AMD verdoppelt die Preise bei Strix Point [Gerücht]

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AMD verdoppelt die Preise bei Strix Point
Quelle: AMD

AMD soll die Preise bei Strix Point mehr als verdoppelt haben, was sich auf die Preise von Endprodukten auswirken dürfte. Das könnte irgendwann auch die Handhelds wie Steam Deck und seine Klone treffen.

Im Zuge der Preisbekanntgabe eines Duo-OLED-Laptops von GDP kam eine Preisdebatte auf, die sich der Anbieter gefallen lassen musste. Doch da will man die Schuld nicht allein auf sich nehmen. AMD habe bei Strix Point die Preise für die APU im Vergleich zu Hawk Point verdoppelt, so der Anbieter. Man könne zwar keine genauen Zahlen nennen, aber das sei ein Grund dafür, warum Preise steigen.

Das GPD Duo kann mit Ryzen AI 9 370 HX (Test) oder alternativ mit Ryzen 7 8840U gekauft werden - ein Umstand, der den hohen Preisen von Strix Point geschuldet ist. Dadurch müsste nicht nur GDP überdenken, wie man die Produkte gestaltet, sodass sie wirtschaftlich bleiben und sich auch verkaufen. Die Strix-Point-Modelle sind zwar auch etwas besser ausgestattet, aber dennoch merklich teurer als Hawk Point.

GDP können keine konkreten Zahlen nennen, aber AMD habe die Preise mehr als verdoppelt. Das sorgt nun für eine weitere Debatte über AMD-Produkte, die schon bei Zen 5 leichte Fragen aufwirft. Die Desktop-Prozessoren sind zwar effizient, aber im Vergleich zur Vorgängergeneration nicht sonderlich attraktiv. Das geht sogar so weit, dass die Preise für die alten Modelle, speziell der Ryzen 7 7800X3D, steigen, während sie für Ryzen 9000 fallen.

Die Preise von AMD könnten dafür sorgen, dass Produkte wie das Duo oder die Steam-Deck-Klone teurer werden und damit auch generell aus dem Budget vieler Nutzer rutschen. Und gerade Produkte wie das Steam Deck und seine Klone sind eigentlich darauf angewiesen, dass es eine gesunde Nutzerbasis gibt, damit für Entwickler der Support interessant ist. Bevor jetzt aber AMD allein verdammt wird, muss auch ein Blick auf die Lieferkette geworfen werden. TSMC hatte etwa angekündigt, dass weitere Preiserhöhungen für die Fertigung von Produkten kommen werden.

Quelle: via X (Hoang Anh Phu)

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Und ein Steam Deck wäre mit Strix Point unter 1500€ nicht drin, denn da sollten dann mind. 32CU drin sein.
        Strix Point kann physisch keine 32 CUs haben.
        Dafür ist Stix Halo gedacht mit bis zu 40 CUs.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Und ein Steam Deck wäre mit Strix Point unter 1500€ nicht drin, denn da sollten dann mind. 32CU drin sein.
        Strix Point kann physisch keine 32 CUs haben.
        Dafür ist Stix Halo gedacht mit bis zu 40 CUs.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wie gesagt: Das waren nur die Summen für die Bearbeitung der Abfragen. Um Gewinn zu machen muss man vor allem die Erstellung des Angebots refinanzieren, nicht nur die Infrastruktur für dessen Roll-Out. Belastbare Zahlen zur Gesamtbilanz liegen mir aber nicht vor; das Risikokapital wird auch über mehrere Ebenen verteilt: Wenn Microsoft beispielsweise das Basismodell von Chat GPT bei Open AI lizensiert, könnte eine saftige Lizenzgebühr dort die Bilanz schnell mal ins schwarze ziehen. Die Implementationen in Windows, Office und Bing erfordern aber weiteren Programmieraufwand, jede Menge Training, ggf. massive Anpassungen an Datenschutz, eigene Deploymentkosten auf in diesem Fall sehr großer Breite und ähnliches, sodass die Gesamtrechnung "KI für User bereitstellen" weiterhin tief in den roten Zahlen stecken könnte. Man kann die Frage "wie rentabel sind 3D-Spiele?" ja auch nicht mehr Bilanz der Unreal-Engine-Entwickler beantworten.

        Die zukünftige Entwicklung kann ich auch nicht abschätzen. Abgesehen davon, dass der KI-Hype kaum zwei Jahre alt ist, "in 10 Jahren" also ein ähnliche Extrapolationsfaktor wäre wie "welche Autos fahren wir 2600?", hängt extrem viel von den Anwendern bereit, die bislang überwiegend nur Zuschauer waren. Abzusehen ist bereits jetzt, dass weitere Qualitätssteigerungen der Modelle gleichzeitig in exponentiell steigende Hardware-Kosten (vor allem beim Speicher, der sich nur langsam weiterentwickelt) und gleichzeitig einen abnehmenden Grenzertrag laufen. Das heißt die heutige Fehleranfälligkeit von KI wird uns noch lange erhalten bleiben. Es gibt aber genug Beispiele für vergleichsweise fehleranfällige Systeme, die zumindest von einigen Herstellern kommend gehyped werden – selbst in sicherheitskritischen Anwendungen, wenn man sich z.B. Fahrassistenzsysteme mit gelegentlichen Phantomnotbremsungen und lebensbedrohenden Lenkeingriffen gerade in kritischen Situationen (Baustellen, fehlende Markierungen) anguckt.

        Sollten die Verbraucher die Einstreuung erfundener Nachrichten, fragwürdige Rezepte, inhaltslose Videos, nutzlose Support-Systeme und vorgetäuschte Gesprächspartner in gleicher Weise akzeptieren, dann könnten schon in den nächsten Jahren in großem Stil bestehende, händisch abgestimmte deterministische Systeme, Ausbildungsprozesse und ganz einfach Mitarbeiter durch KI-Routinen ersetzt werden. Wenn dagegen von Chat GPT zusammenphantasierte Märchen auch in Zukunft gebrandmarkt werden, User und Unternehmen die so etwas verbreiten gecancelt, dann könnte die Blase auch komplett implodieren. Es ist ja nicht so als wäre für KI bislang ein generell neues Anwendungsgebiet gefunden worden. Bislang geht es immer um den Ersatz von Techniken, die weniger flexibel/eigenständig und deswegen auf kostspielige Menschen angewiesen waren. Ein selbstfahrendes Auto ist zum Beispiel nichts anderes als ein Taxi, ein KI-Suchergebnis nichts weiter als eine redaktionelle Zusammenfassung. Nur halt mit dem Unterschied, dass ersteres einfach mal auf der Kreuzung stehen bleibt und den Verkehr blockiert, letzteres einfach mal Bahnhof erzählt und beide kein Gehalt, keine Ausbildung, keinen Urlaub wollen. Das kann man als besseres oder als schlechteres Gesamtpaket sehen und ob die Mehrheit das macht oder nicht, wird sich zeigen.

        Ich erinnere hierbei an andere durchwachsene Digitalisierungskonzepte wie beispielsweise Touch-only-Bedienung im Auto, kassenlose Supermärkte mit Permanentüberwachung oder automatische Bestelldienste nach Auswertung des persönlichen Konsumverhaltens. Erstere hat sich bei der Mehrheit durchgesetzt, mittlere sind mangels Interesse am kämpfen und letzterer standen selbst die Digital Naives so misstrauisch gegenüber, das gar nichts daraus wurde. Persönlich ist mir KI bislang vor allem in Form von Spam bei Suchergebnissen, auf Video-Plattformen und (berufsbedingt) Foren-Anmeldungen begegnet. Das kam nirgendwo gut an und wird von Leuten betrieben, bei denen ich bezweifle, dass sich mit denen Milliarden verdienen lassen.
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        ... Wenn ich mich richtig erinnere, wurden allein die laufenden Kosten der Rechenzentren für ChatGPT 2023 auf 22 Millionen USD pro Monat = 250 Millionen pro Jahr geschätzt, während der Umsatz für dieses Jahr bei 200 Millionen lag. ...
        Danke! Du bist wie immer gut informiert. Das ist zwar, da die laufenden Kosten beileibe nicht alles sind, immer noch ein Verlustgeschäft, aber sie sind viel näher an der Gewinnzone, als ich dachte, ich hatte da andere Zahlen im Kopf, dann aber sien, dass da die bisherigen Gesamtkosten ins Verhältnis der aktuellen Einnahmen gesetzt wurde. Das kann man Analysten zeigen und das mögen einige verstehen und Wetten auf die Zukunft abschließen.

        Denken wir an Amazon zurück. Wie lange wurde da Geld verbrannt und was ist das Unternehmen heute wert. Aber auch Amazon wurde in der dot.com Blase massiv gerupft. Und genau das ist die Frage, platzt die Blase oder kommen schnell genug tragfähig Produkte, mit denen man verdient und nicht verbrennt.

        Die Zahlen von Nvidia und AMD sind durch erfreulich, bleibt immer die Frage, wie lange das anhält. Deutsche Firmen z.B., so las ich vor ein paar Tagen, haben den Zenit an Ausgaben für KI schon überschritten. Und da müssen jetzt Einsparerfolge kommen. Wenn VW z.B: gerettet würde, weil eine KI die Software für sie schreibt, wäre das ein Meilenstein.

        Und jetzt ist die offene Frage, wann KI-Produkte "durchstarten"? Dauert es noch zehn Jahre oder geht es nächstes Jahr los. Ich kann das rein gar nicht abschätzen und befürchte, die Hardwarehersteller würgen mit ihren meiner Meinung nach völlig überzogenen Hardwarepreisen die Entwicklung ab.

        Beispiel Amazon
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      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Na toll. Da baut endlich mal einer ein konsequentes, hochwertiges, kompaktes Notebook mit gutem Display und perfekter Anschlussausstattung, aber dann klebt ein extra teurer, zweiter Monitor hinten dran und es ist (natürlich, wieder) GPD, die konsequent QWERTZ verweigern.

        Zitat von Neuer_User
        Wenn die Hardware für KI-Anwendungen immer teurer wird, sinken die möglichen Erlöse aus der Technik weiter. Das größte Problem ist weiterhin, dass es keine Geschäftsmodelle gibt. KI ist eine wunderbare Sache, um bestimmte Fragen und Probleme zu lösen, aber wie verdient man damit Billionen, um die Kosten der Hardware wieder hereinzuholen?
        "AI" macht rein physisch einen überschaubaren Anteil von "Ryzen AI" aus. 80-85 Prozent der Kosten fließen in Hardware, die rein gar nichts damit zu tun hat; der dickste Brocken sind IGP und die zwölf x86-Kerne. (Reihenfolge abhängig davon, wie man die Caches zählt.)

        Zitat von Neuer_User
        Wie hoch sind die Gebühren dafür? Meines Wissen liegen sie bei 20,-$ im Monat. Dass der Mehrwert da ist, sehe ich genauso, das kann man sehr gut nutzen. Aber meines Wissens decken die Einnahmen noch lange nicht die laufenden Kosten, selbst mit Millionen Abonnenten werden sie nicht gedeckt sein. Aber vielleicht hast Du genauere Zahlen. Das wäre sehr interessant. Ich müsste mir mal den Geschäftsbericht der Firma unter die Lupe legen.

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        Wenn ich mich richtig erinnere, wurden allein die laufenden Kosten der Rechenzentren für ChatGPT 2023 auf 22 Millionen USD pro Monat = 250 Millionen pro Jahr geschätzt, während der Umsatz für dieses Jahr bei 200 Millionen lag. Leider konnte ich keine derartigen Schätzungen aus dem gleichen Monat finden und aufgrund der extrem schnellen Entwicklung im AI-Bereich skalieren sowohl Kosten als auch Einnahmen, der Vergleich ist also mit einer Prise Salz zu genießen. Es scheint aber gut möglich, dass ChatGPT mit jeder einzelnen Nutzung Verluste macht – was zur Konkurrenz passen würde, bei deren Kosten für die Bereitstellung kommerzieller Dienste teils viermal höher als die dafür berechneten Preise liegen sollen. Software-Entwicklung, Hardware-Kauf und Modell-Training sind mit ziemlicher Sicherheit Geldverbrennung in Reinform. Für 2022 waren die ausgewiesenen Verluste von Open AI fast 20 mal so hoch, wie der Umsatz. Sämtliche KI-Anbieter sind derzeit in einem Stadium, dass man im Drogenhandel als "anfixen" bezeichnen würde: Ein Produkt, dessen Nutzen für den Abnehmer fragwürdig erscheint, wird praktisch verschenkt in der Hoffnung, dass der Kunde sich so daran gewöhnt, dass man später deutlich höhere, sehr profitable Preise durchsetzen kann.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Für "KI" (NPU) muss man halt extra zahlen.
        Im Ernst, warum sollte es AMD anders machen als zum Beispiel Nvidia?
        So lange der Braten heiß ist, kann man auch mehr dafür verlangen.
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