AMD Ryzen: Was bringt mehr: Kerne, Takt oder Cache?

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AMD Ryzen: Was bringt mehr: Kerne, Takt oder Cache?
Quelle: AMD

Was bringt mehr bei Ryzen in Spielen: Kerne, Takt oder Cache? Diese Frage hat sich Techspot gestellt und zwei bei Spielern beliebte Zen-3-Modelle gegeneinandergestellt.

Sechs oder acht Kerne das ist bei scharf kalkulierten Budgets durchaus eine Frage, die beantwortet werden will. Was bringt also mehr: Kerne oder Takt? Die Frage hat sich Techspot mit zwei Zen-3-Modellen gestellt, und dazu auch ermittelt, was der L3-Cache damit zu tun hat. Die kurze Antwort lautet: "Cache ist King."

Der L3-Cache hat mit Abstand den größten Einfluss auf die erreichten 1%-Low-Fps im Test-Parcours mit 12 Spielen von Techspot. Takt und Kerne sind hingegen zu vernachlässigen. Wie immer gilt natürlich: "Your milage may vary". Nämlich dann, wenn man zum Beispiel neben dem Zocken noch streamen will. Wenn man allerdings nur aufs Zocken schaut, dann ist der Unterschied zwischen Kernen und Takt zu vernachlässigen. Anders beim Cache: Von 16 auf 32 MiB bringt bereits 21 Prozent mehr - auf 96 MiB sind dann noch einmal 25 Prozent drin.

Am Ende ist es eine Budgetfrage. Wer kann, sollte in jedem Fall zum Achtkerner mit 3D-Cache greifen. Das ist wahlweise der Ryzen 7 7800X3D oder das Vormodell Ryzen 7 5800X3D. Das Budget wird hier mit aktuell 364 Euro bzw. 277 Euro belastet. Damit hat man Reserven - auch für die Zukunft.

Die Sechskerner sind dann sinnvoll, wenn das Budget sehr strikt ist. Getestet wurde mit dem Ryzen 5 5600X / Ryzen 5600G, die mit 129 Euro bzw. 115 Euro ins Kontor schlagen. Das G-Modell ist nur dann interessant, wenn man die verbaute IGP höher gewichtet als der doppelte Cache des X-Modells. Beim X3D-Modell ist der Haken, dass ihm kaum beizukommen ist und damit scheidet er eigentlich als seriöser Tipp aus. Für unseren Test des Ryzen 5 5600X3D hatten wir einen US-Import organisiert.

Und so kommt auch Techspot zum Ergebnis: "Cache matters. Often more so than cores, when it comes to PC gaming performance." Wer sich für einen großen Vergleich der Pro-Takt-Leistung interessiert, kann einen Vergleich mit 14-CPU-Generationen bei uns finden.

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rennrakete
        Weil der zusätzliche L3-Cache keine hohen Spannungen und keine hohen Taktraten verträgt. Wenn du mit deinem PC allerdings auch weniger zockst, ist ein X3D ganz klar eine Fehlentscheidung.
        Nicht nur da ,es soll ja auch alte und neue Games geben die sich aus den Amd X3D gar nichts machen und voll auf Takt setzten .

        Zudem stimmt es schon das wenn man wie in den meisten Fällen den PC gemischt benutzt Preisleistungstechnisch bei Amd nicht die beste Harware bekommt .
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rennrakete
        Weil der zusätzliche L3-Cache keine hohen Spannungen und keine hohen Taktraten verträgt. Wenn du mit deinem PC allerdings auch weniger zockst, ist ein X3D ganz klar eine Fehlentscheidung.
        Nicht nur da ,es soll ja auch alte und neue Games geben die sich aus den Amd X3D gar nichts machen und voll auf Takt setzten .

        Zudem stimmt es schon das wenn man wie in den meisten Fällen den PC gemischt benutzt Preisleistungstechnisch bei Amd nicht die beste Harware bekommt .
      • Von Channel-Fiftynine Schraubenverwechsler(in)
        Das die allermeisten Games die ich zocke "Ein-Kerner" sind sind die schon mal raus.
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Es ist ja schon reichlich kompliziert geworden mit der Hardware und den ganzen Extrabauteilen. Jenseits von Registern und RAM. Es wundert mich nicht, dass Cache in Spielen mehr bringt. Wurde irgendwo schon mal ganz gut beschrieben, dass die CPU bei Spielen durch viele verschiedene Aufgaben rotiert und dabei natürlich auch durch entsprechend viel Daten und Programmcode rotiert. Wenn das alles näher am Rechenwerk liegt, profitiert die Anwendung davon.
        Beim Enkodieren oder Excel'n sieht der Programmcode so überwiegend ähnlich aus und dann müssen nur die Daten durch die CPU geschaufelt werden.

        Den absoluten Allrounder gibt es nicht und wird es auch nie geben. Da muss man auf Spezialisierungen zugreifen, ansonsten macht man immer Trade-Offs. Fahrzeuge sind ein toller Vergleich:
        - Große Transportkapazität: LKW
        - Hohe Geschwindigkeit+Beschleunigung: Sportwagen
        Beide haben kräftige Motoren (lasst es 8L Hubraum sein), aber am Ende wird das Drehmoment des Motors ganz anders auf die Straße gebracht. Der LKW wird trotz 10L Hubraum keine 300 km/h fahren und Sportwagen seine Schwierigkeiten mit 12 Tonnen Ladung haben. Ich wage mal zu behaupten: Ja, er würde sie gezogen bekommen, aber die Bedingungen wären wohl nicht förderlich für die Haltbarkeit der Komponenten.

        Also danke dafür, dass es direkt auf Spiele eingrenzt wurde und nicht der Universalprozessor gesucht wird. So diverse Tech Youtuber haben ja schon mal festgestellt, dass so ein Threadripper für Gaming nicht wirklich taugt. Damit wäre auch die Diskussion um die Kerne bereits beendet. 96 Kerne bringen bei Spielen nichts. Man müsste da 96 verschiedene Aufgaben ohne Abhängigkeiten und damit Wartezeiten schaffen. Oh Cinebench erfüllt das zufällig?

        Taktrate... naja. Wurde bereits erwähnt: Was nützt es, wenn die CPU ihre Aufgaben zügig abarbeitet und dann auf neue Daten aus dem RAM warten muss?

        Und Cache? Wenn die Anwendung komplett sowieso klein genug ist, um in einen herkömmlichen Cache zu passen, verschiebt sich das Problem wieder auf die beiden anderen Flaschenhälse.

        Vereinfacht und theoretisch.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ja der Ryzen 7 7800 X3D wird wohl doch meine neue CPU, 96 MB L3 werden und wird Einzug in meinen robusten blauer Stahl Käfig: Thermaltake Xaser III (ohne Fenster) nehmen. Da ist genügend Platz für fette Hardware drin und zugleich feiert er dazu noch 20 Jahre Jubiläum🌹. Die Technik habe ich jetzt auch wieder repariert, sodass die schöne Lüftersteuerung wieder volle Einsatzbereitschaft hat. Freue mich schon wenn das neue AMD System steht.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Wirklich bahnbrechende Erkenntnise, wow. Jeder der sich mit dem Kram beschäftigt konnte schon 1993-1997 mit P5, P55C, P6, K6-III und dem P6-Celeron die Wichtigkeit von Architektur(Befehlssätze/Register etc.), Cache, Cachetakt und Kerntakt sehen und gewichten.
        Die Skalierung mit Kernzahl dagegen hängt ohnehin in erster Linie von der Anwendung ab und kann mal groß, mal nicht existent sein.
        Schon damals konnte man aber auch sehen, dass Holzhammeroptimierung das Verhältnis vollkommen umdrehen konnte, so dass im Extremfall eine ältere Architektur mit weniger Takt und Cache schneller ist, als neuere mit mehr von beidem. Nicht mit der Brechstange angepasster Code sollte aber immer der klassischen Reihenfolge Architektur>Cache>Takt folgen.

        Schön ist aber, dass die alten Weisheiten immer noch gelten, genau, wie das oft totgesagte "Mooresche Gesetz".
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