[PCGH-Ratgeber] CMF Phone 2Pro im Test: Für 249 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das CMF Phone 2Pro ist ein günstiges Android-Smartphone im London-Style mit solider Leistung, guter Kamera und langjährigem Sicherheits-Support. Ich habe das neue Smartphone für euch getestet.

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 CMF Phone 2Pro im Test: Für 249 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Quelle: PCGH-Ratgeber

Vor etwas weniger als einem Jahr hat die Londoner Smartphone-Marke Nothing die Budget-Preis-Linie CMF vorgestellt. Damals hatte ich das CMF Phone 1 und allerlei Zubehör im Test. Nunmehr ist das CMF Phone 2Pro als Nachfolger auf den Markt gekommen. Für 249 Euro bekommt man hier alles, was ein Handy können soll: ein schönes, großes Display, einfache Handhabe, gute Fotos und 3 Jahre Android-Updates sowie 6 Jahre Sicherheitspatches.

CMF Phone 2Pro: technische Details

  • Display: 6,77 Zoll, AMOLED, 120 Hz, HDR 10+
  • CPU: Mediatek Dimensity 7300 Pro 5G (8 Kerne)
  • RAM: 8 GiB
  • Speicher: 128 GB oder 256 GB (erweiterbar auf 2 TB mit TF-Karte)
  • Betriebssystem: Nothing OS 3.2 (Android 15)
  • SIM: Dual-SIM (kein eSIM)
  • Kamera: 50 MP + Ultra-Weitwinkel (8 MP) +Teleskop (50 MP), 16 MP vorne, 4K Videos
  • Sicherheit: PIN, Fingerprint
  • Akku: 5.000 mAh (kein wireless)
  • Gewicht: 185 g
  • Wasserschutz: IP54
  • Sonstiges: Essential Key/Space, True Lens Engine 3

CMF Phone 2Pro: Display, Material, Zubehör

Beim Material der Außenhülle setzt CMF by Nothing genauso wie beim CMF Phone 1 auf Kunststoff. Diesmal ist die Rückseite zweigeteilt. Oben findet man erneut den samtig angerauten Kunststoff, die untere Hälfte ist glatt und metallisch glänzend. Das gab meinem orangen Modell eine recht stylische Retro-Note. Dazu gesellen sich passend die auffälligen, silbernen Schrauben sowie die erhaben platzierten Kameralinsen.

Die Backplate ist im oberen Bereich matt und etwas angeraut, im unteren Bereich metallisch glänzend und glatt. Quelle: PCGH-Ratgeber Die Backplate ist im oberen Bereich matt und etwas angeraut, im unteren Bereich metallisch glänzend und glatt. Das 6,77 Zoll große AMOLED-Display liefert schöne, scharfe Farben. Mit einer Spitzenhelligkeit von 3.000 cd/m² kann man das CMF Phone 2Pro auch bei hellem Sonnenschein draußen nutzen. Wer mag, findet in den Einstellungen die Möglichkeit zu adaptiver Helligkeit. Das kann ich wärmstens empfehlen, denn so hat das Handy stets die passende Displayhellligkeit am Start. Mit 120 Hz Bildwiederholrate eignet sich das CMF Phone 2Pro übrigens auch fürs Zocken. Wobei natürlich klar ist, dass der Budget-Prozessor von Mediatek hier die flüssige Darstellung von Games bei höherem grafischen Anspruch beeinträchtigen kann.

Außerdem zehren die 120 Hz mehr am Akku als die 60 Hz. Einstellen kann man das nach Bedarf im Einstellungs-Menü. Wer nur surfen möchte, der kann auf die 120 Hz verzichten, wer zocken oder Filme schauen will, für den sind die 120 Hz quasi Pflicht.

Zubehör: auch Objektive!

Das CMF Phone 1 bot die Möglichkeit, das Gehäuse auszuwechseln, einen Stand oder ein Kreditkarten-Case am Gerät anzubringen. Das CMF Phone 2Pro entwickelt die Ideen der ersten Generation weiter. Die wechselbaren Gehäuse sind weggefallen, vermutlich auch, weil der Wechsel nicht so einfach vonstattenging, wie geplant. Dafür gibt es ein Cover, welches das Smartphone schützt und um einen magnetischen Adapter erweitert. An diesen wiederum könnte man eine passende Wallet nebst Stand anbringen. Zudem gibt es die Möglichkeit, ein Lanyard am Cover zu befestigen.

Richtig interessant ist aber, dass es Objektive zum Aufschrauben auf die Hauptkamera auf der Rückseite gibt bzw. geben soll. So könnte man die Smartphone-Fotografie um ein Makro- oder Fisheye-Objektiv erweitern.

Tatsächlich sind die genannten Zubehörteile aktuell zwar auf der Produktseite von Nothing gezeigt, aber bisher nicht im Shop verfügbar.

Akku und Performance

Der 5.000-mAh-Akku hält bei normaler Nutzung für Surfen, Social Media und Videos schauen bzw. Nachrichten schreiben gut zwei Tage. Wer sein Smartphone nur wenig nutzt, der kann damit sogar noch länger auskommen. Zudem kann der Akku auch beim neuen CMF-Phone dank 33-W-Schnellladung in etwas mehr als einer Stunde wieder vollgeladen werden. Voraussetzung dafür ist, dass man ein passendes Netzteil hat, denn das liegt dem Gerät nicht bei.

Kabelloses Laden ist auch mit dem CMF Phone 2Pro nicht möglich.

In Sachen Hardware werkelt ein Mediatek Dimensity 7300 Pro 5G mit 8 Kernen gemeinsam mit 8 GiB RAM im CMF Phone 2Pro. Der Prozessor ist eine neuere und etwas schnellere Version des Mediatek Dimensity 7300 5G, der noch im Phone 1 den Takt vorgab. Alles in allem ist das CMF Phone 2Pro hardwareseitig entsprechend dem Budget bestückt. Die CPU ist nicht High End und kommt in anspruchsvolleren Spielen mit 3D-Grafik nicht immer hinterher. Für die flotte Runde Brawl Stars taugt es aber völlig. Dort und auch beim Surfen, Videos schauen und anderen handelsüblichen Smartphone-Tätigkeiten ist das Phone 2Pro ein zuverlässiger Begleiter.

Der verbaute Speicher kann entweder bei 128 GB oder 256 GB liegen. Hier liegt dann auch der preisliche Unterschied zwischen 249 Euro UVP oder 279 Euro UVP. Dabei sind die 30 Euro für die doppelte Menge Speicher eine Überlegung wert. Ansonsten ist das CMF Phone 2Pro auch mittels MicroSD-Karte um bis zu 2 TB erweiterbar.

Bildergalerie

Fotografie mit dem CMF Phone 2Pro

Hinten sitzt eine Triple-50-MP-Kamera (Hauptkamera, Teleskop und Ultraweitwinkel), vorne die 16-MP-Selfie-Cam. Die Kameras liefern gute, scharfe Bilder. Es hilft hier die Truelens Engine 3, die mit KI und Ultra XDR für lebendige Farben sorgt. Es gibt verschiedene Modi, darunter auch den Profi-Modus, mit welchem Belichtungszeit und Co. manuell eingestellt werden können.

Die ansonsten vorhandenen Funktionen der Kameras entsprechen dem Standard. Selbstverständlich gibt es verschiedene Filter, mit denen man das Bild direkt beim Fotografieren beeinflussen kann. Dazu gehört auch die Retusche-Funktion beim Selfie. Hier hat man die Wahl zwischen keiner Retusche, Natürlich und Stark. Damit kann man das eigene Gesicht glatt um 10 Jahre jünger gestalten.

Mit dem Zoom der 20-fach-Zoom-Teleskop-Linse kann man theoretisch recht gut heranzoomen. Praktisch sollte man dabei extrem stillhalten, sprich am besten mit einem Stativ arbeiten. So richtig scharf sind die Bilder aber nicht. Der Zoom ist bis zweifach optisch, danach digital - und das merkt man auch. Die Makro-Fotografie, die ich noch beim CMF Phone 1 loben konnte, klappt beim neuen Phone nicht.

In der Summe ist die Kamera genau gut für alltägliches Fotografieren von schönen Dingen, erinnerungswürdigen Momenten oder zum Schießen von Selfies. Mit ein bisschen Liebe und dem Blick für besondere Momente gelingt mit dem CMF Phone 2Pro aber auch kunstvolle Fotografie.

Generelles Handling, Nothing-Style

Bei der Inbetriebnahme wird man gefragt, ob man den Standard-Android-Style oder aber das Nothing-Interface nutzen möchte. Für das volle Nothing-Feeling empfehle ich, den hauseigenen Stil einfach mal auszuprobieren. Der Schwarz-Weiß-Look ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber doch ziemlich cool. Man muss sich nur erst einmal daran gewöhnen, die meisten Apps anhand ihres Symbols zu erkennen. Grundsätzlich ist die Bedienung des CMF Phone 2Pro einfach und intuitiv. In den Einstellungen haben die meisten Punkte "Untertitel" anhand derer man umso schneller weiß, ob man hier findet, was man sucht. Wischgesten funktionieren wie gewünscht, und wer schon einmal ein iPhone in der Hand hatte, der wird feststellen, dass die Gesten recht ähnlich sind.

Das Betriebssystem ist wie bereits von Nothing/CMF bekannt nicht einfach Android 15, sondern das hauseigene Nothing OS 3.2. Damit ist das Betriebssystem bestens auf die Hardware abgestimmt. Zudem bietet Nothing regelmäßige Software- und Sicherheitsupdates. Erstere drei Jahre lang, letztere sechs Jahre.

Essential Space

Per Sprache aufgenommener Text wird sauber transskribiert und Fragen sogar direkt von der KI beantwortet. Quelle: PCGH-Ratgeber Per Sprache aufgenommener Text wird sauber transskribiert und Fragen sogar direkt von der KI beantwortet. Mit der Nothing-Phone-3a-Generation führten die Londoner den Essential Key sowie dazu passend den Essential Space ein. Dieses Feature hält nun auch beim CMF Phone 2Pro Einzug. Der Essential Key sitzt rechts an der Seite und gibt dem Nutzer den direkten Zugriff auf verschiedene Funktionen. Das grobe Ziel des Ganzen ist es, einen Ort und die Möglichkeit zu haben, Infos und Gedanken möglichst schnell und unkompliziert festzuhalten.

Wie funktioniert das?

Ihr seht etwas im Internet und möchtet das später gerne noch einmal näher anschauen. Also reicht ein Klick auf den Essential Key, um den Inhalt zu fotografieren, und mit einem weiteren Klick wird das Ganze im Essential Space abgespeichert. Euch fällt etwas ein, was ihr auf jeden Fall nicht vergessen wollt? Also drückt ihr den Essential Key lange, um ein Sprachmemo aufzunehmen. Man kann auch ein Sprachmemo zum vom Bildschirm aufgenommenen Inhalt hinzufügen oder bei Nutzung der normalen Kamera durch Betätigen des Buttons ein Foto von seiner Umwelt aufnehmen und das mit oder ohne Memo im Essential Space abspeichern.

Im Essential Space kann man seine Gedanken sortieren, sogar nach Ordnern. Außerdem sorgt hier die KI dafür, dass Sprachmemos transkribiert werden - man muss sich also nicht die eigene Aufnahme wieder anhören, sondern kann den Text lesen.

Die Umwandlung der Audio-Daten findet dabei laut Nothing komplett auf dem Smartphone selbst statt. Ich habe das für euch ausprobiert: Auch ohne Internetverbindung wurde mein Memo in Text umgewandelt.

Bisher ist es nicht möglich, den Text zu kopieren und dann beispielsweise in einer Nachricht zu versenden - auch, wenn die KI etwas anderes behauptet. Egal, wie lange man drückt, es wird nichts markiert oder kopiert.

Das Feature ist aber nach wie vor in der Entwicklungsphase. Die geht durchaus schnell voran, vor wenigen Monaten war das Erkennen der Sprache nur auf Englisch sinnvoll möglich, im jetzigen Test waren Deutsch und einige andere Sprachen hinzugekommen. Fertig ausgebaut ist der Essential Space, der kostenlos ist, ein interessantes Feature für alle, die gerne ihre Gedanken schnell und einfach sammeln und später sortieren möchten.

Die Möglichkeit, mit dem Essential Key, ähnlich dem Action-Button des iPhone 16, die Kamera zu öffnen oder andere Individualisierungen sind nicht angedacht. Ein Manko ist, dass man recht gerne auch mal ungewollt auf den Essential Key kommt und regelmäßig Screenshots macht, die man nicht machen wollte.

Passend zum CMF Phone 2Pro: die CMF Watch Pro 2

CMF Phone 2Pro: Testergebnis

Das CMF Phone 2Pro liefert im Vergleich zum Vorgänger etwas mehr Leistung und verbesserte Software. Bei den Kameras gesellt sich nun als drittes Objektiv das 50-MP-Teleskop hinzu, das bei optischem 2-fach-Zoom punkten kann. Die bis zu 20-fache digitale Vergrößerung ist eher eine Spielerei und wird spätestens ab zehnfachem Zoom eher pixelig. Für die Alltagsfotografie ist das neue CMF-Phone aber erneut bestens geeignet. Makro-Aufnahmen gelangen beim Vorgänger besser.

Das generelle Handling ist auch beim CMF Phone 2Pro wieder einwandfrei und intuitiv, von Gesten und Aufbau her ein angenehmer Mix aus Android-Standard und iPhone-Elementen. Der Essential Space ist interessant für alle, die gerne ihre Gedanken sortieren möchten. Da der noch in der Beta-Phase ist, darf man hier gespannt sein, was da noch alles kommt und verbessert wird. In der Summe liefert das CMF Phone 2Pro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet für 249 Euro (128 GB Version) ein Smartphone, das eigentlich alles zuverlässig kann, was der normale Nutzer braucht. In der PCGH-Ratgeber-Wertung erhält das CMF Phone 2Pro 3,5/5 Sterne.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lendrik Schraubenverwechsler(in)
        Für 249 Euro OK, aber IP54 ist mir zu wenig und kein kabelloses Laden ist auch nicht mehr zeitgemäß. Der Essential Key wird laut Test ständig versehentlich gedrückt und macht ungewollte Screenshots - das würde mich im Alltag tierisch nerven. Hätte man besser lösen müssen.

        Der MediaTek reicht für normale Nutzung, aber bei anspruchsvolleren Sachen merkt man halt, dass es kein Snapdragon ist. Schade dass der Test nicht mehr auf die Performance-Grenzen beim Gaming eingeht.
      • Von Lendrik Schraubenverwechsler(in)
        Für 249 Euro OK, aber IP54 ist mir zu wenig und kein kabelloses Laden ist auch nicht mehr zeitgemäß. Der Essential Key wird laut Test ständig versehentlich gedrückt und macht ungewollte Screenshots - das würde mich im Alltag tierisch nerven. Hätte man besser lösen müssen.

        Der MediaTek reicht für normale Nutzung, aber bei anspruchsvolleren Sachen merkt man halt, dass es kein Snapdragon ist. Schade dass der Test nicht mehr auf die Performance-Grenzen beim Gaming eingeht.
      • Von AatmaN Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hab ich das richtig verstanden, dass die Benutzeroberläche eher einem IPhone ähnelt als einem Android...?
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        So ewig doch nicht, mindestens das S22 hatte noch diese "Bixby"-Taste. Habe extra nicht Bixby genannt, weil eben Hersteller spezifische Bezeichnung.

        Ist "Geht heute immer" auf Wissen oder Vermutung zu dem getesteten Fon gebaut?
        Ich bezog mich auf den Test von V.M. und hätte es gern genauer (von der Testerin oder einem Besitzer) gewusst, weil jemand die Tage ein Fon in dieser Preisklasse gesucht hat.
        --- Schnipp ---
        "Die Möglichkeit, mit dem Essential Key, ähnlich dem Action-Button des iPhone 16, die Kamera zu öffnen oder andere Individualisierungen sind nicht angedacht."
        --- Schnapp ---
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von VulturesRevenge
        Dann erinnere ich mich, das Samsung auch so eine Extra-Taste hat. Die ließ sich damals allerdings erst nach dem einrichten von der "KI" ändern.
        Die extra Taste war Bixby. Ist aber ewig her.
        Zitat von VulturesRevenge
        Geht das vielleicht?
        Gibt es gar keine Möglichkeit, schnell an die Kamera zu kommen? Doppelklick irgendwo oder so ein Fotolinsen-Icon auf dem Sperrbildschirm hab ich auch schon gesehen.
        Geht heute immer. Man kann die Tasten konfigurieren.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Das ist wohl der Tatsache geschuldet, das irgendjemand beschlossen hat, die Dinger immer unhandlich dünner zu machen.
        Mittlerweile behelfe ich mir immer mit hardcase Hüllen, so das die Kameras wieder eben sind mit dem Case.

        Danke für den Test. Ich finde, der Kameratest kam etwas zu kurz.
        Ein paar Fotos im (Halb)dunkel und in s/w wären noch gut gewesen, um den Griesel bei zu wenig Licht und die Übergänge vom s/w zu beurteilen. Mit diesen typischen Testbildern vom 'dritten Programm' vielleicht. 🙂
        Dann noch, ob der optische Zoom wirklich bei den 50MP aktiviert werden kann oder nur bei einer geringeren Auflösung (welche wäre das dann? 12MP?).
        Sonst wäre die Kamera sogar deutlich teureren Geräten überlegen...

        Dann erinnere ich mich, das Samsung auch so eine Extra-Taste hat. Die ließ sich damals allerdings erst nach dem einrichten von der "KI" ändern.
        Geht das vielleicht?
        Gibt es gar keine Möglichkeit, schnell an die Kamera zu kommen? Doppelklick irgendwo oder so ein Fotolinsen-Icon auf dem Sperrbildschirm hab ich auch schon gesehen.
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