Anno 117: Gameplay-Neuerungen
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Gameplay-Neuerungen
Neben der Technik fällt beim Anspielen schnell ein Gameplay-Aspekt auf, den es in der Reihe so noch nicht gab: das Göttersystem. Statt allein über Warenketten und Gebäude Einfluss auf die Zufriedenheit zu nehmen, bestimmen nun auch die Kulte die Entwicklung der Provinz. Römer und Kelten verehren unterschiedliche Gottheiten, deren Boni direkt ins Spiel eingreifen. Ein römischer Kult kann etwa den Wissenszuwachs beschleunigen und damit die Forschung effizienter machen, während ein keltischer Naturglaube Vorteile bei der Nutzung von Wäldern und Marschgebieten gewährt.
Das System funktioniert über Schreine und Tempel, die Glaubenspunkte generieren. Mit diesen schaltet man stufenweise Effekte frei - von Produktionsboosts über Handelsvorteile hin zu kulturellen Einflussmöglichkeiten. Besonders interessant: Der Kult ist nicht endgültig festgelegt. Je nach Situation lässt sich der Fokus wechseln, was der Partie zusätzliche Flexibilität verleiht.
Im Vergleich zu Anno 1800, wo Religion höchstens atmosphärisch mitschwang, ist dies ein deutlich spürbarer strategischer Eingriff. Der Glaube wird damit zu einem Werkzeug, das sowohl die wirtschaftliche Ausrichtung als auch die kulturelle Identität der eigenen Siedlungen prägt.
Quelle: PCGH
Der Discovery Tree in Anno 117 umfasst rund 115 Technologien und prägt mit Wirtschaft, Zivilwesen und Militär den gesamten Spielverlauf.
Forschung und "Discovery Tree"
Ein weiterer Punkt, der sich recht schnell bemerkbar machte, ist das neue Forschungssystem. Anstelle bloßer Aufstiegsstufen, wie man sie aus früheren Anno-Titeln kennt, gibt es nun einen verzweigten Discovery Tree mit rund 115 Technologien. Dieser ist in drei große Bereiche gegliedert: Wirtschaft, Zivilwesen und Militär.
Forschung generiert man nicht abstrakt, sondern über Gebäude im Stadtbild. Kleine Schulen oder größere Versammlungsstätten liefern das nötige Wissen, um neue Entdeckungen freizuschalten. Welche Zweige man dabei priorisiert, hängt stark von der eigenen Spielweise ab: Wer den römischen Weg wählt, investiert eher in Infrastruktur, wer die keltische Kultur stärkt, kann spezifische Boni aus dem Umfeld - Sümpfe oder Wälder - nutzen.
Damit unterscheidet sich Anno 117 deutlich von Anno 1800. Dort gab es zwar im "Land der Löwen"-Add-on ein Forschungsinstitut, das aber eher ein Endgame-Feature blieb. Der Discovery Tree ist dagegen von Beginn an präsent und prägt die Partie dauerhaft. Besonders interessant ist, dass manche Technologien an bestimmte kulturelle Voraussetzungen gebunden sind - nicht jede Entdeckung ist in jeder Provinz oder bei jeder Ausrichtung zugänglich.
Quelle: PCGH
Geordnete Wohnblocks zeigen die klare Struktur römischer Städte.
Militär und Belagerungen
Eine der größten Überraschungen ist die Rückkehr des Landmilitärs. Wo Anno 1800 nur auf Seeschlachten setzte, lässt Anno 117 wieder Truppen über das Schlachtfeld marschieren. Rekrutiert werden können Infanterie, Fernkämpfer, Kavallerie und sogar Belagerungsmaschinen. Die Einheiten sind nicht nur schmückendes Beiwerk: Sie können formiert und in Kämpfe geschickt werden und übernehmen beim Erobern von Siedlungen eine zentrale Rolle.
Die Belagerungsmechanik ist neu für die Serie. Statt nur einen Handelsposten zu zerstören, wie es in früheren Teilen üblich war, müssen Mauern eingerissen und Garnisonen überwunden werden. Palisaden lassen sich mit Feuer attackieren, Steinmauern hingegen nur mit Katapulten oder Onagern. Feldlager dienen als Ausgangsbasis für längere Belagerungen, inklusive Versorgung und Nachschub. Das alles wirkt im Umfang überschaubarer als in einem Total War, doch für Anno ist es ein massiver Schritt.
Summa summarum
Nach rund einer Stunde Anspielen auf der Gamescom hinterlässt Anno 117: Pax Romana einen starken Eindruck. Ubisoft Mainz bleibt dem altbekannten Aufbauloop treu, erweitert ihn aber spürbar um Mechanik, die bislang nicht zur Reihe gehörte: Landmilitär mit Belagerungen, ein vollwertiger Forschungsbaum und ein Göttersystem, das direkten Einfluss auf Wirtschaft und Kultur nimmt. Dazu kommen die technischen Fortschritte, die das Spiel auch optisch klar vor den Vorgänger stellen. Ob die Balance zwischen Aufbau und Strategie auch auf lange Sicht trägt, muss sich zeigen. Klar ist aber: Anno 117 wirkt wie der bisher ambitionierteste Serienteil und hat das Potenzial, Anno 1800 nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich abzulösen. Der Release am 13. November könnte damit zum Pflichttermin für alle werden, die Aufbau mit strategischer Tiefe verbinden wollen.
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Auf meiner privaten Kiste schaue ich mir dann aber auf jeden Fall die Kernauslastung an. Die hat sich zum Vorgänger hoffentlich merklich verbessert, sonst sehe ich schwarz für die CPU-Performance.
32GB Ram und einer RTX 5070TI bestückt.
Muss sagen auf diesen Komponenten lief es wirklich sehr flüssig.
Aussage vom Personal war aber das es mindestens eine GTX 1050TI sein sollte. Alles darunter wäre problematisch beim starten des Spiels. Die GTX 1050TI wäre aber die schwächste Karte gewesen auf der sie es noch spielen hätten können...