AMD Zen + Vega: Benchmarks und Nacktaufnahmen der 400-mm²-APU in der Subor Z Plus
Ein chinesischer Youtuber hat die Subor Z Plus in die Finger bekommen, eine Spielekonsole mit einer Custom-APU von AMD mit Zen-CPU-Kernen und Vega-GPU. Ein Teardown offenbart das Kühlsystem und den nackten Prozessor, der knapp 400 mm² misst. Ebenfalls zu sehen: Benchmarks und Spielszenen.
Nachdem die Digital Foundry bereits ein Vorserienmodell der Subor Z Plus testen konnte, hat inzwischen auch ein chinesischer Youtuber ein Exemplar erhalten (via techpowerup.com). Chinesisch verstehen wir zwar nicht, interessant ist das Video aber vor allem wegen des Teardowns. Es zeigt zum anderen die Kühllösung: Zwei Radiallüfter saugen vorne Frischluft an und drücken sie anschließend durch einen vergleichsweise üppigen Kühlkörper, der die Wärme mittels vierer Heatpipes verteilt. Auch die acht GDDR5-Speicherchips und die Spannungswandler haben Kontakt zum Kühler. Die Abwärme wird schließlich hinten herausgepustet.
Fenghuang-Custom-APU ist fast 400 mm² groß
Zum anderen wird das Mainboard mit der nackten Custom-APU (Codename Fenghuang) samt dem GDDR5-RAM gezeigt. Die Aufnahmen sind besser als die bisherigen Bilder zum Abschätzen der Chipgröße. Vergleicht man den Die mit den GDDR5-Modulen, die jeweils 14 × 12 mm messen, kommt man auf knapp 400 mm² - realistisch sind circa 380 mm².
| Modell | Subor Z Plus | Xbox One X | PS4 Pro |
|---|---|---|---|
| Grafikeinheit | |||
| Architektur | AMD GCN Gen 5 (Vega) | AMD GCN Gen 4+ | AMD GCN Gen 4+ |
| Shader/SIMD/TMUs | 1.536/24/vmtl. 96 | 2.560/40/160 | 2.304/36/144 |
| Rasterendstufen (ROPs) | vmtl. 32 | 32 | 32 |
| maximaler GPU-Takt | 1.300 MHz | 1.172 MHz | 911 MHz |
| SP-Rechenleistung | 4,0 TFLOPS | 6,0 TFLOPS | 4,2 TFLOPS |
| Prozessor | |||
| Architektur | AMD Zen | AMD Jaguar | AMD Jaguar |
| Kernanzahl/Threads | 4/8 | 2 × 4/8 | 2 × 4/8 |
| maximaler CPU-Takt | 3,0 GHz | 2,3 GHz | 2,1 GHz |
| Fertigungsprozess | 14 nm FinFET (vmtl. GF) | 16 nm FinFET TSMC | 16 nm FinFET TSMC |
| Die-Size | geschätzt knapp 400 mm² | 360 mm² | unbekannt |
| Speicher | |||
| Typ | 8 GiByte GDDR5 | 12 GiByte GDDR5 | 8 GiB GDDR5 + 1 GiB DDR3 |
| RAM für Spiele | unbekannt | 9 GiByte GDDR5 | 5,5 GiByte GDDR5 |
| Frequenz | 4.000 MHz | 3.400 MHz | 3.400 MHz |
| Interface | 256 Bit | 384 Bit | 256 Bit |
| Datentransferrate | 256 GB/s | 326 GB/s | 218 GB/s |
Das GPU-Ergebnis im Time-Spy-Benchmark stimmt derweil mit jenem von der Digital Foundry überein: Circa 3.300 Punkte. Zusätzlich nennt der Youtuber den CPU-Score in Höhe von 3.159 Punkten, was insgesamt 3.288 Punkte ergibt. Im Fire Strike Extreme sind es 5.052 GPU-Punkte beziehungsweise 4.586 insgesamt. Damit läge die Vega-24-GPU mit 1.536 Shadern und einem maximalen Takt von 1.300 MHz zehn bis 20 Prozent hinter einer Radeon RX 480 beziehungsweise Radeon RX 580 - ein deutlich kleinerer Unterschied als es der Rohleistungsvorsprung der Polaris-GPU in Höhe von gut 40 Prozent vermuten ließe.
Der Cinebench R15 zeigt, dass ein einzelner CPU-Kern der Fenghuang-APU langsamer ist als beim Ryzen 3 2200G. Das liegt an dem festen Takt von 3,0 GHz. Das Multi-Core-Ergebnis fällt wegen des aktivierten SMT (8 vs. 4 Threads) wiederum höher aus. Es werden noch einige Spielszenen gezeigt, die sich ohne Angaben zu den Grafikeinstellungen allerdings kaum einordnen lassen.

Mehr geht nicht.
Und es sollte klar sein, dass es von AMD eine entsprechende 200mm² Mittelklasse GPU für unter 300 Euro geben wird, die das Gleiche kann.
Konsolen holen nicht mehr aus GPUs raus als Windows PCs. Das haben sie noch nie.
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HBM ist nicht teuer. GDDR6 ist teuer.
Das ist schon extrem heftig. Wenn AMD wollte, könnten sie tatsächlich in der nächsten Chipgeneration, wo ein CCX stolze 8 Kerne hat, mit einem zusätzlichen Grafikchip in der CPU Mittelklasse-Karten von Nvidia und alles darunter liegende, preislich zu Hackbraten verarbeiten...
Das einzige, was im PC-Markt den brutalen Riegel vorschiebt, ist die Tatsache, dass es da nur (im Vergleich) lächerlich langsamen DDR4-Speicher gibt und eine Umgehung des Problems durch HBM teuer wäre.
Edit: Wobei AMD durch den HBCC natürlich schon die richtigen Vorkehrungen getroffen hat
Funktionen die es bei PC APIs gar nicht gibt oder lange Zeit nicht gab bzw. in einem Umfeld gar nicht verbreitet sind, nennst du "konnten nicht mehr aus den Chips" rausholen und dann redest noch von OC.
Wie immer werden dann ganze Systeme gegeneinander gestellt.
Teilweise kann man Gott sei Dank auf DX12 und Vulkan zurückfallen.
Leistet dort GCN-Hardware immer das gleiche wie DX11 oder OGL?
Nein, also was gibt es zu diskutieren?
Du liest wie immer meine Kommentare nicht richtig. Ich hab jetzt schon zweimal geschrieben, die APIs konnten nicht mehr aus den Chips herausholen. Was tatsächlich in welchem Umfang gemacht wurde, ist eine andere Geschichte. Aber selbst hier reden wir von Performancezuwächsen von 5 bis 15%. Das ist das, was man auch mit simplem OC der gleichwertigen PC GPU herausholen kann.
Du wirst mir nicht ein Spiel zeigen können, in dem die Konsolenversion eine bessere Grafik als die PC Version mit dem GPU Äquivalent bietet.
Die One X sieht immer aus wie RX 580. 4K @ medium Details @ 30 fps - das schafft auch eine RX 580.
Die PS4 sieht immer aus wie HD 7850. Uncharted 4 ist voll von Low Quality Effekten (fransige Schatten etc.), die Rechenzeit sparen. Horizon nutzt prebaked Tageszeiten usw.
Die PS3 sah immer aus wie Geforce 7900. Hast du dir die PS3 Version von Crysis mal live angeschaut? Wie beschissen das aussieht? Und dann spiels mal mit einer 8800GT!
Wenn wir mal ganz weit zurück gehen: der Motorola 68000 in meinem Mega Drive konnte auch nicht mehr als der 68000 in meinem Amiga 500.
/Diskussion beendet. Ich hab meinen Standpunkt 3x klar gemacht und widme meine Lebenszeit jetzt wieder anderen Dingen.