Ryzen 3000: Zeigt Asrock die Verkleidung eines X570-Boards?
Asrock hat auf Facebook ein Bild geteilt, bei dem es sich augenscheinlich um einen Kühlkörper für Mainboards handelt. "Ratet, was kommt", heißt es in dem Zusammenhang nebulös. Stammt die Abdeckung etwa von einem X570-Board für AMDs Ryzen 3000?
Ewig wird es sich nicht mehr hinziehen, bis AMD mit seiner neuen Ryzen-Generation um die Ecke kommt. Da ist es eigentlich nur logisch, wenn Mainboardhersteller langsam etwas zeigen. Handfest ist das "Teaser"-Bild von Asrock zwar nicht, aber es liegt zumindest nahe, dass es mit Ryzen und den dazugehörigen I/O-Hubs ("Chipsätze") in Verbindung steht.
Zu sehen ist eine metallene Abdeckung, bei der es sich allem Anschein nach um einen der vielen Kühlkörper handelt, mit denen heutzutage höherpreisige Mainboards um die Gunst der Kunden buhlen. Das geht auch aus dem M.2 Armor-Schriftzug hervor. Asrock versteht darunter eine Schutz- und Kühlabdeckung für M.2-SSDs, wie man sie mittlerweile auf verschiedenen Platinen des Herstellers findet.
Eine Erklärung bleibt der Mainboard-Anbieter jedoch schuldig. "Guess what's coming" beziehungsweise "Ratet, was kommt" ist dem Bild lediglich zu entnehmen zusammen mit den Hashtags #Asrock, #ARGB und #camo. Auf Facebook und Reddit raten Hardware-Fans inzwischen munter drauf los. Viele vermuten, dass Asrock mit dem Bild seine erste X570-Platine anteasert.
User wagen einen Schuss ins Blaue
Ein Kommentator gibt zu bedenken, dass es für ein Anteasern eigentlich noch zu früh wäre, wenn man mit den Chips erst im zweiten Halbjahr 2019 rechnen kann. Möglich sei daher auch ein Nachzügler aus der 400er-Serie. Dass es dafür schon zu spät sei, wirft ein anderer Nutzer ein. Manche vermuten, bedingt durch den M.2-Schriftzug, auch eine SSD hinter dem Bild. In diesem Sinne geht das Raten vermutlich auch weiter, bis Asrock selbst den Mantel des Schweigens lüftet.
Mehr dazu: Ryzen 3000, Epyc 2, Navi, Picasso - AMD soll rosiges 2. Halbjahr bevorstehen
Tatsächlich wurde bereits Anfang des Jahres bekannt, dass Asrock insgesamt neun X570-Platinen vorbereitet - darunter ein X570 Phantom Gaming X. Der Gerüchteküche ist zu entnehmen, dass die I/O-Hubs dieses Mal von AMD selbst entwickelt wurden und nur die kleineren von Asmedia stammen. Grund dafür sei, dass Asmedia Chips mit PCI-Express-4.0-Unterstützung erst ab Ende 2019 anbieten kann, der X570 soll den Standard aber schon zur Jahresmitte beherrschen.


Weil SSDs im realen Betrieb nich drosseln *Punkt*
Zu den Mainboard-Spekulationen:
- AMD AM4 400er: Viel zu spät dafür
- AMD X399: Sehr spät. Aber Asrock ist der einzige Hersteller ohne angepasstes 250-W-Layout
- AMD X399-Nachfolger: Zu früh dafür
- AMD 500er: Nicht auszuschließen; Fanboys haben den gesamten Sommer mit möglichen Launch-Terminen zugepflastert und die frühesten sind nicht mehr weit hin. PCI-E 4.0 für den I/O-Hub wurde übrigens weiterhin nicht bestätigt. Alle Primärquellen nennen es nur für die Plattform, es könnte also auf die CPU beschränkt bleiben, während der I/O-Hub mit 3.0 oder (hoffen wir das nicht) weiterhin mit 2.0 arbeitet.
- Intel C621: Wieso nicht?
- Intel X299-Nachfolger ("X399", "X390", "Z399", "X499", "X599" oder "X590"): Mein Tipp, nicht wenige erwarten Cascade Lake zur Computex mitsamt neuem PCH. Aber genauso viele haben dieses Paket auch schon im Dezember erwartet.
M.2-Kühlkörper sind super, also Metallkühler mit großer Oberfläche die eine M.2 so kühlen dass sie auch unter ungünstigen Bedingungen (kein Liftzug, warme Umgebung) nicht mehr drosseln müssen.
Problem: Die MSI-Dinger da sind das nicht - denn das sind nur blöd gesagt ne gefärbte Aluplatte die da draufgepappt wird. Der Effekt ist, dass es aufgrund der höheren Masse zwar länger dauert bis die M.2 heiß ist (und damit bei kürzeren Belastungen durchaus was bringt) aber dann drosselt das Ding genau wie vorher und braucht wiederum wegen der Masse auch deutlich länger zum abkühlen im Idle. Diese M.2-Kühllösungen der Mainbaordhersteller sind leider ziemlicher Marketingbullshit (der Name sowieso). Da kann man das aber auch super machen weil es sowieso niemandem auffällt dass es Quatsch ist. Die wenigsten User belasten ihre M.2-SSDs in einer Höhe und Dauer dass sie überhaupt jemals drosseln (dafür musste zig GB sequentiell schreiben) und selbst wenn bemerken sie die Drossel nicht da ne gute NVME selbst im gedrosselten Zusatand noch deutlich über 500 MB/s und damit schneller als jede SATA-SSD schreibt.