AMD: CPU-Marktanteil im Passmark steigt dank Ryzen
In den letzten drei Jahren musste AMD in Sachen Marktanteile deutlich gegen die Intel-Konkurrenz zurückstecken. Mit Ryzen scheint sich das Blatt allerdings wieder zu wenden. Laut Passmark konnte AMD im ersten Quartal des Kalenderjahres 2017 mehr als zwei Prozent von Intel abknöpfen.
Darf man den Zahlen des CPU-Benchmarks Passmark Glauben schenken, so hat AMD erstmals seit Jahren wieder wichtige Marktanteile von Intel zurückerobert. So wuchs der Marktanteil von AMD um insgesamt 2,2 Prozent seit dem letzten Quartal 2016 und liegt Ende des ersten Quartals 2017 bei 20,3 Prozent. Im direkten Vergleich entspricht dies einer Zunahme von 12 Prozent, die vornehmlich den Ryzen 7 CPUs zu verdanken sein soll, die Anfang März auf den Markt kam.
Allerdings sind die Zahlen mit einer ordentlichen Prise Salz zu genießen. Das hat gleich mehrere Gründe. So werden natürlich lediglich Systeme gezählt, die den Passmark-Benchmark durchlaufen haben. Dementsprechend nicht vertreten sind Konsolen und Architekturen abseits von x86-Prozessoren. Auch ungenutzte CPUs können logischerweise nicht gezählt werden und - vielleicht noch viel wichtiger - Systeme auf denen Linux als Betriebssystem läuft, sind nicht eingeschlossen. Dementsprechend könnte die Dunkelziffer auf Seiten AMDs deutlich höher liegen. Hinzu kommt auch, dass der Marktanteil seit dem Verkaufsstart der günstigeren Mittelklasse-CPUs in Form von Ryzen 5 nochmals zugenommen haben dürfte und die Veröffentlichung der Einsteiger-Modelle mit Ryzen 3 noch aussteht.
AMD darf die Zahlen von Passmark zumindest als Erfolg werten. Zumal es der erste signifikante Marktanteil-Zuwachs seit drei Jahren ist und ein solch deutlicher Sprung zuletzt mit den Piledriver FX CPUs Ende 2012 erfolgte. Intel ist sich indes der Gefahr offensichtlich bewusst. Mit Verkündung der letzten Quartalszahlen des Unternehmens hieß es seitens des Intel CEOs Brian Krzanich, dass man für die kommenden Monate mit sinkenden Prozessorpreisen rechne, denn mit der bisherigen Strategie mit hochpreisigen Prozessoren und steigenden Preisen für die eigenen Produkte ließen sich die bisher erwirtschafteten Margen nicht halten.

Allerdings bilde ich mir ein, dass in vielen Szenarien (insbesondere Spiele) der MC Benchmark keine echte Aussagekraft hat, da nun mal kaum eine Software 16 threads zu 100% auslastet. da denke ich mir, die SC Leistung lässt sich dann besser "hochrechnen", je nachdem wie gut ein Spiel mit kernen skaliert.
Wobei wir uns wohl alle einig sind, dass Benchmarks grundsätzlich immer mit ganz großer Vorsicht zu genießen sind, wenn es um Rückschlüsse auf den täglichen Gebrauch geht.
Aber mal ein Beispiel: Ich hatte als Vergleichswert mal alle Einzelresultate für Ryzen 1800X aufgerufen, dort nach Punktzahl sortiert und die Top 10 eingeblendet. Dort gab es in der gesamten Passmark Statistik einen einzigen, der höher kam als mein Einzelwert. Bei Einzelwerten des 7700K mit extremen OC gibts natürlich schon nochn paar Ausreisser nach oben. Aber Grundsätzlich ging es hier ja um die Ryzens, und da ist anscheinend ein AMD aktuell nicht in der Lage, die 10% Taktunterschied gegenüber einer CPU von vor 6 Jahren auszugleichen. Da hatte ich einfach mehr erhofft.
Habt ihr ne Vermutung, dass es andere Gründe für den Punktewert gibt? Bzw ne Idee, wodurch der Wert evtl zu hoch angegeben wird? Immerhin bin ich ja nicht auf der Suche nach dem Super-Highscore, sondern nach einem Vergleichswert.
€dit: ok, ich korrigiere mich, ich bin eher zwischen 7600 und 7700 angesiedelt... aber denke das ändert an der Überraschung über den Wert nix