FSR Redstone: Benchmarks und Fazit
Wie läuft die neue "ML-powered" Frame Generation? Ist sie teurer als FSR 3 FG? Erste Benchmarks und anschließendes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
Benchmarks: Das kostet die Aufwertung
Bessere Qualität gibt es selten kostenlos. Ob AMD das Kunststück gelungen ist, haben wir anhand von drei grundverschiedenen Spielen ausprobiert: Black Myth: Wukong (Unreal Engine 5), Cyberpunk 2077 (Red Engine 4) und F1 25 (Ego Engine). Die Benchmarkszenen sehen Sie im folgenden Video. Angetreten sind die beiden Enden des RDNA-4-Portfolios in Gestalt der Radeon RX 9060 (PCGH-Test) und Radeon RX 9070 XT (PCGH-Test). Wir betreiben die Grafikkarten mit unterschiedlichen, zur Leistung passenden Einstellungen: Full HD für das kleine Modell, WQHD für das große. In beiden Fällen kommt konsequent "FSR 4 Super Resolution" zum Einsatz - so heißt AMDs hochwertiges Upsampling in bisherigen Spielen. Künftig soll dort "FSR Upscaling" stehen. Wir hoffen, dass aus Transparenzgründen die meisten Entwickler weiterhin eine 3 oder 4 dazuschreiben, denn FSR 3.1.x wird so schnell nicht verschwinden, sondern als Fallback für hunderte Millionen älterer Radeon-Grafikkarten bestehen bleiben.
Die Messreihe soll die naheliegende Frage beantworten, was die höherwertige Frame Generation von FSR Redstone gegenüber dem alten Verfahren kostet. Um die Skalierung zu ermitteln, testen wir die Spiele zum einen ohne Frame Gen, um die Basislinie einzuzeichnen. Anschließend folgt eine Messung ohne Treiber-Eingriff, also mit "FSR 3 Frame Generation", dem bekannten Verfahren. Zu guter Letzt beenden wir das Spiel, legen den Schalter um und ermitteln die Leistung mit "FSR Frame Generation" der neuesten Generation.
Radeon RX 9060
Den Anfang macht Navi 44. Die kleinste Grafikkarte mit RDNA-4-Genen verfügt über 8 GiByte Speicher und rund 22 TFLOPS an FP32-Leistung. Im Kontext modernen Upsamplings ist jedoch ein weiteres Merkmal wichtig: RDNA 4 kann das für "FSR 4" genutzte Gleitkommaformat FP8 mit der vierfachen Rate abarbeiten; somit stehen knapp 100 TFLOPS für die Upsampling-Arbeiten bereit. Die Ergebnisse:
Radeon RX 9070 XT
Der Navi-48-Chip ist das Topmodell der RDNA-4-Generation und kommt im Vollausbau nicht nur auf der Radeon RX 9070 XT (16 GiByte), sondern auch auf der Radeon AI Pro R9700 (32 GiByte) zum Einsatz. Hier stehen rund 48 TFLOPS bei FP32-Genauigkeit und somit annähernd 200 TFLOPS für das spatiotemporale Upsampling bereit. Das kommt heraus:
Wir erläutern die Ergebnisse in einem Block, da sich das kleine und große Modell weitestgehend identisch verhalten - es unterscheidet sich lediglich die Ausführungsgeschwindigkeit. Zunächst der erwartete Teil: Die neue FSR Frame Generation kostet minimal mehr Leistung als das alte Verfahren. Das kommt nicht überraschend, wir kennen das bereits von Nvidias DLSS (Multi) Frame Generation, bei der seit jeher die Qualität und Verteilung der Zwischenbilder Priorität hat. FSR FG skalierte schon immer etwas besser, was sich, wenn man sich die frischen Benchmarks ansieht, mit dem nun KI-gestützten Verfahren wohl nicht ändert. Unsere Stichproben ergeben eine sehr anständige Skalierung der durchschnittlichen Bildrate von mindestens 77 und bestenfalls 98 Prozent. Die Radeon RX 9070 XT zeigt eine durchweg etwas bessere Skalierung, deren Ursachen abseits der Vermutung "hat mehr Rechenleistung" eines Profiling-Tools bedürfen.
Cyberpunk 2077 fällt etwas aus dem Rahmen. Das Spiel ist zwar ein perfekter Benchmark sowohl für Grafikkarten als auch für Prozessoren, steht seit Version 2.3 jedoch auf Kriegsfuß mit Radeon-GPUs. Die zuvor astreine Frameverteilung leidet seitdem unter Unregelmäßigkeiten, einer Art Gummibandeffekt. Frame Generation führt zu einem signifikant flüssigeren Spielgefühl. Mehr noch, es federt die Täler massiv ab - sogar jenseits des theoretisch logischen Faktors 2. Bemerkenswerterweise fühlt sich die neue KI-Bildgenerierung am besten an, was ein Blick auf die Frametimes bestätigt. Wir werden schnellstmöglich mit CD Projekt Kontakt aufnehmen, um den kuriosen Frametimes genauer auf den Grund zu gehen.
Quelle: PCGH
Cyberpunk 2077: FSR Frame Generation, Retter der geknechteten Radeon-Frametimes.
In einem "normalen" Fall, skizziert durch die anderen beiden Spiele, läuft die alte Frame Generation zwischen einem und zwei Prozent schneller als die neue. Damit stellt sich niemals die Sinnfrage - die Aufwertung ist es in jedem Fall wert. Oder doch nicht? Was ist, wenn der Grafikspeicher überläuft? Wir haben während der Benchmarks die Speicher-Allokation auf der Radeon RX 9070 XT protokolliert:
| Game | Black Myth Wukong | Cyberpunk 2077 | F1 25 |
|---|---|---|---|
| VRAM Allocation old FG | ~9,1 GiByte | ~11,9 GiByte | ~11,5 GiByte |
| VRAM Allocation NEW FG | ~9,2 GiByte | ~12,1 GiByte | ~11,6 GiByte |
Dabei handelt es sich nur um eine Probe während der Messungen, jeweils gegen Ende, was wissenschaftlich betrachtet sehr inakkurat ist. Die Tendenz ist jedoch klar: Das neue, KI-gestützte Modell für FSR Frame Generation ist nicht ganz so schlank wie das alte Verfahren. Rund 100 MiByte machen den Kohl jedoch niemals fett. Eine Grafikkarte am Rande des VRAM-Füllstands wird nach Aktivierung von Frame Generation in jedem Fall ins Straucheln geraten. Wir sind gespannt, ob AMD den Speicherbedarf künftig reduzieren kann, wie es Nvidia mit DLSS 4 vollbracht hat.
FSR Redstone: Fazit 2025
RDNA 4 alias Radeon RX 9000 bleibt zwar ein High-End-Chip verwehrt, bei den übrigen Disziplinen beweist AMD jedoch das richtige Händchen. Radeon-Besitzer können mit FSR Redstone nicht mehr bloß auf hochklassiges Upsampling ("FSR Upscaling") zurückgreifen, auch die neuerdings KI-basierte FSR Frame Generation legt einen sichtbaren Qualitätssprung hin. Beides ist essenziell, um das moderne Daten-Recycling über Zeit und Raum salonfähig zu machen - nichts reißt einen mehr aus der Immersion als sporadisch aufpixelnde Elemente oder Geisterbilder. Während unserer Testtage mit FSR Redstone sahen wir viel Gutes. Die Intensität und Anzahl der Problemstellen ist so gering wie noch nie und liegt somit oft außerhalb der Wahrnehmungsschwelle. Hier findet sich einer der Tricks, um sich schneller mit Frame Generation anzufreunden: Man sollte die Empfehlungen von AMD und Nvidia ernstnehmen. Keiner der Hersteller bewirbt FG als Maßnahme, um von 30 auf 60 Fps zu klettern, sondern als Helferlein von 60+ auf dreistellige Bildraten. Weniger Bildschirmzeit pro Frame führt dazu, dass Probleme weniger ins Gewicht fallen. Je besser die Verfahren werden, desto besser funktioniert der Kniff auch bei geringeren Bildraten.
Trotz der positiven Entwicklung bleiben Fragen offen, was primär mit der scheibchenweisen Veröffentlichungstaktik zusammenhängt. Weshalb debütierte FSR Ray Regeneration bereits Mitte November in Call of Duty: Black Ops 7, obwohl das Feature offenkundig noch nicht vollständig fertig war? Weshalb steht jetzt, zum offiziellen Launch von FSR Redstone, nicht ein weiteres Spiel mit der Funktion bereit? Besser sieht es beim seit Monaten in vielen Spielen nutzbaren "FSR 4" Upscaling aus, hier hat AMD erfolgreich den Anschluss gefunden. Die brandneue, nun KI-gestützte FSR Frame Generation steht derzeit in 31 Spielen bereit und hinterlässt ebenfalls einen starken Eindruck.
Ein abschließendes Fazit, ob AMD oder Nvidia das bessere Gesamtbild liefert, ist nicht eindeutig formulierbar - und das ist eine gute Nachricht. Beide Hersteller haben potente Werkzeuge geschaffen, um dem Anspruch moderner Spiele entgegenzuwirken. Innovationstreiber Nvidia hat dabei jedoch zwei Asse im Ärmel: Das Transformer-Modell von DLSS weist im Zweifel Qualitätsvorteile auf, gerade in geringen Auflösungen. Außerdem besteht exklusiv auf RTX-5000-Grafikkarten die Option auf Multi Frame Generation. Letztere bleibt AMD bis auf weiteres schuldig, sodass wir gespannt auf das nächste Update schielen. Möglicherweise überrascht uns auch Intel Anfang 2026 mit einem entsprechenden Verfahren.
Sie vermissen die dritte Redstone-Funktion, FSR Radiance Caching? Dieses Feature soll, analog zu Nvidias Neural Radiance Caching, in Spielen ab 2026 zum Einsatz kommen und Ray- sowie Pathtracing beschleunigen. Einer der ersten Titel wird Warhammer 40K: Darktide via Update sein. Abseits eines kurzen Demo-Videos gibt es noch nichts zu sehen, doch mit der heutigen Veröffentlichung des FSR Redstone SDK erhalten Entwickler alle Informationen, um diese und weitere Funktionen aus dem FidelityFX-Toolset zu implementieren. Weitere Informationen zu FSR Redstone liefert die offizielle Website. Außerdem haben wir für Interessierte die komplette AMD-Präsentation in die Bildergalerie gepackt.
FSR Redstone: Präsentation von AMD
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(RealFPS X 75% ) X 2 = FakeFPS
(Oder mehr bei MFG)
Wirzigerweise konnte man bei dem game sogar "x4" als amd user rausholen. Ich konnte framegen ingame aktivieren und nochmals in der Software. Bin auf bis zu 240-260 fps gekommen mit meiner 7800xt xdddd normal hatte ich so 70fps.
Es ging aber einfach um den Gedanken gang. Da mfg halt "x4" von 60 auf 240 "boosted" und ob das noch sinn macht. Keiner Ahnung. Da reicht auch die x2 Smoothness.
Was mir persönlich aufgefallen ist, das fsr-fg auch etwas mehr bilder hat als dlss-fg. Ist im einstelligen % Bereich und daher fast egal.
Weshalb deine Formel bei dir als nv user eventuell wieder passt.
Ist ja nicht so als zwingt uns einer...
Was die Leute haben wollen und was die Menschen bereit sind zu bezahlen sind halt 2 grundlegend verschiedene Dinge .
Eine gleichschnelle 9070xt bekommst du ab 600€ Neu mit Garantie. (Grad im Preisvergleich geschaut.. vor Weihnachten lieferbar)
Ohne FSR4,
Ohne Redstone,
und schlechter RT Performance sind die 24GB Vram halt nix wert .. dann noch gebraucht ohne Garantie...
Glaubst du wirklich das da "nur" 70€ weniger n fairer Preis sind?
Ich nicht .. dein Kumpel kann froh sein diesen Preis bekommen zu haben.
Mir wäre nachdem ich gerade die Preise verglichen habe die Karte maximal 400€ wert.. und das auch nur wegen den 24GB.. und auch nur für ne bessere Costum
Also knapp 500€ finde ich vertretbar und das spiegelt auch meine eigenen Verkäufe der letzten 20 Jahre ganz gut wieder. Dabei war ich immer eher einer der günstigsten, weil ich kein Bock auf langes hin und her habe.
Problem ist also eher die schlechtere BQ und so.
Ich persönlich hätte wohl eher 480€ dran geschrieben, weil man FSR4 mit Umwegen nutzen kann.