Gamescom 2010: Gothic 4 - Arcania: Überzeugende Technik in der fortgeschrittenen Version
Gothic 4 - Arcania erscheint Mitte Oktober, PC Games Hardware erhielt auf der Gamescom 2010 aber schon einen umfassenden Einblick in die fast finale Version der Rollenspiel-Hoffnung.
Rollenspieler, aufgepasst: Gothic 4: Arcania erscheint am 12. Oktober für den PC und die Konsolen. PC Games Hardware spielte auf der Gamescom eine weit fortgeschrittene Version, welche technisch einen guten bis sehr guten Eindruck hinterlässt. Producer Reinhard Pollice von Jowood gibt an, dass man aktuell in der Bugfixing-Phase stecke, die nachfolgend ausgeführten, kleineren Kosmetikmängel also nicht zwingend im Goldmaster stecken müssen.
Gothic 4 - Arcania: Engine
Das Rollenspiel wird von Spellbound entwickelt und basiert auf der "Vision 7"-Engine von Trinigy. Der DirectX-9-Renderer wurde stark erweitert und modifiziert: Die Arcania-Engine protzt mit Screen-Space Ambient Occlusion (SSAO), Godrays, hochauflösenden Soft-Shadows und Texturen, Bloom und FP16-HDR inklusive Tone Mapping, Depth of Field, Parallax-Mapping, Rim-Lighting sowie einer sehr gelungenen dynamischen Beleuchtung.
Quelle: Jowood
Gothic 4: Arcania: Das Feuer brennt optisch herausragend.
Gothic 4 - Arcania: Optik und Sound
Nachdem uns Jowood im Juli mit Gothic 4: Arcania in der Redaktion besuchte, sind einige Wochen vergangen. Damals hinterließ das Spiel bereits einen guten, wenn auch teilweise ungeschliffenen Eindruck. Spellbound verbrachte die vergangenen Wochen mit dem "Pollishing", der Bugfix-Phase nach der Integration aller Inhalte.
Quelle: Jowood
Gothic 4: Arcania: Schöne, weitläufige Landschaften zählen seit jeher zu den Stärken der Gothic-Serie.
Die Kurzfassung der Präsentation lautet: Gothic 4 - Arcania sieht in Bewegung fantastisch aus. Besonders die knackig scharfen Texturen wirken angesichts der Cross-Plattform-Entwicklung gleichermaßen euphorisierend wie befremdlich. Die Weitsicht gefällt durch eine zumeist saubere Darstellung bis zum Horizont und auch die Schatten zeigen keinerlei blockige Artefakte. Einzig der Übergang zwischen zwei unterschiedlich auflösenden Shadow-Maps (MIP-Mapping) ist mitunter sichtbar. Das Licht- und Schatten-Spiel in Kämpfen ist hingegen ein echter Hingucker: Feuerbällchen beleuchten die Umgebung und sorgen für dynamische Schatten, eine voll ausgebaute Feuernova grillt Feinde mit einer imposanten Partikelwolke. Feuer und Flammen gehören klar zu den Stärken der Engine - ebenso das Wetter: Regen fällt fein animiert nieder, allerdings zeigen sich Wasserflächen von seinem Einschlag ebenso unbeeindruckt wie wenn der - traditionell namenlose - Held hindurchschreitet.
Im Juli bemängelten wir noch die partiell flackernde Alphatest-Vegetation, die teils hölzernen Animationen sowie ein sporadisch auftretendes Grieseln des Bodens und aufpoppende Grasbüschel. Die erstgenannten Probleme sprangen uns nicht mehr ins Gesicht: Der Held und seine Widersacher bewegen sich flüssig, während ein aktueller PC der Vegetation mithilfe von Transparenz-AA die Ruhe lehrt. Einzig das Bodenflimmern, welches wie das Fehlen jeglichen MIP-Mappings aussieht, trat vereinzelt noch auf. Laut Pollice handelt es sich um ein Streaming-Problem. Sollte dieses ins finale Spiel finden, sind flimmerempfindliche Spieler auf mindestens 2x Supersampling-AA angewiesen.
Alles in Allem liefert die "Vision 7"-Engine einen überzeugenden Eindruck ab. Grafisch zählt Gothic 4 - Arcania definitiv zu den schönsten Rollenspielen des Jahres 2010. Gothic 4 ist unter anderem bei Amazon.de vorbestellbar. Werfen Sie auch einen Blick auf die Gothic-4-Arcania-Themenwebseite.

Grafisch hat das Game jedenfalls nichts mit dem Gothic-Stil zu tun aber das hat man ja bei Gothic 3 auch schon vergeigt! Damit will ich nicht sagen das die Grafik schlecht war/ist aber wenn der Stil passt wie zb bei Gothic 1&2 dann macht das Spiel gleich nochmal soviel Spass.(Minental)
Risen war zwar kein schlechtes Spiel aber Spielerisch viel zu geradlinig und vorausschaubar, man muss nicht großartig rumsuchen und die Welt durchstöbern sondern einfach stumpf seine Quests erledigen und dabei wird einem bis auf den Millimeter genau erklärt wo man hin laufen muss. Die Welt ist dabei knallig bunt und die Grafik wunderschön aber das ist nunmal nicht alles.
Bei Gothic 4 hab ich bis jetzt auch kein gutes Gefühl
Naja, ich komme noch aus dem Pen&Paper Bereich. Also DSA und AD&D noch wirklich mit Gruppen, Würfel und Charakterbögen. Das was Rollenspiele eigentlich erst bekannt gemacht hat. Ich habe über 7 Jahre aktiv, auch als Leiter, gespielt.
Ich erwarte von einem Spiel das man als Rollenspiel bezeichnet, einfach etwas mehr als die Jugend von heute die so etwas gar nicht mehr kennt. Dynamische Welten findet man kaum. Das ist eben ein bisschen mehr Programmieraufwand nötig.
Tut sie auch, aber meist nur im Kleinen, die Queststruktur verändert sich dadurch nicht grossartig. Das kann man natürlich schlecht finden, ich persönlich finde das nicht so tragisch. Kommt wohl drauf an was man von einem Rollenspiel erwartet.
Nein, Textwüsten müssen nicht sein, und ewig nach einem Schalter suchen will ich auch nicht. Aber eine dynamische Welt, die auf das was ich tue reagiert, kann man wohl erwarten.