Wie schlägt sich der Asus ROG Ally in Benchmarks?
In diesem Artikel
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Wie schlägt sich der Asus ROG Ally im Vergleich zum Valve Steam Deck?
- 1.1 AMD Ryzen Z1 Extreme dient dem Asus ROG Ally als Basis
- 1.2 Technische Spezifikationen des Asus ROG Ally
- 1.3 Doppelt so leistungsfähig wie das Steam Deck
- 1.4 Asus kooperiert mit Microsoft und setzt auf Windows
- 1.5 Preisgestaltung und Verfügbarkeit
- 1.6 Spiele-Support und weitere Voraussetzungen
- 1.7 Verarbeitung und Materialauswahl
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Wie schlägt sich der Asus ROG Ally in Benchmarks?
- 2.1 Updates, Updates und nochmals Updates
- 2.2 Eine neue Firmware musste dringend her
- 2.3 Sehr schnell in 720p, schnell in 1080p
- 2.4 Spiele-Benchmarks in 1080p und 720p
- 2.5 Asus ROG Ally gegen das Valve Steam Deck
- 2.6 Leistung produziert Verlustleistung
- 2.7 Kritikpunkte: Bedienung, Laufzeit und Geräuschentwicklung
- 2.8 Windows 11 und Handheld-PCs, das passt (noch) nicht
- 2.9 Summa Summarum
- Seite 3 Bildergalerie
Updates, Updates und nochmals Updates
Bevor sich das Testgerät in einigen Spielen beweisen darf, heißt es, den Handheld-PC zu aktualisieren. Das bedeutet im Falle des Asus ROG Ally erst einmal Updates, Updates sowie nochmals Updates. Nicht nur, dass das handelsübliche Windows 11 entsprechend aktualisiert werden möchte, auch der AMD-Chipsatztreiber und Asus Armoury Crate SE verlangen gleich nach mehreren Aktualisierungen. Doch damit noch lange nicht genug, denn spätestens bei den ersten Spiele-Benchmarks fiel auf, dass der AMD Ryzen Z1 Extreme nicht auf dem Leistungsniveau arbeitet, welches eine Phoenix-APU mit 8C/16T erwarten lässt.
Eine neue Firmware musste dringend her
Wie sich schnell herausstellen sollte, führte die veraltete Firmware des Testgerätes zu Leistungseinbußen von 15 bis 20 Prozent und eine neuere SMU-Firmware wurde über den systemeigenen Update-Prozess zuerst auch nicht angeboten. Der Hersteller selbst versorgte PCGH dann mit den entsprechenden Updates, die wenig später dann auch direkt über den Asus ROG Ally angeboten wurden. Besonders ärgerlich war zudem, dass das Update für Armoury Crate SE immer wieder angezeigt wurde, was den Handheld-PC zu mehreren Neuinstallationen der Aktualisierung veranlasste. Den Gaming-Handheld auf den entsprechend neuesten Stand zu aktualisieren, dauerte mehrere Stunden.
Quelle: PC Games Hardware
Das Firmware-Update war nur eine von unzähligen Aktualisierungen
Nachdem die neueste SMU-Firmware mit der Version 2.5.29.0, der neueste GameSDK Service in der Version 1.0.5.0 und die sogenannten UWP App & Core Services in der Version 1.0.9.0 sowie unzählige kleinere und größere Windows-Updates installiert waren, konnte es dann endlich mit den Benchmarks losgehen. Im Hinblick auf die Inbetriebnahme trennen das absolut problemlose SteamOS auf dem Steam Deck und Windows auf dem Asus ROG Ally sprichwörtlich Welten. Windows 11 und Handheld-PCs, das passt (noch) nicht.
Sehr schnell in 720p, schnell in 1080p
Mit der Firmware, die PCGH für diesen Test zur Verfügung stand, konnte der Asus ROG Ally in drei Leistungsstufen betrieben werden, welche mit einer Leistungsaufnahme von 9, 15 und 25 Watt im Akkubetrieb respektive 30 Watt im Betrieb mit Netzteil einhergehen.
Betriebsmodi für den Asus ROG Ally mit Firmware 2.5.29.0:
- Leise: 9 Watt
- Leistung: 15 Watt
- Turbo-Modus: 25 Watt*
*) 30 Watt mit angeschlossenem Netzteil.
Für diesen Test und die damit verbundenen Benchmarks wurde der Handheld-PC im Akkubetrieb per Turbo-Modus mit 25 Watt genutzt und genehmigte sich dabei speziell unter Lastspitzen bis zu 54 Watt Package Power. Den Ergebnissen vorgreifend kann gesagt werden, dass das Asus ROG Ally unter 720p sehr schnell und unter Full HD/1080p noch immer vergleichsweise schnell arbeitet. Das Steam Deck hat in keiner der Disziplinen eine realistische Chance und bleibt am Ende dennoch der bisher bessere Handheld-PC.
Spiele-Benchmarks in 1080p und 720p
Um eine erste Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Asus ROG Ally und des AMD Ryzen Z1 Extreme mit Radeon 780 auf Basis der RDNA-3-Architektur zu erhalten, wurden diverse Benchmarks in 1080p und 720p durchgeführt. Hierfür wurde der Handheld-PC fern der Steckdose mit 25 Watt TDP im Turbo-Modus betrieben. Neben den beiden nativen Auflösungen kamen zum Teil auch FSR-Quality und die noch einmal stärker leistungsoptimierte Upsampling FSR-Performance zum Einsatz.
Asus ROG Ally gegen das Valve Steam Deck
Nachdem sich der Asus ROG Ally bezüglich der Leistung klar als neue Referenz unter den Handheld-PCs erweisen konnte, durften auch einige Vergleiche mit dem Steam Deck nicht fehlen. Hierfür kamen insgesamt vier Spiele zum Einsatz, welche in Full HD/1080p und 720p auf das Asus ROG Ally sowie in 800p auf das Steam Deck von Valve losgelassen wurden. Bei Diablo 4 und Cyberpunk 2077 kam Upsampling in Form von FSR-Quality zum Einsatz.
Leistung produziert Verlustleistung
In den meisten Fällen liefert der Asus ROG Ally in Full HD mehr Fps und bessere Frametimes als das Valve Steam Deck in der niedrigeren Auflösung von 800p. Der AMD Ryzen Z1 Extreme in Asus' Handheld-PC ist verglichen mit der Custom-APU "Aerith" des Steam Deck ein großer Sprung, verliert aber umso mehr an Boden, je weiter die TDP abgesenkt wird. Im absoluten Low-TDP-Bereich ist die alte Zen-2-RDNA-2-APU der neuen Zen-4-RDNA-3-APU überlegen.
Kritikpunkte: Bedienung, Laufzeit und Geräuschentwicklung
Die drei größten Kritikpunkte am Asus ROG Ally, welcher in Hinblick auf die Leistung absolut überzeugen und mit zukünftiger Firmware sicherlich noch einmal zulegen kann, sind die aktuelle Bedienbarkeit, die zu kurze Laufzeit im Akkubetrieb und die Geräuschentwicklung, denn der Handheld erreicht mit 25 bis 30 Watt TDP und kurzfristigen Lastspitzen von mehr als 50 Watt einen Schallpegel von 40 bis 42 db(A). Damit liegt der Asus ROG Ally noch über dem ohnehin schon nicht als Leisetreter bekannten Steam Deck, das 39 db(A) erreicht. Die Akkulaufzeit im "Turbo-Modus" von lediglich 62 Minuten zwingt den Handheld-PC im Windeseile in den Netzbetrieb. Selbst mit 9 Watt TDP ist nach 2 Stunden Schluss.
Akkulaufzeit des Asus ROG Ally*
- Akkulaufzeit bei 25 Watt TPD ("Turbo-Modus"): 62 Minuten
- Akkulaufzeit bei 15 Watt TDP ("Leistung-Modus"): 76 Minuten
- Akkulaufzeit bei 9 Watt TDP ("Leise-Modus"): 118 Minuten
*) Diablo 4 (Battle.net) mit einer Helligkeit von 200 cd/m²
Windows 11 und Handheld-PCs, das passt (noch) nicht
Während die einzelnen Zutaten, wie beispielsweise die System-Suite Asus Armoury Crate SE mit seinen nützlichen Overlays und Windows 11 im Allgemeinen als leistungsstarker Gaming-Unterbau zu überzeugen wissen, bekommt insbesondere das Betriebssystem als Basis für einen Handheld-PC deutliche Abzüge in der B-Note. Nicht nur, dass das System alle paar Minuten irgendeine Software, Firmware oder Technologie entsprechend aktualisieren möchte, auch ist die Bedienung des OS über die Controller nur sehr wenig intuitiv.
Summa Summarum
Summa Summarum liefert der Asus ROG Ally eine für Handheld-PCs bislang einzigartige Leistung ab, welche aber bereits in Zukunft auch von anderen Gaming-Handhelds wie dem GDP Win Max, dem OneXPlayer 2 Pro oder aber anderen Systemen mit AMD Ryzen 7 7840U erreicht wird, ein ordentlich ausgeleuchtetes LC-Display mit schnellen 120 Hz sowie die absolute Freiheit bei der Wahl der Spielevertriebsplattform. Trotz seiner teilweise sehr signifikanten Unterlegenheit in Hinblick auf die Leistung, der Limitierung auf 720p und den Einschränkungen der Linux-Plattfrom, bleibt das Steam Deck nach unserer Meinung der bessere sowie durchdachtere Handheld-PC für Spieler.
Dem Asus ROG Ally sollte aber die Chance eingeräumt werden, durch zukünftige Firmware-Updates noch einmal deutlich zuzulegen. Auch die gesamte Ryzen-Z1-Plattform ist noch jung und AMD macht damit seine ersten Schritte im Bereich der dedizierten Handheld-Chips. Das entsprechende Potenzial ist hier sicherlich zur Genüge vorhanden. Schon heute laufen sehr viele Spiele mit hohen Details mit 40 bis 60 Fps in Full HD, daran war beim Steam Deck bislang nicht zu denken, hier werden zumeist 800p mit 30 bis 40 Fps anvisiert.

Fakt ist: Egal welchen Leistungsmodus man einstellt, sobald das Kabel dran ist, hat man mehr FPS, obwohl sämtliche Watt-Angaben gleich bleiben.
Turbo-Modus: 25 Watt*
*) 30 Watt mit angeschlossenem Netzteil.