Ashes of Creation: Die Entwicklung des von Fans finanzierten MMOs wurde gestoppt
Das von Fans finanzierte MMO Ashes of Creation ist offenbar gescheitert. Nach Führungswechseln und Massenentlassungen wurde die Entwicklung eingestellt. Noch kurz zuvor hatte das Studio weitere Inhalte und Updates in Aussicht gestellt.
Das ambitionierte Online-Rollenspiel Ashes of Creation steht offenbar vor dem endgültigen Aus. Berichten zufolge wurde die Entwicklung des Early-Access-MMOs eingestellt und das gesamte Team des Studios Intrepid entlassen. Die Nachricht trifft eine Community, die das Projekt über Jahre hinweg begleitet und finanziert hat, vollkommen unvorbereitet.
Durchfinanziert und dennoch gescheitert
Ashes of Creation galt lange als Vorzeigeprojekt für Crowdfunding im MMO-Bereich. Die Kickstarter-Kampagne aus dem Jahr 2017 sammelte rund 3,3 Millionen US-Dollar ein und wurde damit zum erfolgreichsten MMO-Funding auf der Plattform. Trotz dieser starken finanziellen Basis geriet das Projekt in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck.
Passend zum Thema: Ashes of Creation: Oldschool-Rollenspiel mit Problemen
Am 31. Januar verdichteten sich Hinweise auf Entlassungen und Rücktritte innerhalb des Studios. Kurz darauf bestätigten ehemalige Mitarbeiter öffentlich ihre Kündigung. Besonders aufschlussreich äußerte sich Firmengründer und früherer Creative Director Steven Sharif auf dem Discord-Server:
"Die Kontrolle über das Unternehmen verlagerte sich weg von mir, und der Vorstand begann, Maßnahmen anzuordnen, denen ich ethisch nicht zustimmen oder die ich nicht umsetzen konnte. Infolgedessen entschied ich mich, aus Protest zurückzutreten, anstatt meinen Namen oder meine Autorität Entscheidungen zur Verfügung zu stellen, die ich ethisch nicht unterstützen konnte. Nach meinem Rücktritt trat ein großer Teil des Führungsteams zurück. Nach diesen Abgängen traf der Vorstand die Entscheidung, WARN-Act-Mitteilungen herauszugeben und mit einer Massenentlassung fortzufahren."
Auf Zuversicht folgt das Ende
Bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang. Nur zwei Tage zuvor hatte das Studio in einem offenen Schreiben an die Spielerschaft weiterhin Zuversicht vermittelt. Dort wurden bekannte Probleme wie Bots, Performance-Schwächen und Bugs eingeräumt, gleichzeitig aber weitere Entwicklungspläne angekündigt. Auch ein Entwickler-Stream für Mitte Februar wurde noch in Aussicht gestellt. Die abrupte Kehrtwende lässt darauf schließen, dass selbst Teile des Teams bis zuletzt von einer Fortführung des Projekts ausgingen.
Bildergalerie
Ashes of Creation befand sich seit mehreren Jahren in geschlossenen Alpha-Tests. Trotz einzelner Fortschritte blieb Kritik an fehlender klarer Ausrichtung und an der Umsetzung der komplexen Spielsysteme bestehen. Die enorme inhaltliche Ambition, kombiniert mit langen Entwicklungszeiten und steigenden Kosten, erwies sich letztlich vermutlich als schwer beherrschbar.
Der Fall Ashes of Creation verdeutlicht die Risiken groß angelegter Crowdfunding-Projekte. Hohe Erwartungen, kreative Visionen und wirtschaftliche Interessen prallten hier wohl aufeinander. Am Ende dieses Weges steht nun ein Projekt, das viel Potenzial zeigte, dessen Umsetzung jedoch an strukturellen und organisatorischen Problemen scheiterte und eine enttäuschte Community zurücklässt.
Was halten Sie von diesem Thema? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gerne auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: via PC Gamer



Unstimmigkeiten in der Führungsebene und schlechte Planung/Durchführung scheint eher zuzutreffen.
Im Endeffekt bleibt aber, dass niemand ein unfertiges Spiel finanziell unterstützen muss.
In diesem Zusammenhang finde ich immer Gratis-Demos gut, um mal reinzuschnuppern, wie der Stand der Dinge ist,
Oder im absoluten Notfall mal 2 Stunden auf Steam reinzuschnuppern.
Falls das keine klaren Ergebnisse ergibt, würde ich halt einfach warten.
Auf die Wunschliste und seine 500 anderen Spiele zocken.
Edit: Bei einem unfertigen Spiel sollte man aber natürlich doppelt vorsichtig mit den Kosten sein. Kosten/Nutzen sollten schon ziemlich schnell stimmen, was die Stunden an Spielspaß angeht. Dann passt es sowieso, sobald man seine "Spaßzeit" raus hat, egal was danach passiert, mit dem Game.
Edit2: Wenn ich mir z.B. Wreckfest 2 anschaue, in meiner Steamliste (das habe ich bei meinem Beispiel hier weiter oben nicht mitgezählt), habe ich da schon knapp 50 Spielstunden Spaß gehabt und das hat irgendwas knapp über 20 € gekostet. Momentan kostet es ~ 24 €. Ich hab also bereits jetzt genügend Spielspaß für den Preis erhalten, wie ich finde und das Game is noch ewig lange nicht fertig.
Falls es nie fertig wird, habe ich mein Geld raus.
Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es fertig wird und sogar richtig gut. Am Ende kann bei solch einem Spiel dann z.B. 1.000 Spielstunden für 25 € stehen. Das nenn' ich gutes Kosten/Nutzen-Verhältnis.
Wer in Ashes bereits seine 50, oder 100+ Spielstunden hat, kann es also mit einem Schulterzucken hinnehmen, falls es eingestellt werden sollte, wenn er nicht mehr als 50 € bezahlt hat. Auch wenn es natürlich schade ist.
Das Risiko ist von Tag 1 an klar.
Im Optimalfall bleibt ein Leben in der Südsee über
Frage ist, hatte Steven Sharif diese Absicht oder wollte er tatsächlich nur sein Traumspiel erschaffen.
Da er vielfacher Millionär ist, vermute ich mal letzteres und die ganze Sache ist ihm einfach nur über den Kopf gewachsen.
Allerdings hat er auch in einigen Sachen gelogen, bei den Investoren oder der Chefetage.
MMONEWS hat mal versucht es aufzuarbeiten, mit dem was bekannt ist und etwas Nachforschung.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wenn man sich die Zeit nimmt und die Questtexte auch tatsächlich liest und man sich auf die Geschichte, die es in dem MMO gibt, auch einlässt, braucht man zwar etwas länger aber genießt auch das Spiel und man gibt den Entwicklern auch die Zeit geben die sie brauchen, um neuen Content zu erstellen. Alles skippen und dann nur von Marker zu Marker laufen ist so per se nicht vorgesehen. Kann man natürlich machen aber dann braucht man sich nicht wundern, wenn der "Content" durch ist und noch kein neuer da ist.
Früher musste man seine Questziele noch selbst suchen und ggf. Rätsel lösen um eine Quest zu beenden. Heute wird einem die Lösung im Questtext vorgekaut und alles genau markiert.
Ich wollte auf Endgame-Content hinaus. Da wollen die Leute nur wenig Quests, dafür aber gutes PvE und/oder PvP.
Quests und der ganze Grind sind ja nur die nervigen Treppen bis man das nötige Level und Ausrüstung/Anforderungen hat um am Endgame teilzunehmen. Deswegen ist es auch normal, wenn Spieler innerhalb von Tagen auf Max Level sind (ja, die prügeln das halt 16h am Tag durch, manche nehmen Urlaub dafür).
Deswegen muss der Endgame-Content so gestaltet sein, das dieser nicht langweilig wird (selbst wenn dieser von einer Hardcore-Gilde praktisch durchgeprügelt wird). Und eine Option ist: player generated content.
Die Community soll sich halt selbst unterhalten, irgendwo kleine und mittelgroße Events starten, bissl Esports anfangen wenn PvP vorhanden ist - das ist allgemein für alle MMO, wo es kein klares PvP Ranking usw. gibt wie bei üblichen Esports Titeln ab Werk.
Die Spieler sind in den letzten 15 Jahren viel besser geworden - die prügeln den Content innerhalb von ner Woche durch. Also muss das Spiel entsprechenden Content liefern.
Wenn man sich die Zeit nimmt und die Questtexte auch tatsächlich liest und man sich auf die Geschichte, die es in dem MMO gibt, auch einlässt, braucht man zwar etwas länger aber genießt auch das Spiel und man gibt den Entwicklern auch die Zeit geben die sie brauchen, um neuen Content zu erstellen. Alles skippen und dann nur von Marker zu Marker laufen ist so per se nicht vorgesehen. Kann man natürlich machen aber dann braucht man sich nicht wundern, wenn der "Content" durch ist und noch kein neuer da ist.
Früher musste man seine Questziele noch selbst suchen und ggf. Rätsel lösen um eine Quest zu beenden. Heute wird einem die Lösung im Questtext vorgekaut und alles genau markiert.
Ansonsten spiel ich lieber TabTarget.
Was du über den Grind schreibst, rechne ich das mal der Alpha Version zu. Bei dir klingt das etwas danach als hätte man das absichtlich gemacht. Das seh ich nicht. Die XP Rate ist einfach ne Zahl die in 3 sek geändert ist, wenn die Menge der Leute das kritisieren. MMORPG ist natürlich auch Grind, siehe BDO.
Leider ist es so das im Indie Bereich jeder sein eigenes Süppchen kocht, so hat man x Games die alle was haben aber allen fehlt Geld.