 läuft, zeigen die Ergebnisse:
Baldur's Gate 3 ist mit den laut Steam verbreitetsten Grafikkarten der Klasse Geforce GTX 1060, GTX 970 sowie Radeon RX 570, und 580 zweifellos spielbar - allerdings nicht flüssig mit maximalen Details. Dafür fehlt allen genannten Modellen etwas Rechenleistung und den meisten auch Speicherkapazität. Mit 4 und 6 GiByte kommt es selbst in Full HD zu fühlbaren Nachladerucklern - mit 4 GiByte deutlich ausgeprägter als mit 6 GiByte, wie sich an den Min-Fps (P1-Perzentil) zwischen GTX 970 und GTX 1060 ablesen lässt. 8 GiByte Speicher genügen laut unseren Beobachtungen bis inklusive WQHD mit maximalen Details, darüber hinaus kommt es immer wieder zu Rucklern beim Erkunden der Spielwelt. Diese sind nicht sonderlich stark ausgeprägt, fehlen jedoch bei Grafikkarten ab 10 GiByte aus (Radeon RX 6700, Geforce RTX 3080 und höher).
Quelle: PC Games Hardware
Die Lippensynchronisation und Gesichterdetails fallen positiv auf. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es zwar nicht, dafür taugt aber die englische Originalfassung (da ist auch "nicht der gonze Tach für die Kadz"; Bild: UHD mit DLAA und maximalen Details, downsampled @ 1440p).
Genügt die Leistung Ihrer Grafikkarte nicht, haben Sie (neben Detailverzicht) mehrere Optionen. Nutzer einer Geforce-RTX-Grafikkarte nutzen am besten DLSS-Upsampling, denn dieses entlastet fühlbar und erzielt dabei eine gute Qualität. Besitzer einer Arc, Radeon oder Geforce GTX müssen mit FSR 1.0 vorliebnehmen. Dieses Verfahren nimmt das TAA des Spiels bei reduzierter Auflösung als Input und fällt optisch deutlich ab. Die Entlastungswirkung von FSR ist je nach Grafikkarte unterschiedlich groß, ab dem Modus "Quality" (Qualität) aber in den meisten Fällen fühlbar - und sichtbar, denn FSR 1 ist für seinen "Ölgemälde-Look" berüchtigt. Entwickler Larian hat FSR-2-Support für September angekündigt. Da Baldur's Gate 3 kein schneller Shooter ist, kann man aber durchaus mit 30 Fps leben, wobei 60 empfehlenswert sind.
Bonus-Informationen zur API/Schnittstelle: Vulkan verschiebt das Prozessorlimit signifikant nach oben, presst folglich höhere Bildraten aus der Infrastruktur und erlaubt somit die Entfaltung der meisten Grafikkarten. So rendert der Geforce RTX 4090, in fast allen Szenarien relativ CPU-abhängig, unter Vulkan in Full HD 146/177 Fps. Mit Direct3D 11 sind es lediglich 106/122 Fps - das entspricht einem satten Plus von 45 Prozent. Die Radeon RX 7900 XTX operiert etwas öfter im GPU-Limit, die Unterschiede fallen jedoch beinahe genauso groß aus: Hier steht es 139/168 zu 104/119 Fps, was einem Plus von 41 Prozent entspricht. Die Arc A750 agiert die allermeiste Zeit im Grafiklimit, allerdings ist der Intel-Treiber für seine DirectX-11-Schwäche bekannt, weshalb wir auch hier nachgefühlt haben. Die A750 erreicht unter Direct3D 11 nur 43/62 anstelle von 58/65 Fps - die für die empfundene Flüssigkeit wichtigen Perzentile liegen unter Vulkan folglich um 35 Prozent höher.
Quelle: PC Games Hardware
Baldur's Gate 3 im Technik-Test (Bilder: Ultra HD mit DLAA und maximalen Details, downsampled @ 1440p)
Baldur's Gate 3: CPU-Benchmarks
Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD sowie Intel und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapFrameX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, HWiNFO x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Die Zahlen begleitet die Analyse durch die Grafiktreiber von Nvidia. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Test-Durchlauf bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Die Konfiguration der einzelnen Prozessoren können Sie begleitend zu jedem Eintrag entnehmen. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessor-Leistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Eine Wasserkühlung sorgt dafür, dass die CPU nicht durch ein Temperatur-Limit heruntertaktet. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits bewusst auszuschließen.
Gerne hätten wir die CPU-Benchmarks in Baldurs Tor durchgeführt, wo wir sicherlich auf eine höhere CPU-Last gestoßen wären. Allerdings befanden wir uns am CPU-Testsystem selbst nach acht Spielstunden noch immer im Startgebiet, sodass wir uns entschieden haben, die ersten Benchmarks im ersten kleineren Ort durchzuführen, den man im Spiel besucht - Smaragdhain. Hier tummeln sich einige NPCs, allerdings ist die Szene eher statisch als dynamisch. Dennoch lässt sich hier bereits ableiten, ob Baldur's Gate 3 mit Kernen, Takt, IPC und/oder Cache skaliert.
Keine Sorge, die Anzahl der CPUs im Test wird sich noch erhöhen, doch für einen Ersteindruck genügen die Zahlen. Wir können festhalten, dass 3D-V-Cache hier die Lösung aller Probleme ist. Wenn die CPU dazu noch acht Kerne besitzt, dann fühlt sich das Spiel richtig schön flüssig an. Sechs- und Vierkerner mögen zwar durchaus genügend durchschnittliche Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm bringen, liefern jedoch keine ausreichend hohen Frametimes, um fühlbares Ruckeln zu vermeiden. Das gilt auch für den Ryzen 5 5600. Wir empfehlen - Stand jetzt - einen ausreichend starken Achtkerner, dann brauchen Sie sich auch in größeren Schlachten und Städten keine Sorgen um die CPU-Performance zu machen.
Die beiden Intel-CPUs sollen die Leistung mit und ohne SMT abbilden. Ein Core i5-4670K entspricht dabei der Mindestanforderung und die Fps sehen alles andere als gut aus. Sollten Sie tatsächlich noch mit einem reinen Vierkerner unterwegs sein, dann stellen Sie sich auf fühlbare Nachladeruckler ein. Ein Core i7-4790K liefert dann 55 Prozent höhere P0.2-Fps, was deutlich zeigt, dass Baldur's Gate 3 nach Kernen lechzt. Mindestens acht Threads sollten es schon sein, sonst artet das Gameplay in nur in Rucklern und langen Ladezeiten aus.
Update: Inzwischen befinden sich 22 Prozessoren im Vergleich. An der Aussage, dass 3D-V-Cache die Lösung aller Probleme ist, hat sich nichts verändert. Sie finden neben den regulären Werten auch den übertakteten Core i9-12900K, der aktuell noch im GPU-Testsystem werkelt. Betrachten Sie diesen Wert als Bonus. Insgesamt bleibt damit die Aussage bestehen: Am besten nutzen Sie einen Achtkerner für Baldurs Gate 3.

in den Release-Notes zu dem Treiber steht ja sonst nichts weiteres was BG3 angeht - also zumindest performancetechnisch im Vergleich zum 23.7.2 - hat jemand irgendwelche Unterschiede ausmachen können? Ansonsten spar ich mir das Update, idle-Verbrauch (vram der 6700XT) fix ich eh immer mit CRU (blanking time)...