Arc Raiders und Escape from Tarkov: Extraction-Shooter hätten ähnlicher sein können als gedacht
Arc Raiders verzichtet bewusst auf Spielerhandel und Auktionshaus. Loot, Crafting und Zufallselemente stehen im Vordergrund, während Escape from Tarkov stark auf den Flohmarkt setzt. Der ursprüngliche Plan sah allerdings anders aus.
Mit der Veröffentlichung von Arc Raiders im Oktober 2025 hat Embark Studios einen neuen Extraction-Shooter präsentiert, der sich rasch als ernstzunehmender Herausforderer für Escape from Tarkov etabliert hat. Trotz ähnlicher Grundmechaniken zeigt sich ein entscheidender Unterschied beim Handelssystem, der beinahe gar nicht da gewesen wäre.
Beinahe mehr gemeinsam als gedacht
Ursprünglich war geplant, ein In-Game-Auktionshaus in Arc Raiders zu implementieren. Spieler hätten so Gegenstände gegen Tokens kaufen und verkaufen können. Diese Funktion wurde jedoch gestrichen. Virgil Watkins, hauptverantwortlich für das Design des erfolgreichen Titels, erklärte in einem Interview, dass das Team bewusst auf den Handel verzichtet habe, um den Fokus auf das Spielerlebnis und die Entdeckungsfreude zu legen. Ein Auktionshaus hätte die Spielmechanik zu stark auf Währungstransaktionen reduziert.
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In Arc Raiders erwerben Spieler sämtliche Items direkt in den Shops von Speranza. Dazu gehören Waffen, Sprengstoffe, Heilmittel, Crafting-Materialien und Augments. Einen direkten Handel zwischen Spielern gibt es nicht. Das Spiel setzt stark auf zufällig generierten Loot. Jeder Raum und jede Truhe bietet neue Chancen, seltene Gegenstände zu finden, wodurch das Belohnungserlebnis im Vordergrund steht. Ein P2P-Handel würde diesen Aspekt deutlich abschwächen.
Escape from Tarkov nutzt einen Flohmarkt
Escape from Tarkov hingegen setzt auf den Flohmarkt als Kernmechanik. Dort können Spieler nahezu alle Items direkt untereinander handeln, was Crafting-Aufgaben und den Fortschritt erleichtert. Battlestate Games hat den Flohmarkt über Jahre optimiert und an Level-Beschränkungen gekoppelt, sodass etwa der Handel mit Schlüsseln erst ab Level 25 möglich ist.
Das Fehlen eines vormals geplanten P2P-Systems in Arc Raiders hat Auswirkungen auf die Spielerfahrung. Einerseits werden Crafting und Exploration gestärkt, andererseits bleibt die Möglichkeit zum sicheren Item-Handel innerhalb des Spiels aus. Ob Embark Studios zukünftig ein Handelssystem für Spieler plant, ist bislang nicht bekannt. Aktuell können tauschfreudige Raider sich allerdings direkt im Spiel auf einen Handel verständigen, indem sie Kontakt zu freundlich gesinnten Spielern via Proximity-Chat aufnehmen. Noch einfacher ist es im Team, da man sich vor einer Partie darauf verständigen kann, benötigte Gegenstände mitzunehmen. In beiden Fällen gilt allerdings: Die Beute muss natürlich durch eine erfolgreiche Extraktion gesichert werden.
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Quelle: via Games Radar
