AMD stellt Ryzen für AM4 vor: Zen bekommt 3,4 GHz und mehr Basistakt [Update]
AMD hat die auf Zen basierende CPU-Generation Summit Ridge etwas genauer vorgestellt und infolgedessen erstmals einen kommerziellen Namen genannt: Zen-Prozessoren sollen mindestens die nächsten fünf Jahre unter dem Markennamen Ryzen vermarktet werden. Die Achtkerner erhalten zudem einen Basistakt von mindestens 3,4 GHz.
Update vom 14.12.16:
Im gestrigen "New Horizon"-Stream hat AMD zwei neue Details zu seinen Ryzen-CPUs bekannt gegeben. So wird das Gerücht bestätigt, dass die großen Summit-Ridge-Modelle mit acht Kernen auf eine TDP von 95 Watt kommen. Darüber hinaus verkündete AMD-CEO Lisa Su stolz, dass man das Ziel, die Leistung pro Takt (IPC) um 40 Prozent gegenüber Excavator (Carrizo, Bristol Ridge) zu steigern, übertroffen habe - um wie viel genau sagte sie nicht, wobei das am Ende auch von den Workloads abhängt. Wir haben den Originalartikel entsprechend ergänzt. Außerdem finden Sie ein Video aus dem Livestream, darin sieht man Battlefield 1 auf Ryzen im Vergleich zu einem Core i7-6900K. Battlefield 1 lief auf einer Titan X Pascal in Ultra HD und maximaler Spielgrafik. Die Fps sollen auf dem Ryzensystem ähnlich hoch sein wie auf dem Intelsystem.
Originalartikel vom 13.12.16:
Nachdem AMD bereits die grundsätzliche Architektur von Zen näher beleuchtet und im Rahmen der Veröffentlichung von Bristol Ridge für den OEM-Markt die AM4-Plattform gezeigt hat, folgen nun weitere Details zu den ersten kommerziellen Zen-CPUs. Die sollen unter dem Markennamen Ryzen im ersten Quartal 2017 erscheinen. Unter dem Codenamen Zen wurden die CPUs entwickelt - da dieser mittlerweile geläufig ist, wollte AMD ihn nicht wieder komplett verwerfen. Ryzen lehnt sich an (New) Horizon, zu Deutsch Horizont, an und erinnert auch an "risen". Mindestens fünf Jahre möchte AMD den Namen Ryzen nutzen.
Ryzen: 3,4+ GHz für Achtkerner und "Boost" statt "Turbo"
Auf seinem Tech Summit im kalifornischen Sonoma konnte AMD durchaus positive Nachrichten verkünden: Lagen die Basistaktraten bei den bisherigen Summit-Ridge-Engineering-Samples noch bei 2,9 bis 3,2 GHz, sollen die finalen Achtkern-CPUs einen Basistakt von mindestens 3,4 GHz haben - AMD deutete stark an, dass durchaus noch der eine oder andere 100er mehr drin ist. Zusammen mit einer IPC-Steigerung, welche die zuvor genannten 40 Prozent gegenüber Excavator übertreffen sollen, scheint AMD ein heißes Eisen im Feuer zu haben. Details zu Sechs- oder Vierkernern gibt es noch keine. Darüber hinaus soll ein intelligenter Boost-Modus greifen, welcher dem bisherigen Namen Turbo Platz macht. Der Boost besteht aus mehreren Komponenten, essentiell geht es aber darum, die Taktraten intelligent zu wählen. Summit Ridge erbt die zahlreichen Sensoren von Bristol Ridge, die Spannungen, Temperaturen und Last messen. Zudem sollen Nutzer verschiedene Taktkurven für mehr Leistung oder höhere Effizienz wählen können. Die TDP der Achtkerner liegt standardmäßig bei 95 Watt.
Ebenfalls Teil der sogenannten "Sense MI Technology" sind "erschreckend intelligente" Algorithmen für das Caching-System und die Zeilensprungvorhersage, sodass die benötigten Daten im Bestfall schon im Vorfeld geladen werden. Laut AMD handle es sich um ein kleines AI-Netzwerk innerhalb einer Zen-CPU, das mit der Nutzungszeit dazulerne. ÜBer die Extended Frequency Range soll sich der Prozessor selbst übertakten können - bisher boten solche Mechanismen nur Mainboard-Hersteller in ihren BIOS- beziehungsweise UEFI-Versionen.
Quelle: AMD
AMD stellt Ryzen vor: Zen bekommt 3,4 GHz und mehr Basistakt (14)
Quelle: AMD
AMD stellt Ryzen vor: Zen bekommt 3,4 GHz und mehr Basistakt (15)
Ryzen: Erste Chips mit Infinity Fabric als On-Chip-Interconnect
Was AMD auf den Folien zu Ryzen nur am Rande erwähnt, aber eine durchaus große Nummer darstellt, ist der sogenannte Infinity Fabric, der wiederum aus einem Control- sowie Data-Fabric besteht. Ersterer stellt die Logik hinter dem Ganzen dar, Letzterer die tatsächliche Verbindung. Der On-Chip-Interconnect soll komplett flexibel alle AMD-IPs mit kohärenter Bandbreite verbinden können, eine geringe Latenz aufweisen und für Multi-Sockel- sowie -Die-Systeme gerüstet sein. Extern wird er unter anderem durch CCIX ergänzt.
Da AMD mit dem Infinity Fabric keinen Interconnect speziell für jeden Chip mehr entwickeln muss, spart man einiges an Entwicklungszeit ein. Laut eigenen Angaben könne eine Chipänderung in einem SoC statt wie bisher in sechs Monaten in nur drei Stunden durchgeführt werden. Trotzdem wird der Interconnect für jeden Chip optimiert. AMD spricht von einer "Floor Plan Awareness", bei der der Control-Fabric unter anderem immer weiß, wie lang die Datenwege sind und welche Latenzen entstehen. Zudem werden Buffer individuell angelegt. Alles in Allem soll der Infinity Fabric kaum Chipfläche kosten, aber die Leistung in allen künftigen CPU-, GPU- und APU-Chips erheblich steigern und eben mehr Flexibilität bieten. Wichtig ist das vor allem für die Semi-Custom-Sparte.
Ryzen: Handbrake- und Blender-Demos
Ohne neue Demos ist die Zen-Präsentation nicht ausgekommen. Eine auf 3,4 GHz fixierte Summit-Ridge-CPU musste in Handbrake und Blender gegen einen Core i7-6900K mit Standardtaktraten und freiem Turbo antreten. Das Ryzen-Bild wurde auf beiden Prozessoren in etwa gleich schnell fertig gerendert, das Zen-Modell verbrauchte dabei aber rund 10 Watt weniger - bei einem nahezu identischen System können 10 Watt allerdings auch beim Mainboard hängen bleiben. Bei der Sockel-2011-3-Plattform werden gerne Zusatzcontroller eingesetzt, die Leistung aufnehmen. Erfreulich ist letztendlich, dass AMD jetzt sowohl einen Integer- (Handbreak) als auch einen Floating-Point-lastigen Benchmark (Blender) gezeigt hat.
Am Ende ließ AMD-CEO Lisa Su verlauten: "Zen is right on track hitting all goals". Aktuell befinde man sich noch in der Optimierungsphase, die Markteinführung ist für das erste Quartal 2017 angesetzt. Zu dieser Minute läuft übrigens AMDs Live-Stream "New Horizon", in dem es "ein oder zwei" neue Details zu Summit Ridge beziehungsweise Ryzen geben soll, welche auch die Fachpresse noch nicht erfahren hat.
Für all jene, die bei den Namen den Überblick verloren haben:
Wie heißt der Codename der CPU-Architektur? AMD Zen
Wie heißt der Codename der ersten Zen-CPUs? Summit Ridge
Wie heißt der Markenname der Zen-CPUs? Ryzen (z.B. Ryzen 9001)
Wie heißt der Name der Plattform für Summit Ridge und später folgende Prozessoren? AM4

Also daran scheitert es nicht ...
Also wenn AMD den 6 Kerner attraktiv nah am i7 4 kerner platziert könnten sie einige zum wechsel auf >4 Kerne bewegen, selbst wenn es etwas über der normalen Budget Klasse liegt (vgl. Gtx 970). Intel würde es schwer fallen die teure Enthisiast E Klasse preislich zu senken (Imageverlust). Bist der 6 Kerner im Mainstream kommt (Cannon lake 2018?) Wäre AMD in dem Segment allein.
Wenn man nun den 8 kerner etwas über dem I7 6 kerner platziert wird es echt schwer für Intel da dieses Jahr gegen zu steuern. Der Markt wartet/giert nach bezahlbaren 6/8 Kernern. Ich glaube schon dass da massig zugegriffen würde.
Du tust wohl nie verREISEN. Spricht sich so schwer aus im Ryzebüro
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Ja, das meine ich ja. Zen ist voll ok als Name. RyZen ist mir zu sperrig und in meinem gewohnten Dialekt einfach zu mühsam auszusprechen. Was danach an Zahlen- und Buchstabenkombination kommt, ist mir fast egal. Aber ein bisschen Logik dahinter wäre nett.
Es mag durchaus sein das der Bulldozer nun hier und da seine Stärken auspielen kann aber wer würde sich jetzt noch einen Bulldozer zulegen weil jetzt gerade die Anwendungen bzw. Spiele so langsam davon profitieren?
Ich hatte ja von dem ersten Release des Bullis geredet als analog zur kommenden Zen Generation.
Nicht das wieder hohe erwartungen gestellt werden aufgrund eines Blender Benches und in Spielen/Anwendungen kommt davon nix an.
Das meinte ich damit
GS6 via Web