Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

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Ryzen: AMD gibt BIOS- und Windows-Probleme zu
Quelle: PC Games Hardware

Die ersten Ryzen-CPUs in Form von Summit Ridge bringen in Spielen teilweise unerwartete Performance-Ergebnisse. Das hat AMD zugegeben und gibt Tipps, wie Nutzer die Leistung steigern können. Die gehen jedoch mit Einschränkungen in der alltäglichen Nutzung einher. Zudem erwartet AMD Besserungen, wenn die BIOS-Versionen reifen.

Die Anwendungsleistung von AMDs Ryzen-7-Prozessoren ist unbestritten hervorragend und muss sich keinesfalls vor der Intel-Konkurrenz verstecken. Nicht ganz so gut sieht es bei Spielen aus. Die Ergebnisse sorgen bei der nationalen und internationalen Presse noch für das eine oder andere Fragezeichen, da sie nicht konsistent ist. Selbst in Spielen, die viele Intel-Kerne auslasten können, bleiben die Ergebnisse teilweise hinter den Erwartungen zurück. Ein möglicher Grund ist die Kommunikation zwischen den CPU-Complexes (CCX) in den Ryzen-CPUs: Windows und Spiele sind noch nicht auf Zen ausgelegt und "wissen" daher (noch) nichts von der CCX-Bauweise. Werden Threads nun zwischen den CCX verlagert, könnte es zu Limitierungen innerhalb des Infinity Fabrics, der Kommunikationsschnittstelle, kommen.

Darauf deuten auch Tipps von AMD hin, wie Nutzer die Performance steigern können. Der Chiphersteller empfiehlt, die High Precision Event Timers (HPET) im BIOS zu deaktivieren. Damit werden in hoher Frequenz die Vorgänge innerhalb der CPU vom Betriebssystem überwacht, womit erst das OC-Tool Ryzen Master funktioniert - deaktiviert man HPET, muss man auf Ryzen Master verzichten. Darüber hinaus empfiehlt AMD, Ryzen-CPUs in den Windows-Energieoptionen auf "Höchstleistung" laufen zu lassen, wodurch unter anderem das "Core Parking", also das Schlafenlegen von einzelnen CPU-Kernen, vermieden wird. Tendenziell kommt es dadurch zu weniger Thread-Wechseln, was die Kommunikation zwischen den CCX vereinfachen könnte. Die Einstellung hat den Nachteil, dass sich die CPU im Leerlauf nicht mehr komplett heruntertaktet oder zum Teil schlafen legt. Das erhöht bei geringer Last die Leistungsaufnahme. Die Einstellung jedes Mal vor und nach dem Spielen zu ändern, dürfte nach kurzer Zeit nerven und ist daher bedingt praxistauglich.

Bessere Ergebnisse könnten noch herausgeholt werden, wenn Entwicklerstudios und Microsoft anfangen, Windows und Spiele für Ryzen zu optimieren (zum Beispiel die CCX-Bauweise beachten und Thread-Wechsel dazwischen vermeiden). Zu guter Letzt glaubt AMD, dass die Leistung mit neuen BIOS-Versionen noch steigen könne. Bis zur Ryzen-7-Veröffentlichung gab es gefühlt im Tagestakt neue Revisionen, welche teils deutliche Performance-Steigerungen brachten. Alles in Allem erweckt das jedoch den Eindruck, dass Ryzen ein bisschen mehr Zeit zum Reifen gut getan hätte. Ein Grund mehr, die Performance von Ryzen im Auge zu behalten, was PC Games Hardware selbstverständlich plant.

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    • Kommentare (227)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SKPC Freizeitschrauber(in)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Zitat von PCGH_Torsten
        Neue UEFI-Versionen gibt es quasi täglich und die Frage ist eher, was man überhaupt jetzt testen und in drei Wochen noch abdrucken kann. Leider kann einem kein Hersteller im voraus sagen, was das nächste Update noch bringen wird.
        Mit vernünftigen Changelogs entfällt das testen neuer UEFI-Versionen (auf Performance) in denen beispielsweise lediglich ein Schalter für die RGB-Beleuchtung eingebaut wurde. Jetzt ist es noch so, dass es täglich Updates gibt, in der Woche vor Abgabe kann man die UEFIs (der Boards, die ihr habt) ja mal testen, dann kann man die UEFI-Version daneben schreiben...
      • Von SKPC Freizeitschrauber(in)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Zitat von PCGH_Torsten
        Neue UEFI-Versionen gibt es quasi täglich und die Frage ist eher, was man überhaupt jetzt testen und in drei Wochen noch abdrucken kann. Leider kann einem kein Hersteller im voraus sagen, was das nächste Update noch bringen wird.
        Mit vernünftigen Changelogs entfällt das testen neuer UEFI-Versionen (auf Performance) in denen beispielsweise lediglich ein Schalter für die RGB-Beleuchtung eingebaut wurde. Jetzt ist es noch so, dass es täglich Updates gibt, in der Woche vor Abgabe kann man die UEFIs (der Boards, die ihr habt) ja mal testen, dann kann man die UEFI-Version daneben schreiben...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Neue UEFI-Versionen gibt es quasi täglich und die Frage ist eher, was man überhaupt jetzt testen und in drei Wochen noch abdrucken kann. Leider kann einem kein Hersteller im voraus sagen, was das nächste Update noch bringen wird.
      • Von cPT_cAPSLOCK BIOS-Overclocker(in)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Gibt es eigentlich schon Neuigkeiten? Wie läuft der Langzeittest? Gibt es schon neue BIOS-Versionen oder Patches und hat sich an der Performance schon was getan?
        gRU?; cAPS
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Zitat von Oberst Klink
        Gibt es eigentlich schon CPUs am Markt die inverses SMT beherrschen? Also dass sich quasi zwei Kerne zu einem zusammenschalten und so Anwendungen beschleunigen, die nur einen oder zwei CPU-Cores unterstützen, z.B. StarCraft2. Ich meine es gab mal Gerüchte, dass Skylake dies beherrschen soll.
        Dieses Konzept ist mir bislang nur in Gerüchten zu Bulldozer begegnet, eine praktische Umsetzung gab es meinem Wissen nach nie. Eine technisch sinnvolle Umsetzung ist aufgrund der engen Verzahnung von Kernbestandteilen auch kaum vorstellbar. Zusätzliche Kernvirtualisierungs-/Austauschebenen in die Pipelines einzufügen würde diese deutlich verlängern und somit eher Performance kosten, umgekehrt ließen sich die zusätzlichen Recheneinheiten bei tatsächlich schlecht parallisierbaren Aufwendungen nur für spekulative OoO-Berechnungen nutzen, die dann größtenteils wieder verworfen werden müssen. Ein höherer Turbo-Takt dürfte ähnlich viel aus dem zusätzlichen thermischen und energetischen Budget herausholen und erfordert keine zusätzliche Die-Fläche.
      • Von Beskarion Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Ryzen: AMD bestätigt BIOS- und Windows-Probleme

        Hab heute endlich den Rest vom neuen System bekommen.
        Mal schauen ob ich morgen schon alles zum Laufen bekomm. Wenns klappt gibts auch gleich nen Witcher 3 Bench
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