AMD Ryzen: Cinebench R15 gegen Core i7-7700K und i7-6900K
Nachdem AMD Ryzen angekündigt hat, ist die drängendste Frage, wie schnell AMD die Kerne bekommen hat. Gerade bei der IPC-Leistung hatte man dringenden Aufholbedarf auf Intel. Aus Asien kommen nun erste Benchmark-Vergleiche im Cinebench und in Fritz Chess - die man wie immer mit Vorsicht genießen sollte.
Leaks zu noch nicht veröffentlichten IT-Produkten sind heute Standard. Dass es aber schon jetzt einen entsprechenden Benchmark zu AMDs auf Zen basierten Prozessor Ryzen gibt, ist dann doch etwas überraschend. Wie üblich kommen die Daten aus Asien. Allzu ernst sollte man sie zu diesem Zeitpunkt auch nicht nehmen.
Laut den asiatischen Daten kommt der AMD Ryzen in der Konfiguration 8/16 und ohne Taktangabe (man muss wohl von 3,4 GHz Standardtakt ausgehen) auf 1.188 cb im Cinebench R15. Zum Vergleich ermittelte Werte eines Core i7-7700K liegen bei 966 cb für Standardtakt und bei 1083 cb, wenn der Kaby Lake auf 5 GHz übertaktet wurde. Aber auch hier lassen sich die Daten derzeit nur schwer verifizieren, da Kaby Lake erst Anfang Januar offiziell vorgestellt wird. Zudem hinkt der Vergleich etwas, denn Ryzen will eigentlich lieber mit Broadwell-E verglichen werden. Hier liegen Zahlen von rund 1.500 cb für einen Core i7-6900K und rund 1.800 cb für einen Core i7-6950X vor.
Im Fritz Chess Benchmark erreicht Ryzen 36.86 Punkte und 17.693 Kilonodes. Das ist nicht ganz so viel wie ein zum Vergleich idealerweise herangezogener Core i7-6900K. Der liefert rund 22.500 Kilonodes, ein Core i7-6950X rund 24.000 Punkte. Der kleinere Core i7-7700K auf Basis von Kaby Lake liefert nach den vorliegenden Informationen 17.049 Kilonodes. AMD hatte selbst Benchmarks bei der Präsentation gezeigt, aber auch die sind mit Vorsicht zu genießen. Die Community lieferte selbst Ryzen-Vergleichswerte zu Blender.
Grundsätzlich sieht AMD sich mit Ryzen im Zweikampf mit Broadwell-E von Intel, also den Core i7-69XX. Die scheint man bei der Performance zumindest erreicht zu haben, auch wenn Intel derzeit noch die bessere Figur macht. Fraglich bleibt aber stets, in welchen Umgebungen getestet wurde, so fehlen häufig detaillierte Angaben zum Testsystem und Einstellungen. Die Zen-Architektur soll als Summit Ridge im ersten Quartal 2017 in den Handel kommen und bis zu 8 Kerne samt SMT bieten sowie 4 MiByte L2-Cache und 2x 8 MiByte L3-Cache (zwei Module à 4 Kerne).
Quelle: via WCCFTech
| CPU | Core i7-7700K (Standard) | Core i7-7700K (OC 5 GHz) | Core i7-6900K (Standard) | Core i7-6950X (Standard) | AMD Ryzen (8/16, 3,4 GHz?) |
|---|---|---|---|---|---|
| Cinebench R15 | 966 cb | 1.083 cb | ~1.500 cb | ~1.800 cb | 1.188 cb |
| FRITZ Chess Relative Score | 35.52 | 41.44 | 47.80 | 51.50 | 36.86 |
| FRITZ Chess Kilo Nodes Per Second | 17.049 | 19.891 | ~22.500 | ~24.000 | 17.693 |


hab ich gelesen!
Mal vom lustigen Faking und gefährlich hartnäckigen Gerüchteleichtglauben abgesehen; wenn die Rechenleistung des besagten 8-Kerners halbwegs tauglich ist, die Leistungsaufnahme trotz OC überschaubar bleibt und für wesentlich weniger als 600€ angeboten wird, dann könnte das Projekt den Markt wirklich erfrischen. Ein 6- oder 8-Kerner mit s-USB4 xt-, UB3-Slot- und Trippel-QDR-RAM8-Unterstützung, der 20% mehr Leistung im Multithreading bringt, bei alter Software durchweg 30% langsamer ist aber schon mit ausgefahrenem Standardtakt 40% mehr Abwärme produziert, interessiert mich persönlich nicht die Bohne, egal ob von AMD oder Gasprom - überspitzt ausgedrückt.
Ich weiß ja was du meinst, wenn Geschäftszahlen gefälscht werden oder sowas ist das natürlich strafbar. Aber irgendwelche Zahlen ohne etwas konkret belastbares zu zeigen in den Raum zu werfen ist absolut "ungefährlich". Die 40% die AMD genannt hat können in der Realität auch 10 oder 30 oder 80% sein, haftbar ist da keiner.
Nicht wenn man irgendwelche Gerüchte abgeschrieben und auch noch als solche gekennzeichnet hat. Dass da bei Leuten irgendwas im Hinterkopf bleibt ist schade (oder "Werbung") aber das ist nicht zu ändern. Da schwirren ja auch seit vielen Monden die ominösen 40% rum die auch noch bewiesen werden wollen.