Aquanox Deep Descent im Technik-Test: GPU-Benchmarks
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Aquanox Deep Descent im Technik-Test: GPU-Benchmarks

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Nachdem wir die Technologien in Aquanox Deep Descent vorgestellt haben, geht es nun ans Eingemachte mit Grafikkarten-Benchmarks.

Aquanox Deep Descent im Techniktest: 25 GPUs im Test

Wie bei jedem PCGH-Techniktest üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Selbstverständlich verwenden wir nicht die nächstbeste Zwischensequenz, sondern eine maßgeschneiderte Testszene. Diesmal kommt eine Mission recht am Anfang der Kampagne zum Einsatz. Wir sollen ein Schiff eskortieren und bekommen es an einer Stelle mit zahlreichen Geschütztürmen zu tun. Wir positionieren uns ins Zentrum des Waffenfeuers, fahren die Schilde hoch und halten die bewährten 20 Sekunden Stand. Danach wird der Spielstand neu geladen. Durch die zahlreichen Partikeleffekte ist diese Szene sehr anspruchsvoll. Wie immer kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce 456.71 WHQL und die Radeon Software 20.9.2. Im Falle der Geforce-Grafikkarten lassen wir Hardware-Accelerated GPU Scheduling, kurz HAGS, aktiviert. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. PCGH-typisch ist die Verwendung von maximalen Details.

Beachten Sie bitte, dass wir im folgenden Benchmark ausnahmsweise die WQHD-Auflösung standardmäßig einblenden. Hier wird das Grafikkarten-Testfeld besser aufgetrennt - in Full HD herrscht trotz unserer grafiklastigen Benchmarkszene mit Partikeleffekten ein recht hartnäckiges CPU-Limit. Selbstverständlich können Sie Full HD dennoch manuell einblenden.

Die Zahlen sind auch abseits des klar erkennbaren CPU-Limits interessant. Neben der durchweg mauen Radeon-Performance fällt das gute Abschneiden älterer Geforce-Generationen auf. Dieses Leistungsbild ist typisch für ältere Versionen der Unreal Engine 4, mit denen AMD-Grafikkarten tendenziell auf Kriegsfuß stehen. Nvidias Einfluss bei der Entwicklung der Engine ist hingegen unverkennbar, erklärt jedoch nicht, warum sich moderne Architekturen wie Pascal und Turing nicht unbedingt von ihren Vorgängern absetzen können. Ein Indiz für einen eher "traditionellen" Workload ist, dass sich die alte GTX 980 Ti (Maxwell, 2015) von der GTX 1070 (Pascal, 2016) absetzen kann - in den meisten neuen Spielen ist es umgekehrt.

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele -Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. In Einzelfällen, etwa bei besonders anspruchsvollen Spielen, weichen wir von diesem Credo ab und testen besonders flinke Varianten. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "RTX 2080 Ti" ist nicht "RTX 2080 Ti" respektive "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti" - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischenliegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

Aquanox Deep Descent im Techniktest: Die CPU-Performance

Laut Steam sehen die minmalen Anforderungen an die CPU sehr minimalistisch aus. Angegeben wird ein AMD A8-6600K oder Core i7-950. Empfohlen werden weitaus aktuellere Modelle wie ein Ryzen 5 1500X oder Core i5-6600K. Mithilfe eines AMD Ryzen 5 1600 haben wir uns die CPU-Performance in mehreren Spielabschnitten angesehen und können insgesamt Entwarnung geben. Selbst auf vier Kerne mit Simultaneous Multithreading (SMT) degradiert, liefert der Ryzen ausreichend Leistung um sogar in Gefechten noch auf über 50 Fps zu kommen. Die gefühlte Leistung liegt dabei noch ein Stück höher, was an dem eher ruhigen Gameplay von Aquanox Deep Descent liegt. Die Last haben wir mithilfe einer Auflösung von 1.280 × 720 Pixeln rein auf die CPU beschränkt. Die Auslastung über die Kerne ist ordentlich, SMT wird jedoch nicht sehr effizient genutzt.
Aquanox Deep Descent im Techniktest: Frametimes Quelle: PC Games Hardware Aquanox Deep Descent im Techniktest: Frametimes Die Frametimes wurden alle mit dem gleichen oben genannten Prozessor aufgezeichnet und zeigen verschiedene Spielabschnitte. Die meiste Zeit geht es ziemlich ruhig zu, die kleinen Ausreißer stammen aus einem Gefecht mit vielen Explosionen und Partikeleffekten. Vier CPU-Kerne sind demnach ausreichend, ab sechs ist die Performance optimal, auch bei älteren Modellen. Der Fokus für die Auslastung der Unreal Engine liegt hier ganz klar auf der Grafikkarte.

Aquanox Deep Descent im Techniktest: Fazit

Aquanox Deep Descent bietet für rund 30 Euro eine gute Unterhaltung und ansprechende Technik. Dazu sorgt das stimmungsvolle Unterwasser-Szenario für eine angenehme Abwechslung und eine dichte Atmosphäre. Die effektvolle, wenn auch nicht sonderlich beeindruckende Grafik bietet einige ansprechende Lichtszenarien und so manches hübsches Detail und fängt das Szenario gut ein. Die Story ist zumindest unterhaltsam, die gute Sprachausgabe (auch die deutsche Synchronisation ist recht ordentlich, wenn auch nicht direkt engagiert) in den gemalten Zwischensequenzen ist gefällig und die je nach Action zwischen rauen Gitarrenriffs, knackigen Trance-Beats und atmosphärischen Ambient-Klängen treibende musikalische Untermalung sorgt für Stimmung.

Es fällt aber auch auf, dass es sich bei dem Entwickler Digital Arrow um ein kleines Studio handelt und obendrein die Mittel begrenzt waren - auch wenn die Grafik durchaus nett ist, an vielen Stellen werden Ecken und Kanten offensichtlich, obendrein fehlt ein gewisser Schliff. Weitere Kritik verdient sich die KI, die sich zuweilen sehr dämlich und unglaubwürdig verhält. Gegner spawnen außerdem häufig im Rücken oder seitlich des Spielers, das mäßige Treffer-Feedback kann in solchen Situationen etwas frustig ausfallen, da nicht immer direkt offensichtlich ist, von welcher Seite Sie beschossen werden.

Generell wirkt Aquanox Deep Descent dem geringen Preis von 20 bis 30 Euro angemessen. Die gefällige Grafik, die Zwischensequenzen drumherum und die durchgängige Vertonung der Dialoge sind gar für diese Preiskategorie bemerkenswert, nicht wenige Indie-Titel und Community-finanzierte Projekte zu einem solch niedrigen Preis sind dahingehend deutlich sparsamer. Die eigentliche Action in den Gefechten geht zudem gut von der (Maus-)Hand, die unterschiedlichen Schiffe lassen sich sauber und ohne lange Eingewöhnungsphase steuern, verschiedene Waffensysteme und die nötige Haushaltung von Schilden, Hüllen-Hitpoints und den jeweiligen Reperatur-Kits sorgen für Abwechslung und gewissen Anspruch. Dazu können Sie auf die Jagd nach Ressourcen gehen, mit denen Sie Ihre Schiffe aufrüsten und auf Wunsch individualisieren, was durchaus für einige Motivation sorgt. Am meisten Spaß macht Aquanox Deep Descent mit ein paar guten Freunden. Diese können Ihnen beim Spielen etwas langwieriger, ruhiger Passagen mit Konversation die Zeit vertreiben und Ihnen bei den etwas frustigeren Gefechten mit chaotisch spawnenden Gegnerhorden effektiver zur Hand gehen als die etwas blödsinnig anmutende Team-KI.

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mkm2907 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Celinna
        anscheinend soll es aber kein Joystick Support geben hier hätte ich mir den gewünscht!
        Wie spielt es sich denn so mit Maus und Tastatur?
        Eigentlich sehr gut. Ich habe auch die beiden Vorgänger Versionen nur mit Maus und Tastatur gespielt. Es ist einfacher und genauer, zumindest für mich.
      • Von mkm2907 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Celinna
        anscheinend soll es aber kein Joystick Support geben hier hätte ich mir den gewünscht!
        Wie spielt es sich denn so mit Maus und Tastatur?
        Eigentlich sehr gut. Ich habe auch die beiden Vorgänger Versionen nur mit Maus und Tastatur gespielt. Es ist einfacher und genauer, zumindest für mich.
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Mal sehen ob die ein NoManSky pullen. Denke aber nicht.
      • Von HisN Trockeneisprofi (m/w)
        Versteh das nicht.
        Warum titelt ihr das Spiel "sehenswert". Scheinbar konntet ihr euch das Game schon vorab anschauen. Während die User das Game als Anno 2001 beschreiben von der Aufmachung her.

        Wer hat jetzt den Knick in der Optik? Der Redakteur oder die User?

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von ceramicx PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Rolk
        War das schon mal anders?
        Nee
      • Von CrimsoN 2.0 Volt-Modder(in)
        Also bin ein riesen Aquanox fan aber (siehe meinen Name) aber dieses Spiel ist eine frechheit sonders gleichen.

        Das Spiel hat für diesen Optik eine eher schlecht FPS Leistung wenn ich das so sagen darf.
        Sobald mehr als 2 oder 3 Schiffe ballern bricht es bei mir von 60/70 FPS auf 40 oder weniger FPS eins. Und dabei ballern die nur...
      Direkt zum Diskussionsende
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