Big Navi: Kommen die neuen GPUs mit USB-C-Port?
Obwohl der USB-C-Anschluss mittlerweile an zahlreichen Geräten zu finden ist, wurde er bei Nvidias RTX 20er-Serie kaum genutzt, weshalb Ampere darauf verzichtet. Bei AMD scheint man den umgekehrten Weg zu gehen und einen USB-C-Port für die Big Navi-GPUs zu planen, wie man einem neuen Patch für den Open Source-Kerneltreiber AMDGPU entnehmen kann.
Die Welt des Universal Serial Bus wurde mit Einführung des Type C-Anschlusses deutlich einfacher. Vorbei waren die Zeiten, in denen man das USB-Kabel gefühlt jedes verdammte Mal falsch herum in den Port steckte. In den letzten Jahren hat der USB-C-Port auch bei zahlreichen Geräten Verwendung gefunden, vor allem Smartphones und Notebooks. Selbst Nvidia verbaute bei seinen Turing-GPUs einen Anschluss, der sich jedoch nie durchsetzte.
Nvidia schmeißt USB-C raus, AMD baut es ein
Er war vor allem dafür gedacht, über den VirtualLink-Standard mit angeschlossenen VR-Brillen zu kommunizieren, konnte jedoch auch für andere Dinge verwendet werden, etwa zum Anschließen eines Headsets oder um das Smartphone zu laden. Doch aufgrund der geringen Nutzung entschied man sich bei Nvidia dazu, den USB-C-Port bei den neuen Ampere-GPUs wieder zu entfernen. Den umgekehrten Weg soll nun AMD bei den kommenden Big Navi-Pixelschubsern einschlagen. Dort wird mit einem derartigen Anschluss gerechnet, wofür es seit Kurzem auch mehr oder weniger offizielle Hinweise gibt.
Denn ein Reddit-User fand heraus, dass ein jüngst veröffentlichter Patch für AMDs Open Source AMDGPU-Linuxtreiber den Support für das USB-C-Interface mit sich brachte. Der Quellcode spricht in diesem Zusammenhang klar von SIENNA CICHLID, dem gemunkelten Codenamen für Navi 21 bzw. "Big Navi". Zwar kann bereits die Workstation-GPU Radeon Pro W5700 einen USB-C-Support vorweisen, doch für AMDs Gaming-Karten wäre dies ein Novum.
AMD könnte mit der Unterstützung vor allem die in den vergangenen Jahren vermehrt auf den Markt kommenden USB-C-Gaming-Monitore abdecken wollen - abgesehen von den bereits oben erwähnten Nutzungsszenarien, die jedoch wohl kaum das Hauptargument für diese Entscheidung sein dürften.

Naja, solang genug HDMI-Schnittstellen dran sind können die von mir aus auf ner Extrablende noch nen USB Port dran kleistern
Effektiv spare ich mir eine Docking-Station durch diesen Anschluss! Klar an einem PC, der eh am Kaltgerätstecker hängt, ist der Benefit nicht ganz so groß. Aber auch da hätte man theoretisch USB und Bild, also ein Kabel weniger, wobei ich nicht weiß, wie Nvidia und AMD den USB Anschluss über die Grafikkarte gelöst haben, hier ist Intel wohl im Vorteil, wenn Graka und Chipsatz aus einem Haus stammen. Kann man bei Grafikkarten ebenfalls die USB-Ports eines über USB-C angeschlossenen Monitors verwenden? Mit passenden Treibern sollte es wohl gehen und wenn ja, dann verstehe ich nicht, warum Nvidia, dieses nützliche Feature streicht.
Ich möchte USB-C keinesfalls mehr missen!
Es gibt eine gewisse Not, weshalb man USB C einführen sollte. Bessere Haltbarkeit, in jede Richtig einsteckbar, 5A statt 2A, höhere Datenübertragungsraten usw., die Liste ist lang.
Wir haben ja auch die ganzen alten Standards zum Teufel gehauen, als sie uns nicht mehr gepasst haben. Serielle und Parallele Schnittstelle ISA, EISA, PCI (nicht zu verwechseln mit PCIe), AGP, AT Netzteile, IDE, VGA Anschluss, DVI, MIDI Schnittstelle, SCSI usw., die Liste ist endlos lang und sie wird immer länger.
(wieder eine Technik, die obsolet wurde, auch wenn Röhrenmonitore in diversen Bereichen ungeschlagen sind)