Ryzen: AMD über Lebensdauer, Retail-Release und Kernzahlen
Die Kollegen von PC World haben sich mit AMD auf der CES über die Lebensdauer und die Veröffentlichungspolitik der kommenden Ryzen-CPUs unterhalten. Demnach soll die Architektur vier Jahre lang im Einsatz sein. Einen Paper-Launch soll es ebenso wenig geben wie eine Beschränkung auf Achtkernprozessoren.
Auch wenn AMD nicht besonders tief aus dem Nähkästchen geplaudert haben soll, konnten die Kollegen von PC World auf der CES doch einige interessante Informationen in Erfahrung bringen. Jim Anderson, Senior Vice President and General Manager der Computing and Graphics-Abteilung, ließ beispielsweise durchblicken, dass man keinen Paper-Launch plant. Das bedeutet: Wenn AMD die CPUs veröffentlicht, werden sie auch in größerer Zahl verfügbar sein.
In Anspielung auf Intels "Tick-Tock"-Politik, also der abwechselnden Veröffentlichung einer neuen Architektur und Fertigungstechnik, sagte Chief Technology Office AMDs Mark Papermaster, dass man bei Zen "tock, tock, tock" beabsichtigt. Insgesamt soll die Architektur vier Jahre im Einsatz sein.
Ursprünglich sah Intels Tick-Tock-Ansatz vor, dass alle zwei Jahre eine neue Prozessor-Architektur erscheint. Zuletzt hat Intel den Ansatz jedoch verworfen beziehungsweise entschärft. AMD hatte die Lebensspanne einer Architektur nie so eingegrenzt, doch vier Jahre fällt für AMD-Verhältnisse nicht unbedingt aus dem Rahmen. Bulldozer wurde beispielsweise Ende 2011 veröffentlicht und fand sich in überarbeiteter Form in Piledriver, Steamroller und Excavator wieder. Wenn Ryzen erscheint, hat die Architektur rund fünfeinhalb Jahre auf dem Buckel.
Darauf, welche Veränderungen Zen im Laufe der Jahre durchmacht, ging Papermaster nicht im Detail ein. Er ließ lediglich wissen, dass es wohl über Verbesserungen in der Fertigung hinaus geht.
In einem Video von der CES 2017 berichten die Kollegen zudem, dass zum Launch der Ryzen-Prozessoren ein "full spectrum" an CPUs verfügbar sei - und nicht etwa nur Achtkerner, die zuletzt allein im Fokus der Berichterstattung standen. Der Bericht verliert jedoch kein Wort darüber, welche Produkte das Endkundenportfolio zum Release umfasst.
Weiter heißt es im Video, dass man jeden Ryzen-Prozessor übertakten kann, das jedoch nicht mit jedem Mainboard möglich sei. X370-, B350- und X300-Platinen seien dazu in der Lage, solche mit A320-Chipsatz jedoch nicht. X-Fire und SLI sollen lediglich von x370-Platinen unterstützt werden.
Für die Veröffentlichung habe AMD "nicht das Ende des ersten Quartals" angepeilt. Ob man daraus eine Veröffentlichung im Februar ableiten kann, ist unklar. Aber man kann wohl zumindest davon ausgehen, dass die Amerikaner potenzielle Kunden nicht bis Ende März auf die Folter spannen. Mehr zu Ryzen lesen Sie auf der PCGH-Themenseite.
Quelle:PC World, Info World via Reddit

Wenn man das als Basis nimmt ist Intels "Grund"-Architektur nun schon sehr viel älter als die 2 Jahre und nur eben kontinuierlich verbessert worden. So wie ich das im Artikel verstanden habe, will man Zen auch kontinuierlich verbessern (Zen+?) und dann nach 4 Jahren eine größere Neuerung präsentieren? Wenn man das mit Intels Core vergleicht sind 4 Jahre schon eher kurz.
Oder verstehe ich das falsch und die nächste (kleinere) Zen Verbesserung kommt erst in 4 Jahren? Das wäre etwas lang.
Eine der nächsten Ausbaustufen sollte das beinhalten, so meine Hoffnung.
Aber ich frage mich, ob es wirklich noch Controller Karten braucht. TB3 ist auf dem Desktop mMn einfach (noch sehr lange) nicht nötig, bis man so Datenraten wirklich im Alltag braucht haben wir schon USB 4.0 oder noch neuer. Auch stellt sich mir die Frage, ob es wirklich so viele Sata-Schnittstellen braucht. Und selbst wenn, mit voller Geschwindigkeit nutzt man die so oder so nicht gleichzeitig.
Und beansprucht eigentlich nicht schon eine Grafikkarte 16 Lanes für sich wodurch bei Intel CPUs nichts mehr übrig belieben würde um die 24 Lanes des Z270 mit der CPU zu "versorgen"?
Zusammenfassend kann man sagen, dass AMD die volle Leistung von zwei ×4-Komponenten gleichzeitig bewältigen könnte (was sich aber ausschließlich für ein M.2-Software-RAID 0 nutzen lässt), Intel aber deutlich mehr von diesen anbinden kann. Zieht man eine typische Grundkonfiguration ab (×16 GPU, ×4 M.2, 2× USB 3.1, 6× USB 3.0, 6× SATA), dann bleiben beim X370 noch ×2 PCI-E 3.0 und 8× PCI-E 2.0, bei Intel 12× PCI-E 3.0.
von der8auer weiß ich, das intel 10 jahre lebensdauer angibt.
von der8auer weiß ich, das intel 10 jahre lebensdauer angibt.
Also wie Skylake --> Kabylake --> Cannonlake (Alles das selbe nur kleine Verbesserungen und Fertigungsverbesserungen)