AMD: Naples heißt jetzt Epyc und bringt ab Juni 32 Zen-Kerne für Server
AMD verabschiedet sich von der Marke Opteron und bringt im Juni CPUs mit dem Markennamen Epyc in das Server-Segment. Als Basis dient Naples mit vier Zeppelin-Dies, also bis zu 32 Zen-Kernen. Wie das MCM-Package unter dem großen Heatspreader aussieht, hat AMD ebenfalls gezeigt.
Die großen Server-CPUs mit 16 bis 32 Kernen hat AMD bisher unter dem Codenamen Naples gehandelt. Im Rahmen des gestrigen Financial Analyst Days 2017 enthüllte der Chiphersteller erstmals den neuen Markennamen. Die auf Zen basierenden Server-CPUs firmieren unter Epyc, der verglichen mit Intels Xeon eine "epische" Leistung bieten soll. Ambitioniert sieht AMDs Versprechen auf jeden Fall aus. Schon im Falle von Ryzen hat AMD die alten Zöpfe mit FX und Athlon abgeschnitten. Jetzt folgt der Server-Bereich, in dem AMDs CPUs bisher Opteron hießen. Neue Markennamen veräußerlichen AMDs Absicht, den schlechten Ruf der Bulldozer-Architektur hinter sich zu lassen.
Für den kolportierten LGA-Sockel SP3 mit 4.094 Pin-Kontakten dienen die Zen-CPUs mit Codenamen Naples. Dieser bietet bis zu 32 Kerne (64 Threads) und basiert auf vier kleineren Zeppelin-Dies, wie sie AMD auch für Ryzen 7 und Ryzen 5 einsetzt. Dank dem Infinity-Fabric-Interconnect soll die Leistung trotz MCM-Bauweise (Multi-Chip Modle) nahezu linear steigen. Die physisch getrennten CPUs agieren auf dem organischen Package wie zusammengeschaltete CCX innerhalb eines Chips, wodurch sich AMD eine starke Skalierung erhofft. Die Bauweise hat drei entscheidende Vorteile: Viele kleine Dies sind wegen der besseren Ausbeute deutlich günstiger zu produzieren als wenige große. Zudem spart sich AMD die Entwicklung- und Validierungskosten für zusätzliche Dies. Die Markteinführung kann wesentlich schneller stattfinden.
Quelle: AMD (Screenshot: PCGH)
Naples-CPU ohne Heatspreader. Zu sehen sind die vier einzelnen Zeppelin-Dies
AMD verspricht, dass sich die Epyc-CPUs nur bei der Kernanzahl und dem Takt unterscheiden werden. Sämtliche I/O-Anschlüsse, Speicherkanäle und sonstigen Features sollen immer aktiviert sein. 16-Kerner müssen demzufolge schon mit vier Dies realisiert werden, bei denen jeweils vier Kerne deaktiviert sind. Darüber hinaus legt AMD keine getrennten Modelle für 2-Sockel-Systeme auf. Bei Intel gibt es in allen Bereichen strikte Trennungen.
Naples unterstützt 1- und 2-Sockel-Systeme, wobei AMD vor allem Intels 2-Sockel-Vormachtstellung mit 1-Sockel-Systemen stören möchte. Die Xeon E5 (aktuell max. 22 Broadwell-Kerne) mit zwei CPUs pro Mainboard (insgesamt 44 Kerne) sind am weitesten verbreitet, deren Leistung möchte AMD mit einem einzelnen 32-Kern-Epyc erreichen oder sogar übersteigen. Dabei hilft das Octo-Channel-Speicher-Interface, mit dem 16 RAM-Bänke angebunden werden können (bedeutet viel RAM), sowie die üppige I/O-Ausstattung inklusive 128 PCI-Express-Lanes. 2-Sockel-Systeme sieht AMD für High-Performance-Systeme vor. Rome wird Naples mit Zen2-Kernen in 7 nm ablösen - Gerüchten zufolge als Starchip mit 48 Kernen -, später folgt Milan mit Zen3-Kernen und in "7+" nm.


Gaming+ Streaming+Video Encoding und gleichzeitig vielleicht noch ein bisschen Folding@Home.
Natürlich nur in Verbindung mit ordentlich RAM.
So könnte man auch seine Vorteile aus einem 16Kerner für den Desktop ziehen.
Spiele sollten dann trotzdem sehr geschmeidig laufen.
Ein 2P System hat demnach 128(112) freie PCI3 Lanes. Das nenne ich ne Hausnummer.
Second AMD Naples Server Pictures and Platform Block Diagram 112 PCIe Lanes Exposed!
Interessant wäre, ob Threadripper auch 2P fähig wird.
Es gibt doch genügend andere spezialisierte Hardwareredaktionen und interessierte Individuen von denen solche CPUs getestet werden.
Und die letzte PCGH Kickstarter-Kampagne mit der ein Quadro P100 Testsample finanziert werden sollte hat offensichtlich auch nicht ihr ziel erreicht.
Wäre toll wen die PCGH Redaktion mal so eine CPU testen dürtfe, mich interessiert einfach was so eine CPU kann und wiel viel Leistung die hat
Was für den interconnent zwischen den CPUs abgezwackt wird sind PCIe-Lanes. Deren hat eine Epyc-CPU 128. In Systemen mit 2 solcher CPUs stehen dennoch nur 128 PCIe-Lanes insgesamt zur Verfügung weil jeweils 64 für die Verbindung zwischen den CPUs drauf gehen. Die Speicherkanäle bleiben davon unangetastet.