Intel Arc B580: Erstaunlich unterschiedliche Marktpreise?
Intels neue Mittelklassegrafikkarte Arc B580 ist seit knapp einer Woche auf dem Markt und bei den Preisen zeigen sich interessante Unterschiede zwischen Deutschland und den USA.
Bereits kurz vor der Markteinführung von Intels Arc B580 offenbarte sich hierzulande eine recht hohe Preisspanne bei den Custom-Designs im Preisvergleich und auch im Ländervergleich gibt es noch weitere Auffälligkeiten. Abweichungen in der Struktur der Marktpreise zwischen Deutschland und den USA haben laut einer Analyse von 3DCenter.org "erhebliche Auswirkungen" auf das Performance-Preis-Verhältnis mit Hinblick auf die Konkurrenz von AMD und Nvidia. Demnach habe die Arc B580 in Deutschland gegenüber ihren Kontrahenten zwar ein gutes, aber auch nur selten überlegenes Performance-Preis-Verhältnis, anders als in den USA.
Dem Bericht nach hätten die Radeon RX 7600 und 6750 XT in Deutschland faktisch dasselbe Verhältnis von Performance zu Preis beim Raster-Rendering in Full HD und auch die Geforce RTX 4060 liege diesbezüglich nur geringfügig unterhalb der Arc B580. Auf das US-Preisniveau umgerechnet, wobei steuerliche Berücksichtigungen nicht erwähnt werden, soll die neue Intel-Grafikkarte aber mit teils deutlichem Abständen von 20 Prozentpunkten und mehr vorne liegen, wodurch sie in Übersee medial auch viel eher gelobt worden sei als hierzulande.
Intel Arc B580: In den USA günstiger
Dies soll an einem vergleichsweise hoch angesetzten Preis der Arc B580 im Euroraum liegen, deren umgerechneter Listenpreis eigentlich bei 282 Euro liegen sollte, während die deutsche Preisempfehlung bei 289 Euro liegt und der Straßenpreis in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit noch höher (im PCGH-Preisvergleich derzeit ab 309 Euro im günstigsten Angebot bei Notebooksbilliger für Acers Nitro Arc B580 OC, die wiederum bei einer UVP von 329 Euro angesetzt ist).
Auffallend sei mit Hinblick auf die Konkurrenz, dass sich besonders die aktuellen Nvidia-Grafikkarten in den USA klar an den Listenpreis halten würden, während dieselben Modelle hierzulande für deutlich weniger als den umgerechneten Listenpreis angeboten werden, heißt es in dem Bericht. So liege beispielsweise der deutsche Straßenpreis für die RTX 4060 bei 294 Euro und damit auf Augenhöhe mit Intels Arc B580. In den USA startet die RTX 4060 aber bei 300 Dollar, während die Arc B580 ab 250 Dollar gehandelt wird.
Intel Arc B580 hier teurer: Das ist der Grund
Zusätzlich zu der leicht höheren Preisempfehlung der B580 in Deutschland im Vergleich zu den USA soll demnach eine "sehr lebendige Einzelhändler-Szene" sein, "welche sich täglich bei den Preisvergleichen um den Bestpreis duelliert". Das macht sich bei den länger verfügbaren Nvidia-Grafikkarten eher bemerkbar als bei dem erst kurz verfügbaren Intel-Modell.
In den USA sei "das Geschäft hingegen weitgehend in den Händen sehr großer Anbieter wie Amazon, Bestbuy, Newegg und Micro Center, welche sich preislich augenscheinlich wenig bekriegen". Daher gebe es "viele Hardware bei Newegg auch viele Monate nach Release noch genau zum Listenpreis, während in Deutschland die Preise längst vom täglichen Preiskampf der Einzelhändler heruntergetrieben wurden", was bei dem sehr unterschiedlichen Preisbild zusätzlich zur abweichenden Preisempfehlung den Löwenanteil ausmachen soll.
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Und auch trotz Intel B580 und zukünftigen Veröffentlichungen der AMD RX 8000 / NVidia RTX 5000 Grafikkarten ändert sich der Kaufpreis kaum, ganz im Gegenteil, die Preise werden sogar noch erhöht !
Aber den richtigen Ansprechspartner findet man hier https://www.bundeskartell...
Preisabsprachen sind wettbewerbswidrige und unzulässige Vereinbarungen zwischen Herstellern verschiedener Waren und Dienstleistungen, um eine ganz bestimmte Preisstufe für ihre Produkte durch Höchstpreise oder Mindestpreise zu erreichen und zu koordinieren.
derzeit 479€ sind nicht schlecht, ... Alternativen <<500€ = Fehlanzeige
in KW48 wurden gut Grakas verkauft
(wann genau die Kunden Ihren Weihnachtseinkauf tätigen ist nicht bekannt, aber vermutlich in der 48.KW
haben Einige schon zugeschlagen)
Großer Nutznießer des Ganzen ist hier Nvidia, weil die Leute von heute scheinbar noch nichts von P/L-Verhältnis gehört haben und ihnen die Radeons im Vergleich zu des Geforces immer noch zu teuer sind.
Die Lagerhaltung richtet sich ja auch nicht immer nach dem Ist-Stand, sondern auch nach der Ankündigung von Lieferanten. Wenn die Verkäufe zurückgehen und ich vom Lieferanten nicht das Feedback bekomme, meinen Bestand halten zu können, senke ich die Preise auch nicht. Gibt mir der Lieferant das Signal das ich easy meinen Bestand erhöhen oder halten kann, kann ich die Preisschraube nach unten drehen und meine Verkäufe steigern. Ein Händler hält nicht gern seinen Lagerbestand hoch, denn das ist so gesehen totes Kapital. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die vielleicht auf höhere Preise spekulieren, da keine Bestände nachkommen und die Chance auf eine dann erhöhte Nachfrage besteht. Einem Händler ist es auch oftmals egal, welcher Hersteller da draufsteht, da er sich nur nach Verkäufe richtet. Das kann man gut bei den großen Händlern sehen und da unterscheiden wir uns nicht von anderen Ländern.
Die Arc hat ein ganz anderes "Problem"! Sie hat gerade viele Lorbeeren kassiert (zu Recht). Sie überrascht den Markt mit einem unerwartet guten Produkt, womit Händler auf den Zug aufspringen und sie teurer zu verkaufen. Damit nimmt man ein wenig den Hype mit. Das wird sicher in den nächsten Wochen/Monaten abflauen, je nachdem wie die Käuferschaft reagiert. Wenn man aber die Zahlen von Mindfactory sieht, hat die Arc in ihrem Bereich ein wenig überzeugt und konnte 5% Marktanteil erreichen.
Großer Nutznießer des Ganzen ist hier Nvidia, weil die Leute von heute scheinbar noch nichts von P/L-Verhältnis gehört haben und ihnen die Radeons im Vergleich zu den Geforces immer noch zu teuer sind.
Jetzt gibt es ein ganz ähnliches Problem mit den neuen Arc-GPUs, die eigentlich deutlich günstiger im Handel sein müssten...
In den USA sei "das Geschäft hingegen weitgehend in den Händen sehr großer Anbieter wie Amazon, Bestbuy, Newegg und Micro Center, welche sich preislich augenscheinlich wenig bekriegen". Daher gebe es "viele Hardware bei Newegg auch viele Monate nach Release noch genau zum Listenpreis, während in Deutschland die Preise längst vom täglichen Preiskampf der Einzelhändler heruntergetrieben wurden", was bei dem sehr unterschiedlichen Preisbild zusätzlich zur abweichenden Preisempfehlung den Löwenanteil ausmachen soll.
Gibts da nur einen Laden pro große Ortschaft womit die Menschen sich gebunden fühlen, oder ist dort das Internet auch noch immer Neuland?