AMD Ryzen: Microsoft prüft Software-Probleme mit neuen CPUs
Verschiedenen Berichten zufolge hat Windows derzeit verschiedene Probleme beim Erkennen und Auslasten der neuen Ryzen-CPUs. Offenbar behandelt der Windows Scheduler die CPUs wie Bulldozer-Prozessoren, die noch kein SMT unterstützten. Microsoft möchte sich dieser Probleme nun annehmen und Updates zur Verfügung stellen.
Nach der Auslieferung von AMDs neuer CPU-Generation kam vereinzelt Ernüchterung auf: Während einige Anwendungen die Leistung des High-End-Prozessors 7 1800X optimal ausnutzen konnte, hinkt die Leistung in vielen Spielen hinter der von vergleichbaren Intel-Kontrahenten hinterher. Vieles spricht dafür, dass die Ursache dazu teilweise auch in einer mangelhaften Software-Unterstützung durch Windows zu finden ist.
Wie wir bereits andernorts berichteten, hat der Windows Scheduler in der aktuellen Version noch seine Probleme mit Ryzen: Da der Scheduler Ryzen offenbar wie Bulldozer behandelt, welcher kein SMT beherrschen, geht er davon aus, jeder Thread verfüge über 8 MiByte L3-Cache. Das ergäbe statt tatsächlich vorhandenen 16 MiByte L3-Cache 128 MiByte. Threads werden außerdem willkürlich zwischen den CCX ausgetauscht, was zu reichlich Ineffizienz führt.
Nachdem AMD bereits bekanntgegeben hat, dass die mangelnde Leistungsfähigkeit bei der fehlerhaften Software zu suchen sei, hat dies nun auch Microsoft erkannt. Auf die Nachfrage eines Twitter-Nutzers bestätigte das Unternehmen: "Ein neuer High-End-Prozessor bedeutet viele neue Bugs, die neutralisiert werden müssen! Wir prüfen dies und werden Infos in kommenden Updates zur Verfügung stellen."
Wann Nutzer mit diesen Updates rechnen dürfen, ist hingegen noch nicht geklärt. Immerhin ist nun klar, dass alle Beteiligten sich der Probleme bewusst sind und daran arbeiten, dass die Leistung der Ryzen-CPUs nicht durch mangelnde Software-Optimierung begrenzt bleibt.
5 Games On Ryzen 7 1700 8C/16T vs. 4C/4T (4+0) - YouTube
Scheint als würden Battlefield und Tomb Raider da starke Probleme mit haben.
Da würde ich vorher weitere Tests abwarten. Wenn nämlich Abhängigkeiten zwischen den Threads in den einzelnen CCXs bestehen und die Daten tauschen wird dieser Patch nicht so viel bringen und das ist zumindest bei Spielen eher die Regel als die Ausnahme.
Laut AMD soll das Windows Update 5-10% Mehrleistung bringen, mal schauen ob es wirklich so kommt, wenn dann noch was über das Bios an Mehrleistung möglich ist, wird eingekauft ?
Wie bereits in einigen News zu lesen war beginnt evtl. das Problem unter Win10 schon damit das der L3 Cache so erkannt werden könnte als hätte jeder Kern 16 MB und nicht 2 MB und die virtuellen Kerne evtl. wie physische vorhandene gehandhabt werden.
Wir wissen ja auch nicht ob dies nicht in Anwendungen auch auftritt aber evtl. nur abgemildert weil hier vielleicht die Last leichter auf die Kerne verteilt werden könnte als in Games?
Evtl. ist aber an alledem nichts dran, wir werden für verlässliche Informationen und Ergebnisse Geduld haben müssen.