AMD Ryzen: Roadmap bis 2022 geleakt - Rembrandt, Raphael und ein unbekannter Name

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AMD Ryzen: Roadmap bis 2022 geleakt - Rembrandt, Raphael und ein unbekannter Name
Quelle: AMD

Glaubt man einer geleakten Roadmap, so hat AMD in den kommenden zwei Jahren einiges vor. Künftig soll es demnach zwei APU-Familien geben, während sich bei den Prozessoren im kommenden Jahr wenig tut. 2022 soll es hingegen spannend werden: Möglicherweise will AMD dann erstmals alle CPUs als APUs, also mit integrierter Grafikeinheit, auf den Markt bringen.

Noch dieses Jahr will AMD mit den Vermeer-CPUs die Zen-3-Architektur auf den Markt bringen, und nächstes Jahr sollen die Renoir-APUs wohl durch den Nachfolger Cezanne abgelöst werden. Über die weiterführende Zukunft ist bislang aber nur wenig bekannt, und AMD gibt sich schweigsam. Hier muss man also auf Leaks zurückgreifen.

Rembrandt, Raphael, Warhol und der Van Gogh-Nachfolger

Ein ebensolcher Leak stammt vom Twitter-Nutzer Mebiuw. Dieser hat einen Teil der Ryzen-Roadmap veröffentlicht, der die Cezanne-APU und ihre neu eingeführte Schwesterfamilie Van Gogh bestätigt. Am Rand des Bildes sind zudem noch zwei weitere Architekturen zu sehen, die mit D und R beginnen. Mebiuw hat laut eigenen Angaben die komplette Roadmap parat, er wollte sie aber bislang nicht veröffentlichen.

Hier kommt Videocardz ins Spiel, die den Ausschnitt mit einem anderen kombiniert haben. Das Ergebnis ist eine Roadmap, die AMDs Pläne weitgehend verraten soll. Ob die Informationen echt sind, ist aber leider nicht sicher zu sagen.
Die von Videocardz zusammengesetzte Roadmap soll AMDs Pläne bis 2022 aufzeigen. Unklar ist, wie der Nachfolger von 'Van Gogh' heißen wird. Quelle: Videocardz Die von Videocardz zusammengesetzte Roadmap soll AMDs Pläne bis 2022 aufzeigen. Unklar ist, wie der Nachfolger von "Van Gogh" heißen wird. Laut der Roadmap sollen 2021 zuerst Cezanne und Van Gogh erscheinen und damit AMDs APU-Angebot stärken. Wie vermutet soll Cezanne dabei weiterhin auf die Vega-Architektur und die neuen Zen-3-Kerne setzen, wohingegen bei Van Gogh genau das Gegenteil der Fall ist: Hier gibt es eine dann brandneue Navi-2-GPU, wohingegen die CPU immer noch auf die letzten Juli vorgestellten Zen-2-Kerne setzt. Zugleich soll Van Gogh erstmals auch LPDDR5 und "CVML" unterstützen. Mebiuw vermutet hinter diesem Kürzel einen "Compute Vision & Machine Learning"-Beschleuniger. Eine solche Einheit würde gut zu AMDs Plänen für die RDNA-Architektur passen.

In der zweiten Hälfte von 2021 soll AMD dann die Vermeer-CPUs neu aufbrühen und als Warhol auf den Markt bringen. An Architektur und Fertigung soll sich dabei nichts ändern, es bleibt bei Zen 3 und 7 nm. Anfang 2022 wird es dann wieder spannender, denn es folgt die Rembrandt-Familie als Nachfolger von Cezanne und eine noch unbekannte Familie die mit "D" anfängt. Da AMD seine APUs nach Malern benennt gibt es hier nur eine eingeschränkte Auswahl, Da Vinci wurde aber bereits ausgeschlossen.

Auch spannend: A520-Chipsatz offiziell: Für Zen 2 und Nachfolger, aber kein PCI-Express 4.0

Bei den High-Performance-CPUs will AMD dann noch mit Raphael nachlegen - eine verpasste Chance um unserem Grafik-Guru Raffael endlich seine eigene Hardware zu spendieren. Ungeachtet der Namensähnlichkeit plant AMD mit den neuen CPUs offenbar einen Bruch mit dem bisherigen Vorgehen, denn als Feature der Familie ist "Nav..." zu erkennen. Das könnte für Navi und damit erstmals eine integrierte GPU stehen. Das entsprechende Kästchen ist aber anders gefärbt als die übrigen GPU-Architekturen, hier besteht also noch Klärungsbedarf.

Quelle: Mebiuw (Twitter) via Videocardz

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen +
        Ein Tippfehler, wie schlimm, ich werfe mich gleich von einer hohen Brücke!

        Zitat
        ich warte immer noch auf Antwort bzgl. monolithischer chips
        Ich müßte dazu erst mal erfahren was du da genau nicht verstehst.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen +
        Ein Tippfehler, wie schlimm, ich werfe mich gleich von einer hohen Brücke!

        Zitat
        ich warte immer noch auf Antwort bzgl. monolithischer chips
        Ich müßte dazu erst mal erfahren was du da genau nicht verstehst.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Theoretisch könnte man über den IF auch auf den Chiplet-Cache zugreifen, aber viel Platz wird da neben CPU-Daten nicht sein und im Gegensatz zu Intel-CPUs, die den L3 als LLC für alle Recheneinheiten nutzen, wäre der off-Chip L3 auch noch weiter weg als der RAM-Controller selbst, wenn auch natürlich viel schneller. Alternativ den I/O-Chip selbst mit Cache zu versehen würde das Design deutlich aufblähen – warum sollte man das für eine Desktop-IGP machen? Performance-kritische APUs brauchen sowieso wesentlich mehr Recheneinheiten und damit weiterhin einen eigenen (mutmaßlich monolithischen) Chip, während Raphael nur grundlegende Grafikausgabe benötigt, um den 40-Euro-Retail-Graka-Nachteil gegenüber Intel im Office-Bereich loszuwerden.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tech_Blogger
        Das + bei Pinnaclei ist aber eh nur Marketing, die Architektur wurde nicht verändert.
        UUUhh, da weiß wieder jemand mehr als wir!

        Pinnaclei?

        Bitte erleuchte uns

        Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen + ich warte immer noch auf Antwort bzgl. monolithischer chips

        BTW: Ein paar Navi oder Vega shader direkt im I/O wären doch was feines. Frage: Könnten die dann auf irgendeine Art cache zugreifen, falls das Sinn macht? Oder sind die wieder vom RAM abhängig? Ich denke eher letzteres, oder?
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Wenn die iGPU in der IOD sitzen würde, dann wäre sie bei dem MCM auch gleich näher am RAM.
        Mir persönlich würden da auch 2-4 CUs reichen.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Gerry1984
        1.) DIe GPU sitzt im I/O-Die --> Jeder Zen4 Raphael würde dann wohl mit iGPU ausgestattet sein
        Die Variante finde ich persönlich richtig genial und halte ich auch am wahrscheinlichsten, weil man dann beim CPU-Part immer noch für den Desktop und Serverbereich schön die gleichen Chiplets mit der gleichen Maske fertigen könnte. Was ein ziemlicher Kostenvorteil wäre, vor allem je mehr sie produzieren.
        Zusätzlich reicht ja wirklich nur eine GPU, die für Desktopanwendungen ausreicht sprich man mehrere Monitore ansteuern kann, die alle aktuellen Video Codecs beherrscht usw. da wird ja nicht viel Leistung benötigt und wenn man den I/O Die in Zukunft dann von Glofo wegbewegt und in N6 fertigt, kann man den vermutlich auch relativ günstig herstellen.

        Wird aufjedenfall spannend, ich freu mich schon drauf
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