Radeon RX 6000 offiziell: RX 6900 XT im Dezember, RX 6800 XT und RX 6800 im November - alle Daten und Preise [Update]
AMD, Intels und Nvidias einziger ernstzunehmender Konkurrent, holt diesen November zum Doppelschlag gegen die beiden Marktführer aus. Besonders heiß erwartet und just enthüllt wurden die Grafikkarten der Serie Radeon RX 6000. In den kommenden Wochen erscheinen drei Modelle, allesamt mit Hardware-Raytracing, 16 GiByte Speicher und zu attraktiven Preisen. PCGH fasst die bekannten Informationen zusammen.
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Nächtliches Update vom 29. Oktober: AMD hat die offiziellen Produktseiten livegeschaltet: RX 6900 XT, RX 6800 XT, RX 6800. Somit sind die Angaben zur Rechenleistung und der Speichertransferrate keine Geheimnisse mehr, außerdem wissen wir nun, dass auch RDNA 2 die Fertigkeit besitzt, AV1-Videomaterial zu dekodieren. HDMI 2.1 ist ebenfalls an Bord, das mit RDNA 1 eingeführte PCI-Express 4.0 selbstverständlich auch. Wir haben den Text an den entsprechenden Stellen aktualisiert.
Ryzen 5000 trifft auf Radeon 6000: Geht es nach AMD, erhalten Spieler im November die ultimative Gaming-Plattform aus einer Hand - flankiert von den ebenfalls mit AMD-Hardware bestückten Konsolen. Während Ryzen 5000 alias Zen 3 gerade auf die Zielgerade einbiegt, müssen Freunde hochauflösender Grafik noch drei Wochen warten: Am 18. November erscheinen die High-End-Grafikkarten Radeon RX 6800 und Radeon RX 6800 XT - die Preise liegen bei 579 bzw. 649 USD. Komplett ist das Trio am 8. Dezember mit dem Flaggschiff Radeon RX 6900 XT, die bei 999 US-Dollar liegt.
Nun, da die AMD-Chefin Lisa Su stolz die Zukunft ihres Unternehmens skizzierte, dürfen wir die Info-Bombe platzen lassen. AMD lud bereits am gestrigen Nachmittag zu einem Briefing unter Embargo, dem PC Games Hardware gespannt beiwohnte. Einige Informationen, darunter die finalen Preise der RX-6000-Grafikkarten, waren zu diesem Zeitpunkt noch unter Verschluss. Wir rechnen mit weiteren Informationshäppchen in den kommenden Tagen und Wochen - und lassen derweil die Benchmark-Systeme vorglühen.
Quelle: AMD
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High-End und Ultra HD im Fokus
AMD hat die Enthusiasten nicht vergessen: Diesen Worten, welche beim Release der Radeon VII (PCGH-Test) Anfang 2019 noch etwas unglaubwürdig klangen, scheinen nun endlich Fakten zu folgen. Ein Jahr nach der Radeon RX 5700 (XT) mit RDNA-Architektur ist Big Navi alias RDNA 2 fertig - und übertrifft laut AMD (wie bei Ryzen) die internen Zielsetzungen. Radeon RX 6000, das steht für "Triple-A 4K Gaming", echte High-End-Grafikkarten. Angesichts der markigen Performance-Versprechen vergisst man beinahe, dass AMDs High-End-Grafikkarten im Grunde schon seit einem Jahr erwartet werden, doch gut Ding will Weile haben. Nvidias unangefochtene Dominanz im High-End-Bereich soll am 18. November enden, wofür AMD fast alle Register zieht. Derzeit fehlen noch einige Puzzle-Teile, wir versuchen die Daten dennoch bestmöglich zu filtern respektive zu extrapolieren.
Effizienzwunder RDNA 2?
Performance, Power, Features: Jeden der drei Pfeiler will AMD gegenüber der RDNA 1 drastisch verbessert haben. Wir erinnern uns: RDNA, auch bekannt als Navi, löste im Juli 2019 die viele Jahre genutzte "Graphics Core Next"-Architektur (GCN) ab. Ein aufgeräumter Shader-Core, bei AMD Compute Unit (CU) genannt, sowie verbesserte Fertigungstechnologie ermöglichten es Navi in Gestalt der Radeon RX 5700 (XT), pro Takt und Einheit die Schlagkraft von Nvidias Turing-Chips zu erreichen. Dieser Schritt war überfällig, denn GCN trat in Sachen Instructions per Clock (IPC-Rate) jahrelang mehr oder minder auf der Stelle. Mit RDNA brachte sich AMD zurück ins Spiel.
Zwar lesen sich isolierte Marketing-Superlative immer besser als die Realität, derzeit sind jedoch keine unabhängigen Benchmarks möglich, daher müssen wir uns mit den offiziellen Angaben zufriedengeben und diese sezieren. RDNA 2 liefere die doppelte Performance ("2X") im Vergleich mit einer Radeon RX 5700 XT. Das Ziel dabei sei gewesen, eine um 50 Prozent bessere Performance-pro-Watt-Bilanz gegenüber der vorherigen Generation zu erreichen. All das wird ausgeschmückt von einem prallen Feature-Paket mit "DirectX 12 Ultimate"-Siegel. So viel zu der High-Level-Übersicht, mit der man beinahe auch eine Geforce RTX 2080 Ti gegenüber einer Radeon RX 5700 XT beschreiben könnte.
Wirklich tiefgehende Informationen zur Architektur fehlen, die publizierten Daten lassen jedoch erahnen, dass Navi 21 weit mehr als ein verdoppelter Navi 10 ist. AMD hat die Basiseinheit eines jeden Radeon-Grafikchips, die Compute Unit und seit Navi Dual Compute Unit genannt, an vielen Stellen verbessert, um sowohl die Leistung als auch die Effizienz zu erhöhen. Die Rede ist unter anderem von feinkörnigerem Clock-Gating, Rebalancing der Pipeline und umgebauten Datenpfaden. Letzteres hat auch Nvidia bei Turing gegenüber Ampere umgesetzt, um die INT32-ALUs auch FP32-fähig zu machen, um ein aktuelles Beispiel zu nennen. Bemerkenswert ist, dass all das bei offiziell gleicher respektive nur optimierter Fertigungstechnologie passiert. AMD spricht wörtlich von "Optimized libraries" der von TSMC bereitgestellten 7-nm-Fertigung. Von EUV-Layern ist nirgends die Rede, was die Effizienzgewinne in hellem Licht erstrahlen lässt und außerdem einen Shrink im Jahr 2021 naheliegend macht.
30 Prozent mehr Takt als bei RDNA verspricht AMD für RDNA 2, ohne weiter ins Detail zu gehen. Damit wird die erste, nicht so genannte "2 GHz Edition" möglich - die erste erblickte in Gestalt der Radeon HD 7870 im Jahr 2012 das Licht der Welt. Zwei der drei angekündigten Grafikkarten werden in der Spiele-Praxis mit mehr als 2 GHz arbeiten. Dazu gleich mehr.
Quelle: AMD
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Game-Changer Infinity Cache
Was vor einigen Wochen heiß diskutiert und in Frage gestellt wurde, ist Realität: Die RDNA-2-Chips verfügen über eine veränderte Cache-Hierarchie und bringen einen 128 MiByte großen "Infinity Cache" mit, welcher direkt im Kern platziert wird. Falls Sie nur mit den Schultern zucken, hilft ein Blick auf die Verhältnisse: Neben den wenige KiByte großen, aber gigantisch schnellen Level-1-Caches verfügen aktuelle GPUs wie die Radeon RX 5700 XT oder Geforce RTX 3070 über einen 4 MiByte großen Level-2-Zwischenspeicher. Alles, was darüber hinausgeht, verlässt den Rechenkern und wird im verhältnismäßig langsamen Grafikspeicher geparkt. Es gibt gute Gründe dafür, dass Prozessoren längst weitere Cache-Stufen vor dem Systemspeicher mitbringen, denn somit fällt die Datenlokalität höher aus. Stellen Sie sich vor, wie praktisch es für einen Maler wäre, wenn er sein komplettes Zubehör in die Hosentaschen packen und bei Bedarf zücken könnte, anstatt alles aufwendig aus dem Auto zu wuchten.
Die Caching-Idee ist nicht neu, in diesem Umfang jedoch ein Novum. Erinnern Sie sich an Intels Broadwell-Chips mit integriertem eDRAM als L4-Cache? Letzterer verhalf der integrierten Iris-Grafik zu ungeahnter Performance. Offenbar hat AMD genau das mit RDNA 2 in großem Stil erfolgreich umgesetzt. Die große Datenablage innerhalb der GPU - der Infinity Cache befindet sich laut AMDs Grafiken direkt neben den Compute Units wie ein "Schutzwall" vor dem Speicher-Interface - resultiert in kurzen Signalwegen und somit geringer Latenz. Letztere kann im Grunde niemals zu kurz sein, gerade beim Raytracing. Auch verhindert der große On-Chip-Cache energieaufwendige Transfers in den GDDR6-Grafikspeicher. Somit schlägt die Idee zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Abhängigkeit zum klassischen Grafikspeicher nimmt drastisch ab (wenngleich das Gros der Daten immer noch dort vorliegt) und die Effizienz steigt. Fun fact: Auf die gestrige Frage, mit welchem Speichertakt die RX-6000-Grafikkarten arbeiten, entgegnete AMD sinngemäß: "Das ist nicht so wichtig". Mittlerweile ist der Speichertakt bekannt.
Quelle: AMD
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128 MiB + 16.384 MiB
Alle anstehenden RX-6000-Grafikkarten verfügen über eine 256-Bit-Schnittstelle in Kombination mit 16 GT/s schnellem GDDR6-Speicher - satte 16.384 MiByte davon. Unklar ist, ob AMD ein doppelseitig bestücktes PCB mit 16 RAM-Chips verwendet, oder acht doppeltkapazitive Bausteine einsetzt, welche die Verdrahtung etwas vereinfachen. Der Infinity Cache erzielt laut AMD die 2,17-fache Transferrate gegenüber einer 256-Bit-GDDR6-Schnittstelle, wobei weniger Energie aufgewendet werden müsse als bei einem 384-Bit-GDDR6-Interface gleichen Takts. Dies lässt sich als Seitenhieb Richtung Nvidia verstehen, deren Ampere-GPUs mit bis zu 384 Bit und hochtaktendem GDDR6X-Speicher arbeiten und dafür reichlich Energie aufwenden. Wendet man den angegebenen Leistungsfaktor 2,17 auf die vorliegende Kombination aus 256 Bit/16 GTs/512 GByte/s an, ergibt sich eine Chip-interne Transferrate von 1,11 TByte/s für den Infinity Cache - mehr als bei der Geforce RTX 3090 extern (936 GByte/s) und auch mehr als beim Transferraten-Champion Radeon VII (1,0 TByte/s).
Quelle: AMD
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Pralles Feature-Paket
Die Radeon-RX-6000-Reihe bringt eine Reihe neuer Features mit, darunter besagte DX12 Ultimate Compliance. Diese beinhaltet die Fähigkeit zu Hardware-Raytracing über die DXR-Schnittstelle, Variable Rate Shading, Mesh Shader sowie Sampler Feedback. All das fehlt RDNA 1/Navi 10 noch, findet sich jedoch seit Mitte 2018 beim Mitbewerber - Turing und Ampere sind ebenfalls vollständig DX12U-kompatibel, AMD gleicht somit aus. Über die Raytracing-Fähigkeiten und Leistung schweigt AMD derzeit relativ eisern, lediglich eine Zahl schwebt im Raum: RDNA 2 soll eine zehnmal höhere Ray Intersection Rate erzielen als eine Software-, also ALU-basierte Lösung. Weitere Informationen stellt AMD der Presse für die kommenden Tech Sessions in Aussicht, bis dahin lässt sich der Informationsmangel vielfältig interpretieren. Wir lassen uns überraschen.
Daneben bewirbt AMD in der ersten Präsentation weitere Features, welche sich in der Bildergalerie einsehen lassen. Eine wichtige Stellung nimmt dabei AMDs Toolkit für Entwickler ein, welches unter dem Namen FidelityFX eine Reihe von Effekten und Lösungen zur Implementierung anbietet. Das bekannteste ist wohl Sharpening, doch in Kürze sollen weitere Module veröffentlicht werden, welche in Kombination mit DirectX 12 Ultimate funktionieren. Die Rede ist unter anderem von einem effizienten Denoising-Filter (elementar beim Raytracing), Variable Rate Shading und Super Resolution. Letzteres klingt besonders spannend, erinnert es doch an Nvidias KI-Bildglättung DLSS. "Open and cross-platform" (quelloffen und für alle Plattformen) soll die Lösung sein, ergo auch für die RDNA-2-basierten Konsolen. Bedauerlicherweise kündigte AMD an, dass dieses spannende Feature nicht zum Launch der RX-6000-Grafikkarten verfügbar sein werde, sondern noch etwas Zeit brauche. Genauere Informationen soll es in Kürze geben.
Quelle: AMD
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Rage & Smart
Als Schmankerl gibt es zwei weitere Funktionen, welche die Leistung erhöhen sollen: Das nur in Kombination mit Ryzen-5000-Prozessoren funktionierende Smart Access Memory (SAM) und der sogenannte Rage Mode. Während Ersteres noch etwas nebulös sein Dasein fristet, ist der "Wutmodus" einfach erklärt: Im Tuning-Menü der Radeon Software findet sich künftig ein entsprechender Button, hinter dem ein einfaches 1-Click-Overclocking steckt. Aktivieren Sie diesen Modus, werden GPU-Powerlimit und Lüfterleistung auf ein noch nicht genau beziffertes Niveau erhöht, sodass die Bildraten steigen. AMD betont, dass dieser Eingriff die Garantie nicht erlöschen lässt; die beim Betreten des Overclocking-Menüs abzunickende EULA werde in Kürze überarbeitet. Inwiefern Smart Access Memory der Leistung auf die Sprünge hilft und welche Rolle der direkt CPU-Zugriff auf den Grafikspeicher dabei hat, klären wir auf, sobald wir Informationen erhalten. Arbeiten SAM und Rage Mode Hand in Hand, stellen sich AMD Leistungssteigerungen zwischen 2 und 13 Prozent ein (siehe Präsentation).
Quelle: AMD
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RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800
Zum Start der RDNA-2-Generation wird es zwei High-End-Grafikkarten geben: die Radeon RX 6800 und die Radeon RX 6800 XT, welche ab dem 18. November im Handel liegen. Am 8. Dezember und somit gerade noch rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft folgt das Flaggschiff Radeon RX 6900 XT. Alle drei basieren auf dem gleichen Big-Navi-Chip in verschiedenen Ausbaustufen und bieten 128 MiByte Cache plus 16 GiByte GDDR6-Speicher. Das Motto aller Karten lautet "4K60", ergo 60 Fps bei Ultra-HD-Auflösung, doch selbstverständlich eignen sich die Grafikkarten auch für flüssiges WQHD und superflüssiges Full HD.
Die Radeon RX 6800 soll Nvidias Geforce RTX 2080 Ti im Mittel schlagen - und somit auch die RTX 3070, welche wohl zu spät für die AMD-Präsentation erschien. Allerdings ist der Folie zu entnehmen, dass hierbei Smart Access Memory aktiv ist, sodass die finale Performance auf einem Nicht-Ryzen-5000-System abzuwarten bleibt. Die nächstgrößere Karte RX 6800 XT, welche im November die Rolle des vorläufigen Topmodells einnimmt, soll es im Mittel mit der Geforce RTX 3080 aufnehmen und sie mithilfe von SAM und Rage mitunter schlagen. Den krönenden Abschluss macht Anfang Dezember die Radeon RX 6900 XT, welche Nvidias Geforce RTX 3090 Paroli bieten soll. Die RX 6900 XT basiert allem Anschein nach auf einem selektierten Vollausbau des Navi-21-Chips mit 80 Compute Units, während die RX 6800 XT und erst recht die RX 6800 mit einem mehr oder minder großen GPU-Beschnitt auskommen müssen. Dabei stechen vor allem die beiden XT-Modelle heraus, denn AMD gibt beide mit 300 Watt Leistungsaufnahme an, während die "kleine" RX 6800 mit 250 Watt auskommt. Während Letzteres bei RTX-3070-Leistung kaum der Rede wert ist, wäre vor allem ein Triumph der RX 6900 XT gegenüber der RTX 3090 beachtlich. Die Praxis wird jedoch zeigen müssen, inwiefern die AMD-Angabe von 300 Watt TBP den recht zuverlässig erreichten 350 Watt (TGP) aufseiten Nvidias standhalten kann.
Nebenbei ließ man zumindest fallen, dass die vor einigen Tagen veröffentlichten Benchmarks von einer Radeon RX 6800 XT stammen. Nicht unerwähnt bleiben sollen die mehr oder minder subtilen Seitenhiebe Richtung Nvidia: Die RX-6000-Grafikkarten seien für alle Parteien "einfach", es brauche weder ein neues Netzteil noch ein neues Gehäuse; die Kühlung sei maximal 2,5 Slots breit - auch beim Topmodell.
Quelle: AMD
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Eine erste Übersicht mit allen bekannten Daten:
| Radeon-Modell | Radeon RX 6900 XT | Radeon RX 6800 XT | Radeon RX 6800 |
|---|---|---|---|
| Architektur | RDNA 2 | RDNA 2 | RDNA 2 |
| Schnittstelle | PCI-Express 4.0 ×16 | PCI-Express 4.0 ×16 | PCI-Express 4.0 ×16 |
| Veröffentlichungstermin | 08.12.2020 | 18.11.2020 | 18.11.2020 |
| UVP zum Release (USD) | 999 | 649 | 579 |
| Fertigungstechnologie | 7FF (TSMC) | 7FF (TSMC) | 7FF (TSMC) |
| Typischer GPU-Boost (MHz) | 2.015 | 2.015 | 1.815 |
| Speichertakt (MHz) | 8.000 | 8.000 | 8.000 |
| Compute Units (CUs) | 80 | 72 | 60 |
| FP32-ALUs | 5.120 | 4.608 | 3.840 |
| Ray Accelerators | 80 | 72 | 60 |
| ROPs (Render Backends) | 128 | 128 | 96 (sic!) |
| TFLOPS FP32 (SP) | 20,63 | 18,57 | 13,94 |
| Textureinheiten | 320 | 288 | 240 |
| Texelfüllrate (Megatexel/s) | 644.800 | 580.320 | 435.600 |
| Pixelfüllrate (Megapixel/s) | 257.920 | 257.920 | 232.320 |
| Speicherinterface (Bit) | 256 | 256 | 256 |
| Speicherbandbreite (GByte/s) | 512,0 | 512,0 | 512,0 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 |
| Speicherbestückung (MiByte) | 16.384 | 16.384 | 16.384 |
| Infinity Cache (MiByte) | 128 | 128 | 128 |
| Typische Leistungsaufnahme | 300 Watt (TBP) | 300 Watt (TBP) | 250 Watt (TBP) |
Radeon RX 6000: Ausblick
Das Jahresende war wohl nie so spannend wie 2020 - und das aus vielen Perspektiven. In Kürze steht nicht nur der Schlagabtausch zwischen AMDs Zen 3 und Intels Comet Lake an, sondern auch der Showdown zwischen Nvidias Ampere und AMDs RDNA 2. Die Radeon Technologies Group machte es lange spannend, scheint nun aber zu liefern, auf was alle warten: schlagkräftige Konkurrenz zu Nvidia und somit gesunden Wettbewerb. Die Ankündigung gleich dreier relativ bezahlbarer und effizienter 16-GiByte-Grafikkarten bringt Nvidia in Erklärungsnot und dem Herausforderer einen klaren Pluspunkt. Allerdings stehen bezüglich der RX-6000-Serie noch viele Fragen im Raum, unter anderem zu den wichtigen Themen Raytracing und wie man dabei echtzeittaugliche Bildraten erreicht. Nvidia hat hier in den vergangenen zwei Jahren reichlich Pionier- und Forschungsarbeit geleistet, "RTX" und "DLSS" haben sich als funktionierende Features etabliert. Alternativen lassen sich nicht über Nacht erschaffen, was zumindest diesen Diskussionspunkt spannend bis zum Ende macht, während die Leistung bei "traditionellen" Spielen bereits jetzt relativ klar ist. Selbstverständlich hält Sie PCGH auf dem Laufenden.

Das es sich irgendwo zwischen 700 und 900 bewegt ist vorauszusehen.
Einfach abwarten. Solange es nichts offizielles gibt.
Ich bin daher auch durchaus überrascht dass doch so viele Titel wohl direkt laufen werden oder zumindest nur einen Patch benötigen.
So wo sind die ganzen Nasen die nicht glauben wollten das man nicht einfach RT on schalten kann?
Alles offener standard bei NV....
Scheint ja wohl doch so einfach zu sein.
Bei Vulkan gibts noch kein Raytracing-Standard, so das dort Eigenlösungen nötig sind. Interessanterweise soll eines davon (falls mir keines entgangen ist) dafür auf DXR gesetzt haben.