Neues Konzept: Straßenlaternen könnten zu Ladestationen für E-Autos werden

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Neues Konzept: Straßenlaternen könnten zu Ladestationen für E-Autos werden
Quelle: Computec Media GmbH

Die Pennsylvania State Unviersity hat in Missouri mehrere Straßenlaternen zu Ladestationen umgebaut und die Vorteile dieser Lösung untersucht. Ein entsprechender Umbau ist zwar kostengünstiger, hat aber wohl auch einige Probleme.

E-Autos bieten zwar viele Vorteile, haben unter anderem mit Blick auf die Ladeinfrastruktur aber auch ihre Tücken. Gehört einem der eigene Parkplatz, kann eine Ladestation meist leicht nachgerüstet werden. Parkt man aber auf öffentlichem Grund, ist man auch auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen - und diese lässt momentan noch zu wünschen übrig. Einen Weg zur Lösung dieses Problems hat jüngst die Pennsylvania State University untersucht: Laut einem letzte Woche veröffentlichten Paper könnten Ladestationen einfach in Straßenlichter integriert werden.

Einige Vorteile - aber nicht nur

Für die Untersuchungen der Forscher wurden 23 Straßenlaternen in Missouri entsprechend umgerüstet und ein Jahr lang analysiert. Der Ansatz soll angeblich mehrere Vorteile haben: Durch die bereits vorhandenen Stromleitungen sei die Einrichtung solcher Ladestationen günstiger. Zudem fallen dadurch Fahrzeiten zu dedizierten Ladestellen weg, was die Umwelt schont. Und obendrein war im Vergleich zu kommerziellen Anbietern auch noch die Ladeleistung überlegen. Als Ursache wird vermutet, dass für die Straßenlaternen ein noch unbelastetes, kommunales Stromnetz zum Einsatz kommt. Kommerzielle Ladestationen teilen sich hingegen oft eine Stromleitung, sodass man sich die verfügbare Leistung mitunter teilen muss.

Einige offensichtliche Nachteile der präsentierten Lösung werden von der Pennsylvania State University leider nicht genannt. Beispielsweise ist die Lösung nur dann gut geeignet, wenn die Straßenlaternen auch direkt an der Straße stehen und kein Fußgängerüberweg dazwischenliegt. Andernfalls dürften Anwohner kaum über die herumliegenden Ladekabel erfreut sein - Stichwort Rollstuhl und Kinderwagen. Zudem würde bei einer großflächigen Anwendung die Belastung des genutzten Stromnetzes ansteigen, das von Ort zu Ort mitunter mit Eigenheiten zu kämpfen hat. Manchmal sind die verlegten Kabel womöglich auch derart knapp dimensioniert, dass eine Umrüstung gleich ganz unmöglich ist.

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Die Forscher wollen in einem nächsten Schritt zwar eine flexiblere Lösung entwickeln, die auch in Städten mit anderen Rahmenbedingungen zum Einsatz kommen kann. Und zusätzlich sollen auch noch weitere Daten gesammelt werden, um beispielsweise den Einfluss des Wetters auf das Ladeverhalten und die Akkulebensdauer zu bestimmen. Vermutlich dürfte die Umrüstung von Straßenlaternen auf Ladestationen aber selbst im besten Fall nur einen Teil des Gesamtproblems lösen.

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Quelle: Pennsylvania State University via Golem

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Ja. Das ganze funktioniert mit Solar, funktioniert also nicht ohne Licht .
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Ja. Das ganze funktioniert mit Solar, funktioniert also nicht ohne Licht .
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Muss dafür die Laterne an sein?
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Von Vandalismus mal ganz zu schweigen .

        Zum Glück bin ich Verbrenner Fahrer und werde dies so lange es geht auch bleiben. Da ich Young und Oldtimer fahre dürfte das wohl bis zu meinem Ableben sein von daher tangiert mich dieses "better World" Problem nur sehr peripher .
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Es ist nicht nur der Stromanschluss nötig, sondern eine einheitliche Bezahlmethode. Da aber jedes Stadtwerk das anders macht wäre das nicht lustig, hunderte von Apps pro Stadtwerk sozusagen vorzuhalten, oder im Verbund mit EnBW & Co gleich 79 Cent pro KWh zu verlangen (also sozusagen den Roaming Aufschlag, nur halt für Strom). Bei solchen Preisen lohnt es sich leider nicht, mit Strom Auto zu fahren.
      • Von Melfekarius Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Vor 20 Jahren wäre es nur ein bisschen dumm gewesen, mit der pseudo Privatisierung vieler Beleuchtungsnetze und deren Umbau zu kleineren Subnetzen, mit der Leistungsausrichtung an LED Leuchten, ist es in Deutschland aber einfach nur noch Schwachsinn. In den VSA dürfte es nicht groß anders aussehen.
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