AMD Naples: "Processor Cores matter"
Bisher war hauptsächlich Ryzen ein Thema in den Medien, was auch an AMDs bisheriger Taktik lag, die Zen-Desktop-Modelle zu bewerben - sowie deren Spieletauglichkeit. In einem Blog erwähnt man nun aber auch die Server-Plattform Naples, stellte die Menge der Kerne und die Sicherheit in den Vordergrund und erklärt, dass man im Zeitplan liegt.
Wenn AMD Ryzen nach jüngsten Gerüchten am 28. Februar vorgestellt wird, werden sich viele Augen darauf richten, wie gut die neue Architektur in Spielen im Vergleich zu Intel abschneidet. AMD hatte diesbezüglich selbst Hoffnungen geschürt und unter anderem Doom (2016) gezeigt. Die Zen-Architektur soll aber nicht nur Spielen Flügel verleihen, sondern auch verlorenen Boden im Serverbereich gutmachen und dafür wird nun geworben.
Und mit Naples, so der Name des neuen Premium-Produktes für Server, muss man viel Boden gutmachen, denn das Thema Server ist bei AMD seit geraumer Zeit vergleichbar mit der Atacama in Chile. Per Blog-Posting teilt AMD nun die Rückkehr mit, mit Gießkannen und Saatgut. Das Saatgut, das sind die Zen-Kerne, von denen Naples bis zu 32 hat, die bis zu 64 Threads ausführen. "Processor Cores matter", heißt es auch. Prozessorkerne sind wichtig, sinngemäß.
Dabei soll es auf dem Mainboard selbst gesittet zugehen. Ein bis zwei Sockel will man mit den Zen-Server-Prozessoren bestücken. Gegen Intels Systeme mit vier und mehr Sockeln will man sich - erst einmal - nicht stellen. Insbesondere die Systeme mit zwei Sockeln stehen dabei im Fokus. Angesichts moderner Virtualisierungsoptionen hält man das durchaus für eine Reihe von Anwendungen ausreichend und auch kostensparend. Daher sieht man die Systeme mit einem Sockel ebenfalls als durchaus konkurrenzfähig an. Zum Beispiel im Bereich Cloud und IT as a service.
Sobald die Vega-Grafikkarten erschienen sind, derzeit rechnet man mit der Computex 2017, sollen diese AMDs Serverangebot bereichern und so zusammen mit Naples ein rundes Bild abliefern. Vor der Computex wird man wohl auch keinen Naples-Prozessor sehen, denn sie sollen erst nach den Desktop-Versionen kommen, im ersten Halbjahr 2017, und AMD bekräftigt, dass es dabei bleibt. Das Produkt liege im gesteckten Fahrplan. Im Umlauf sind die ersten Prozessoren zu Testzwecken ohnehin schon.
Für AMD jedenfalls kann es nur bergauf gehen, wenn die neuen Prozessoren kommen, da man im Servermarkt quasi keine Rolle mehr spielt und der Konkurrenz das Feld überlassen hat. Bleibt zu hoffen, dass das Vorhaben gelingt, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.
Quelle: AMD

Im Server Markt wird es AMD noch schwerer haben als im Desktop Bereich. Intel ist dort seit Jahren etabliert und Firmen setzen lieber auf bewährtes, auch wenn AMD billiger seien mag. Für große Firmen spielt der Preis kaum eine Rolle.
Wollte das CERN nicht ein sein Rechenzentrum auf Naples umrüsten?
Effizienz schon eher (wobei hier weniger wegen des Strompreises, als wegen der Kühlung interessant), vorallem aber Zuverlässigkeit und Erfahrung/Wartung usw usf.
Da ist Intel nunmal führend. Kann sich mit AMD ändern, aber halt nicht über Nacht.
Wobei das nächste Projekt sich vor allem auch eine gute IO Anbindung, anstatt auf pure Rechenleistung konzentrieren soll. Denn viele datenintensive Anwendungen hängen an der Speicheranbindung. Da soll sich dann über SSDs (eventuell auch 3D-XPoint) und großen RAM bis zu 1,5 TByte/s in die vielen CPUs laden lassen.
Der bei uns an der Uni meinte letztens, das zwar Skylake wohl 20% schneller, aber dafür anscheinend doppelt so teuer werde. Da hatte ich ihn dann auf AMD und ZEN hingewiesen, worauf hin er meinte, das zur Zeit keiner seiner Kollegen daran denkt, auf AMD umzusteigen. Da wird eher darüber nachgedacht, ob man die Haswells nicht doch noch durch Broadwell ersetzt.
Effizienz schon eher (wobei hier weniger wegen des Strompreises, als wegen der Kühlung interessant), vorallem aber Zuverlässigkeit und Erfahrung/Wartung usw usf.
Da ist Intel nunmal führend. Kann sich mit AMD ändern, aber halt nicht über Nacht.
Doch, jeder Kern bearbeitet dort 4-Threads.
Aber wenn man lustig ist könnte man auch Fiji als 64-Kerner vermarkten (Eine Integer-ALU + 4x 512-Bit breite SIMD) mit einer noch höheren "Hyperthreading-Zahl".
Xeon-Phi ist aus dem erstmals gescheiterten Larrabee-Projekt entstanden, wo Intel versucht hat Grafikbeschleuniger zu bauen, dann aber eingesehen hat das man nicht konkurrenzfähig sein würde und es für reine Compute-Aufgaben veröffentlicht hat, wo extrem viele Threads zum Einsatz kommen und breite Vektoren verwendet werden, eben jener Markt wofür auch seit vielen Jahren auch GPUs verwendet werden.
Die Architektur-Balance ist im Vergleich zu klassischen CPUs aber natürlich stark unterschiedlich.