Apple Mac: Neue Produkte mit Apple-Chipsatz M1 ab sofort bestellbar
Der iPhone- und Mac-Hersteller Apple hat auf einem Online-Event neue Geräte mit dem eigensentwickelten Prozessor M1 vorgestellt. Das Macbook Air und Macbook Pro mit 13 Zoll sowie der Mac Mini können ab sofort bestellt werden.
Seit dem 22. Juni 2020 wissen wir, dass Apple künftig auf Macs mit eigensentwickelte System-on-a-Chip setzen und dem bisherigen Lieferanten Intel mehrheitlich den Rücken zu wenden wird. Auf dem gestrigen digitalen Event "One More Thing" hat der Konzern bekanntgegeben, welche Produkte mit dem Apple-Chip zuerst ausgerüstet werden. Alle neuen Modelle mit Apple Silicon können ab sofort bestellt und sollen ab nächster Woche ausgeliefert werden. Hierzu zählt der neue Mac Mini, der den Apple M1 getauften System-on-a-Chip in sich trägt. Im Vergleich zum bisherigen Mac Mini aus dem Jahr 2018, den etwa der Intel Core i3-8100B mit vier Kernen ohne Hyperthreading aus der Serie Coffee Lake-S antreibt, soll der Mac Mini 2020 mit Apple M1 bis zu 3-mal schneller arbeiten können, verspricht der Hersteller.
Apple M1 mit Lüfter und wohl mehr Leistung im Mac Mini 2020 und im Macbook Pro 13 2020
Der Apple M1 ist ein auf dem ARM-Befehlssatz entwickelter Chipsatz, der acht CPU-Kerne und acht GPU-Kerne mitbringt. Laut Apple soll so der neue Mac Mini auch PC-Spiele wie Shadow of the Tomb Raider mit bis zu 4-mal mehr Fps darstellen können, als bei der vorherigen Generation. Der Apple Mac Mini ist ab sofort zum Preis ab gut 780 Euro mit verschiedenen Speichervarianten verfügbar. Im Einstiegsmodell sind acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256 Gigabyte SSD verbaut. An Anschlüssen stehen zwei USB-4-Ports mit jeweils bis zu 10 Gbit/s oder im "Modus" Thunderbolt 3 mit bis zu 40 Gbit/s, zwei USB-A-Anschlüsse mit jeweils bis zu 5 Gbit/s, einmal HDMI 2.0, ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, ein Ethernet-Port und ein Stromanschluss parat.
Neben dem Desktop-System Mac Mini hat Apple auch zwei verschiedene Notebooks mit Apple M1 präsentiert. Einmal gibt es ein neues Macbook Air und ein neues Macbook Pro. Das Macbook Pro mit 13 Zoll besitzt ebenso wie das Desktop-System einen Lüfter und soll so dem M1-Chip mehr Performance entlocken. Im Vergleich zum Macbook Pro 13 mit einer CPU von Intel aus der Reihe Coffe Lake U mit vier Rechenkernen - namentlich dem Core i7-8557U - soll der Apple M1 bis zu 2,8-mal schneller zu Werke gehen können. Hierbei sollen jedoch bis zu 17 Stunden Websurfen oder 20 Stunden Videowiedergabe möglich sein, verspricht Apple. An Anschlüssen wird ausschließlich auf USB-C gesetzt, wobei zwei Ports mit Thunderbolt 3 und USB 4 mit jeweils bis zu 10 Gbit/s daherkommen. Zudem verfügt das Macbook Pro 13 über das Magic Keyboard mit Touch-Leiste statt F-Tasten und Touch-ID. Preislich startet das Macbook Pro 13 bei gut 1.420 Euro und offeriert dafür acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte nicht-erweiterbaren SSD-Speicher.
Auch Macbook Air gibt's mit Apple M1 - Apps müssen emuliert oder angepasst werden, um starten zu können
Das zweite Notebook mit Apple M1 ist das neue Macbook Air, welches ebenfalls über einen spiegelnden 13 Zoll Bildschirm verfügt. Der leichte mobile Mac verzichtet auf einen Lüfter und ist ganz auf maximale Akkulaufzeit und Portabilität ausgerichtet. So gibt es hier keine Touch-Leiste oberhalb der Tastatur, sondern gewöhnliche F-Taste mit Doppelbelegung. Das Macbook Air mit 13 Zoll soll mit bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit beim drahtlosen Surfen auf Webseite die längste Batterielaufzeit eines Macbook Air bieten, ist sich Apple sicher. Der verbaute Apple M1 soll hier bis zu 3,5-mal schneller arbeiten, als das Macbook Air 2019, welches auf einen Intel Core i5-8210Y setzt, also einen auf Stromsparen getrimmten Prozessor der Reihe Amber Lake-Y. Das neue Apple Macbook Air mit 13 Zoll startet bei rund 1.100 Euro und bietet hierfür den Apple M1 mit sieben GPU-Kernen, acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD an. Wer den Apple M1 mit acht GPU-Kernen haben will, muss gut 1.370 Euro auf den Tisch legen.
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Der Apple M1 könnte zwar stromsparender werkeln als Intel-CPUs, aber das bringt eine andere Beschränkung mit sich. Für jede neue macOS-Version ab macOS 11 Big Sur ist eine manuelle Anpassung der Software mittels eines Board Support Package notwendig, damit der Apple-Prozessor ordnungsgemäß mit der neuen Betriebssystemversion umgehen kann. Dies liegt im ARM-Befehlssatz begründet, bei AMD- und Intel-CPUs hingegen ist nicht derartig viel Aufwand für die Softwarehersteller zu betreiben. Um auch x86-Apps auf einem Gerät mit Apples eigenem Chipsatz nutzen zu können, müssen diese via Rosetta 2 softwareseitig emuliert werden. Wie sich das auf die Performance auswirkt, kann nur ein Test zeigen. Alternativ können App-Entwickler ihre Programme auch nach dem "Universal 2"-Standard umprogrammieren, damit die Apps nativ auf einem Gerät mit ARM-SoC laufen können. Ausgleichen will Apple diesen Umstand damit, dass man Apps für iOS und iPadOS auf allen Geräten mit Apple Silicon benutzen kann, jedoch haben diese Endgeräte keinen Touchscreen. Alle Apps von Apple selbst laufen bereits nativ auf den Macs mit einem M1-Chip.
Ebenfalls lesenswert: Apple-Wechsel: Reaktion von Intel auf Abschied von x86-Plattform
Sammlung zum Mac Mini, Macbook Pro, Macbook Air mit Apple Silicon:
- Alle neuen Macs mit Apple Silicon können ab sofort bestellt werden und sollen ab nächster Woche ausgeliefert werden, so Hersteller Apple. Insgesamt drei neue Geräte mit dem Chipsatz Apple M1 hat das Unternehmen auf einem Livestream präsentiert.
- Der Apple M1 könnte zwar stromsparender werkeln als Intel-CPUs, aber das bringt eine andere Beschränkung mit sich. Schließlich muss jede App entweder softwareseitig emuliert oder umprogrammiert werden, damit man das jeweilige Programm auf einem Mac mit Apple Silicon starten kann.
- Das Desktop-System Apple Mac Mini und das Macbook Pro 13 besitzen einen Lüfter und können so mehr Leistung aus dem Apple M1 herausholen, als das lüfterlose Macbook Air.
- Die Preise starten bei gut 780 Euro beim Mac Mini, bei rund 1.100 Euro für das Macbook Air und bei 1.420 Euro für das Macbook Pro 13.
Quellen: Apple (Pressemitteilung), Apple (2), Apple (3), Apple (4)

Das 8+8 Big Little Design wird von AMD zerissen! Es gibt ein sehr gutes neues Interview dazu vom AMD CPU Designer. Tenor, nach vielen Beratungen hat sich AMD dagegen entschieden.
Im Linux Lager ist man ebenfalls enttäuscht. Die sheduler die die Aufgaben an die CPUs verteilen, sind gar nicht dafür ausgelegt. Alle Betriebssysteme Win10/Linux bevorzugen ein symmetrisches CPU Design.
Im Desktop hätte ich gerne volle Kerne, ja aber ich kann schon verstehen, dass Intel das macht. Man kann einen 16 Kerner verkaufen obwohl man eigentlich nur 8 große hat.
Und wo ist Wintel bei Tablets im Vergleich zu Android in Führung gegangen? Android hat gegen Apple verloren, nicht gegen die mind. doppelt so teuren Business-Modelle von MS. Langsame China Atom-Tablets mit Windows waren nie eine Alternative.
Bei MS gab es nie eine auch nur in Ansätzen vergleichbare Vielfalt an (nutzbaren) Apps. Dagegen ein paar wenige, aber (u.U. für Studenten) produktiv gut nutzbare, welche genau die HW des Surface Pro 3-7 nutzen, die es bei Android höchstens in wenigen Samsung-Tablets in ansatzweise vergleichbarer Qualität gab/gibt. Obwohl ich auch deren Pen nicht mit dem Surface Pen von Surface Pro 7 vergleichen würde.
Ob MS sowas mittlerweile in seinen APIs eingebaut hat, weiss ich nicht. Apple hat das auf der WWDC2020 (und vermutlich auch schon früher, hat mich aber nie interessiert) ganz klar beschrieben.
Der ARM hat zwar Vorteile durch die RISC-Orientierung, aber auch die CISC-Befehle haben Vorteile.
Anscheinend hat es Intel bis heute nur mit InOrder Atoms geschafft, die Leistungsaufnahme recht gering zu halten.
Das 8+8 Big Little Design wird von AMD zerissen! Es gibt ein sehr gutes neues Interview dazu vom AMD CPU Designer. Tenor, nach vielen Beratungen hat sich AMD dagegen entschieden.
Im Linux Lager ist man ebenfalls enttäuscht. Die sheduler die die Aufgaben an die CPUs verteilen, sind gar nicht dafür ausgelegt. Alle Betriebssysteme Win10/Linux bevorzugen ein symmetrisches CPU Design.
Zur Komplexität: Nach einigen Jahren Bulldozer ist selbst der Windows-Scheduler in der Lage, Kerne zu priorisieren, NUMA-fähige Kernel müssen schon sehr lange bestimmte Anwendungen bestimmten Kernen zuweisen können und Android, das wohl die Linux-Distribution mit der zahlenmäßig größten Verbreitung ist, hat meinem Wissen nach eine ziemlich gute big.LITTLE-Optimierung. Eine konsequente Optimierung für die neuen Intel-Chips ist das natürlich noch nicht und selbstverständlich motzen Entwickler immer, wenn sie etwas anderes als das simpelste Konzept umsetzen sollen. Aber die Sache ist ziemlich einfach: Microsoft verbaut Lakefield bereits, Windows on ARM setzt sich nicht durch und AMD hat für die Surface-Klasse nichts in der Pipeline. Die Microsoft-Entwickler müssen also eine vernünftige Unterstützung liefern, ob sie wollen oder nicht, weil die für Microsoft-Produkte zwingend benötigt wird. Damit ist das Henne-Ei-Problem vom Tisch und in den Zielmärkten der bislang besprochenen gemischten Alder-Lake-Konfigurationen hat Linux einen Anteil von maximal 2 Prozent, eher deutlich weniger, also wird sich die Hardware-Entwicklung nicht nach den dortigen Entwickler-Befindlichkeiten richten.
AMD hat asymmetrische Konzepte übrigens laut eigener Aussage fest im Blick und offensichtlich erst kürzlich wieder durchgerechnet. Das sie weiterhin darauf verzichten liegt daran, dass sie keine little-Architektur haben, die effizienter als Zen 3 ist und so etwas auch nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt ist, wenn man Befehlssatzkompatibilität will. Hier ist der Schritt für Intel leichter, denn die haben auch keine Big-Kerne auf Zen-3-Niveau
Zusätzlich ist mittlerweile Android+Tablet nahezu tot. Welche Entwicklung gibt es da denn noch? Wie gut kann man Android-Apps auf 10-12" bedienen, insb. ohne Speziallösungen von Samsung? Google hat das m.M.n. mittlerweile nahezu aufgegeben.
Zweitens soll der M1 eine ausgezeichnete Singlecoreleistung haben.
Das heißt, er braucht wenig Befehle, um eine Funktion in einem Kern abzuarbeiten.
Im Umkehrschluß kann er ein der gleichen Zeit viele Funktionen abarbeiten und schafft so mehr Leistung in der gleichen Zeit.
Für ein Notebook heißt das längere Akkulaufzeit und weniger Wärmeentwicklng.
Welche genaue ARM-CPU wird hier mit welcher x86-CPU für den Vergleich herangezogen.
In welchen Anwendungsfällten / Benchmarks ist eine ARM-CPU schneller?
Welche genaue ARM-CPU wird hier mit welcher x86-CPU für den Vergleich herangezogen.
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