Ryzen 4000: AMD lässt sich angeblich Zeit, weil man es kann - düsterer Ausblick für Intel?

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Ryzen 4000: AMD lässt sich angeblich Zeit, weil man es kann - düsterer Ausblick für Intel? (1)
Quelle: PCGH

Ryzen 3000 soll sich weiterhin gut verkaufen, berichtet Digitimes. Mainboard-Hersteller sollen blendende Umsätze melden und sich viel vom Launch der B550-Boards erhoffen. Intels Comet Lake-S habe es dagegen schwer. Gerüchten nach habe AMD Ryzen 4000 sogar verschoben, weil der Vorgänger noch so gut läuft. Zulieferer hielten derweil wenig von den ständigen Planänderungen.

Wie der Branchendienst Digitimes melden, kommt es wegen der Coronakrise und wiederholten Anpassungen der Roadmaps weiterhin zu Verzögerungen. In der Lieferkette sei man davon wenig angetan, zumal sich Nvidia und AMD wohl zusätzlich in Geheimniskrämerei üben und die Zeitfenster ihrer nächsten GPU-Generation, Ampere und RDNA 2, hinterm Berg halten. Anscheinend gilt es zu verhindern, dass einem die Konkurrenz bei der Preisgestaltung zuvorkommt. AMD habe durch die Ryzen-3000-Serie immer noch Oberwasser, heißt es weiter im Bericht. Im Vorfeld des B550-Launchs reiben sich Mainboard-Hersteller offenbar schon die Hände.

Aus deren Umfeld habe man erfahren, dass sich Ryzen-3000-Prozessoren immer noch hervorragend verkaufen. Mit dem in Kürze auf den Markt kommenden Mittelklasse I/O-Hub, dem B550, werde sich dieser Trend fortsetzen. Ebenfalls nicht weit sei der neue Low-End-"Chipsatz" A520 als Nachfolger des angestaubten A320.

Ryzen 9 3900 XT, Ryzen 7 3800 XT und Ryzen 5 3600 XT kommen näher

Der Matisse-Refresh in Form des Ryzen 9 3900 XT, Ryzen 7 3800 XT und Ryzen 5 3600 XT, über den wir wiederholt berichtet hatten, stehe auch schon in den Startlöchern. Laut Bericht erscheinen die CPUs am 7. Juli 2020. Low-End-APUs auf Renoir-Basis sollen am 21. Juli folgen.

Intel habe sich zwar nach Kräften bemüht, Comet Lake-S noch im Mai auf den Markt zu bringen, dem Erfolg AMDs tue das jedoch keinen Abbruch. Sollte Intel in den nächsten Monaten keine Wunderwaffe mehr aus dem Hut ziehen, bleibt AMD laut Digitimes auf Wachstumskurs. Erste 10-nm-Chips von Intel sollen nicht vor Ende 2021 erscheinen - bis dahin könne AMD seinen Marktanteil bei Desktop-Prozessoren spielend auf 30 Prozent ausbauen.

Ryzen 4000 verschoben, weil Vorgänger noch liefert

Weiter hinten im Text liefert der Bericht noch mit das interessanteste Gerücht: Weil Ryzen 3000 so gut läuft und Comet Lake-S unter den Erwartungen geblieben sein soll, habe AMD beschlossen, die Lebensspanne von Zen 2 zu verlängern. Ryzen 4000 werde nicht mehr im September 2020, sondern erst im Januar 2021 erscheinen, wobei die Massenproduktion angeblich Ende des Jahres startet. Ob man das Zeitfenster nutzt, um gleich auf TSMCs 5-nm-EUV-Prozess umzuschwenken, wie schon spekuliert wurde, bleibe unklar. In einer erst kürzlich veröffentlichten Roadmap hatte AMD 7 Nanometer noch bestätigt.

Nun hätten Intels Planänderungen an der Desktop-Front die Geduld der Zulieferer in den letzten Jahren bereits stark beansprucht. Im Abseits stehend könnte Intel nun erneut durch Planänderungen bei den Akteuren in der Lieferkette anecken; dieses Mal, indem man das Tempo anzieht, mit dem man Produkte und Prozesse erneuert.

Mehr zum Thema: Zen 3 und RDNA 2: AMD bestätigt 7 Nanometer

Der Bericht von Digitimes schließt mit einer Aussicht auf den Launch der neuen GPU-Generation. Gerüchten nach erscheinen die Consumer-Grafikkarten von Nvidia - professionelle Ampere-GPUs wurden bereits vorgestellt - im August. AMD soll diesen Release abwarten und seine als "Big Navi" gehandelten GPUs im vierten Quartal 2020 veröffentlichen.

Quelle: Digitimes via Retired Engineer

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    • Kommentare (93)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Spannend wird es bei den APUs:
        Intel Xe-Grafik: Tiger Lake-U in Battlefield V mit 1080p bei 30 FPS - ComputerBase

        Wobei leider das eingebundene Video recht stark verpixelt ist.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Duvar
        Auch ein kleines Licht ebnet dir den Weg, wenn du verloren gegangen bist und bringt dich ans Ziel, aber ein großes Licht vermag dich und dein Portemonnaie gleichermaßen zu verbrennen, vor allem wenn dieses Licht 320W+ verballert^^
        Welche CPU verbraucht denn Stock 320W und mehr ?

        Ob das Licht zu klein, oder zu groß ist, ist beides schlecht.
      • Von Palmdale BIOS-Overclocker(in)
        AMD hat jahrelang mit Bulldozer rumgekrebst in den roten Zahlen. Intel mit einem Milliarden Budget und regelmäßigen Gewinnen daher zu unterschätzen und abzuwarten ist mindestens fahrlässig.

        Wenn man im Vorteil ist, sollte man diesen ausspielen. Intel kommt/schlägt definitiv zurück
      • Von gaussmath
        Ist ja auch letztlich egal. Für uns Gamer wird AMD mit Zen 3 und Big Navi bald zum großen Licht. Mir persönlich geht der Marktanteil von AMD im Datacenter periphär am Poppes vorbei.
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gaussmath
        AMD ist immer noch ein kleines Licht.


        Auch ein kleines Licht ebnet dir den Weg, wenn du verloren gegangen bist und bringt dich ans Ziel, aber ein großes Licht vermag dich und dein Portemonnaie gleichermaßen zu verbrennen, vor allem wenn dieses Licht 320W+ verballert^^
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