Abgewandelte Radeon RX 6700: Neue Mining-Grafikkarte in China aufgetaucht
Im Netz sind Bilder einer neuen Mining-Grafikkarte von AMD aufgetaucht, die auf einen abgespeckten Navi-22-Chip setzt. In Zukunft könnte dieser auch die Basis für eine Radeon RX 6700 sein. Auffällig ist dabei der Codename des Mining-Modells.
Im Frühjahr brachte Nvidia mit den CMP-GPUs erste Grafikkarten speziell fürs Kryptomining auf den Markt. AMD will diesen Schritt nun offenbar ebenso wagen: Schon vor zwei Wochen wurde eine entsprechende Grafikkarte von XFX abgelichtet, nun sind Bilder eines weiteren Modells aufgetaucht.
Nashira Summit als abgespeckte RX 6700 XT
Auch die neuen Bilder zeigen dabei eine Grafikkarte von XFX. Das entsprechende Herstellerlogo ist über dem PCI-E-Slot zu erkennen. Exakt um dasselbe Design handelt es sich aber nicht, denn die zuvor aufgetauchte Grafikkarte hatte zwei Einbuchtungen an der mattschwarzen Kühler-Abdeckung. Auf den jetzt aufgetauchten Produktbildern fehlt diese hingegen. Es handelt sich also entweder um eine andere Revision, oder aber um ein ganz anderes Produkt.
Quelle: Videocardz
Die Rückseite der angeblichen Mining-Grafikkarte auf Basis von Navi 22
Auch ein GPU-Z-Screenshot zu der Grafikkarte wurde veröffentlicht. Laut diesem sitzt auf dem PCB AMDs Navi-22-GPU, die beispielsweise auch bei der Radeon RX 6700 XT und der Radeon RX 6700M zum Einsatz kommt. Die Spezifikationen entsprechen dabei denen der RX 6700M. Es sind nur 2.304 der möglichen 2.560 Shader-Einheiten aktiviert, und dazu gibt es 10 GB GDDR6-Speicher an einem 160-Bit-Interface. Die RX 6700 XT setzt hingegen auf den Vollausbau mit 12 GB Speicher an einem 192-Bit-Interface.
Spannend ist am GPU-Z-Screenshot zudem der Codename. Demnach hört die Mining-Grafikkarte auf den Namen Nashira Summit. Dieser ist schon im Januar aufgetaucht, im März folgten zudem die Bezeichnungen Nashira Point und Nashira Creek.
Quelle: Videocardz
Laut GPU-Z steckt in der Grafikkarte AMDs Navi-22-Chip
Mit Hinblick auf die Leistung soll die gezeigte Mining-Grafikkarte beim Schürfen nach Ethereum 39,06 MH/s erreichen und sich damit erwartungsgemäß zwischen der RX 6600 XT und der RX 6700 XT platzieren. Die Kühlung des Modells soll dabei passiv erfolgen: An der Grafikkarte ist kein Lüfter zu sehen. Sie dürfte daher für den Einsatz in einem stark belüfteten Server-Rack gedacht sein.
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Ob und wann ein offizieller Release der Grafikkarte erfolgen wird, ist derzeit unbekannt. Auch zu einem potentiellen Release der GPU für Endkunden ist noch nichts bekannt. Theoretisch wäre zwischen der RX 6600 XT (2.048 Shader / 8 GB) und der RX 6700 XT (2.560 Shader / 12 GB) aber noch genügend Platz für eine RX 6700, die auf dieselbe GPU wie das Mining-Modell (2.304 Shader / 10 GB) setzen könnte.
Quelle: Videocardz
