AMD Mendocino: GPU offenbar deutlich schwächer als die des Steam Deck

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AMD Mendocino: GPU offenbar deutlich schwächer als die des Steam Deck
Quelle: AMD

Angeblich wird AMDs Mendocino-APU nur über eine sehr schwache GPU verfügen. Laut einer geleakten Folie wird der Chip nur auf 2 Compute Units und damit 128 Shader setzen. Beim Steam Deck kommen hingegen viermal so viele Recheneinheiten zum Einsatz.

Auf der Computex hat AMD unter anderem auch neue Notebook-APUs mit Codenamen Mendocino angekündigt, die sich insbesondere für günstige Notebooks eignen sollen. Durch einen niedrigen Stromverbrauch werden dabei Akkulaufzeiten von 10 Stunden in Aussicht gestellt und zumindest auf den ersten Blick scheint der verwendete Chip dem des Steam Deck zu ähneln.

Mendocino mit schwacher GPU?

Laut AMD soll Mendocino vier Zen-2-Kerne mit einer RDNA2-GPU kombinieren und dabei auf TSMCs 6-nm-Prozess setzen. Bis auf die Fertigung würde die Beschreibung damit gut zur Aerith-APU des Steam Decks passen: Diese kombiniert ebenso vier Zen-2-Kerne mit einer RDNA2-GPU, wird aber noch im 7-nm-Prozess gefertigt. Da AMD keine weiteren Spezifikationen verraten hat, war es eine naheliegende Annahme, dass sich die APUs deshalb sehr ähneln oder dass es sich sogar um einen direkten Shrink handelt.

Angeblich soll Mendocino stattdessen aber ein ganz neuer Chip sein, der zudem langsamer als die Aerith-APU sein wird. Dafür spricht zumindest eine anscheinend von AMD stammende Folie, die in China auf den Plattformen Wechat und Chiphell aufgetaucht ist. Diese zeigt genauere Spezifikationen des Mendocino-Chips: Demnach wird die verbaute GPU nur auf zwei Compute-Units und damit 128 Shader setzen. Dieser Wert wird zudem auch von der Website Angstronomics bestätigt. Das Steam Deck verbaut hingegen acht Compute Units und damit 512 Shader.

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Zu den Taktraten gibt es zwar keine Details, doch dürften diese am Kräfteverhältnis kaum noch etwas ändern. Falls die gezeigten Spezifikationen korrekt sind, wird Mendocino über deutlich weniger GPU-Leistung verfügen als das Steam Deck. Für Spieler wird die APU daher uninteressant, was somit wohl auch für den frisch angekündigten Handheld Ayaneo Air Plus gelten dürfte. Dieser soll den Chip anstatt der bisher verwendeten Ryzen-5000U-APUs einsetzen.

Auch spannend: Ayaneo Air Plus: Handheld mit RDNA-2-Grafik zu niedrigerem Preis als Steam Deck

Auch abseits von der GPU enthält die geleakte Folie noch einige spannende Details. So will AMD Mendocino offenbar nicht nur als Ryzen, sondern auch als Athlon auf den Markt bringen. Zudem ist die Rede von einem LPDDR5-Interface mit zwei Kanälen und von vier PCI-E-3.0-Lanes, die beispielsweise für eine M.2-SSD verwendet werden könnten.

Quelle: via Videocardz

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von juko888
        naja, gestern oder vorgestern kam ein bericht zu einem sehr günstigen konkurrenten für das steam deck, der diese apu nutzen soll. genauer gesagt das aya neo air plus. vermeintlich soll das 289 euro-gerät (glaube das war der preis) eine zumindest ähnliche leistung wie das steam deck bieten, was hiermit wohl sehr deutlich widerlegt wäre - sofern die aktuellen angaben stimmen.
        Ähnliche Leistung ist ziemlich schwammiges Marketinggewäsch. Selbst das Darstellen eines 10 Jahre alten Games in 480p und 20 fps ist ja irgendwie "ähnlich"
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von juko888
        naja, gestern oder vorgestern kam ein bericht zu einem sehr günstigen konkurrenten für das steam deck, der diese apu nutzen soll. genauer gesagt das aya neo air plus. vermeintlich soll das 289 euro-gerät (glaube das war der preis) eine zumindest ähnliche leistung wie das steam deck bieten, was hiermit wohl sehr deutlich widerlegt wäre - sofern die aktuellen angaben stimmen.
        Ähnliche Leistung ist ziemlich schwammiges Marketinggewäsch. Selbst das Darstellen eines 10 Jahre alten Games in 480p und 20 fps ist ja irgendwie "ähnlich"
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Die können Mendocino ruhig auf dem Mainboard verlötet vermarkten, bei AM1 war der Sockel eh etwas sinnbefreit, weil es bei der APU eh keine große Auswahl gab.
        Wenn, dann macht eh nur der volle Mendocino Sinn, Mainboards mit einem Dualcore wären Rohrkrepierer.
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Wenn das Verhältnis 1:4 bei den Shadern auch 25% der Leistung bedingt, dann dürfte ein Handheld auf dieser Basis etwa auf dem Leistungsniveau der Switch sein.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AMDs Mendocino (bitte nicht mit Intels verwechseln) ist nicht gesockelt. Ihm fehlt also die eine Besonderheit, die AM1-CPUs von anderen Angeboten dieser Leistungsklasse abgehoben hat.

        Zitat von perupp
        Die GPU reicht doch vollkommen für ein Office Notebook, Sie ist primär auf wenig Stromverbrauch getrimmt, wo ist das Problem?
        In einem Office-Notebook könnte sich das gegenteilige Problem stellen: Warum sollte man für so ein Gerät 50 Prozent der Graikleistung eines High-End-Gaming-Handhelds bezahlen? Bei vergleichbarer Grafikleistung sind das bislang weitaus stärkere CPUs üblich. (Ich sage bewusst "üblich" und nicht "sinnvoll". )

        Allerdings muss man bei Einsteiger-Mobil-Chips ohnehin immer die Endgeräte abwarten. Power- und Wärmebudget haben teils mehr Einfluss als die Recheneinheiten und auch der Prozessorreis ist nur noch ein keinerer Faktor in der Gesamtrechnung.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Wäre der ideale Nachfolger für AM1.
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