AMD will GPU-Preise trotz RAM-Krise stabil halten: Kampf gegen explodierende Speicherkosten

73
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD will GPU-Preise trotz RAM-Krise stabil halten: Kampf gegen explodierende Speicherkosten
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

AMD verspricht, GPU-Preise trotz extrem gestiegener RAM-Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Doch der anhaltende Speicherengpass bleibt ein zentraler Faktor für die PC-Hardware-Preise 2026.

AMD hat bei der CES 2026 bestätigt, dass das Unternehmen versucht, die Preise für Radeon-Grafikkarten so niedrig wie möglich zu halten, obwohl der globale Speicherengpass den PC-Markt weiterhin belastet. Laut Aussagen von David McAfee, AMD-VP für das Client-Geschäft, sind langjährige strategische Partnerschaften mit DRAM-Herstellern entscheidend, um sowohl die Liefermengen als auch die Kosten für Speicherbausteine zu kontrollieren.

Die anhaltende Knappheit und die stark gestiegenen Preise für DDR- und GDDR-Speicher wirken sich jedoch auf die Herstellungskosten von GPUs aus. Schon 2025 waren viele Radeon-Modelle - insbesondere die RX-90-Serie - deutlich über ihren UVP-Empfehlungen erhältlich. AMD arbeitet daher eng mit Add-in-Card-Partnern (AIBs) zusammen, um Preissteigerungen am Markt zu begrenzen.

McAfee räumte zwar ein, dass Preisentwicklungen schwer vorherzusagen seien, betonte aber, dass das Unternehmen das Speicher-Ökosystem sehr genau manage, um die Preise möglichst nah an den empfohlenen Angaben zu halten.

Die Situation zeigt klar, dass Unternehmen mit langfristigen Verträgen die Gewinner der Krise sind, wenn man das so nennen möchte. Wer Vorräte hat und sich mit langfristigen Kontrakten abgesichert hat, ist nun deutlich weniger vom Spotpreis abhängig. Je nach Dauer der Krise wird es aber früher oder später auch die Akteure der Branche treffen, die sich gut eingedeckt hatten.

Marktprognose und Preisdruck durch Speicherengpass

Trotz AMDs Anstrengungen deuten mehrere Branchenberichte und Gerüchte darauf hin, dass Speicherpreise einen spürbaren Preisdruck auf Grafikkarten erzeugen könnten:

  • Laut Techradar deutete ein AMD-Manager an, dass es nicht garantiert sei, dass GPU-Preise stabil blieben, und Preiserhöhungen möglich seien, auch wenn diese moderat ausfallen sollen.
  • Berichte aus der Lieferkette besagen, dass AMD intern Preissteigerungen von mindestens 10 % angekündigt haben soll - ein Schritt, der aufgrund des gestiegenen Preises für GDDR-Speicher erwogen wird. Diese Informationen sind als Gerücht zu werten, da AMD offiziell keine Preisentscheidungen für Endkunden bestätigt hat.

Die Speicherkrise hat nicht nur Auswirkungen auf die Preise, sondern könnte auch dazu führen, dass einige Budget- oder Midrange-GPU-Modelle seltener oder teurer werden, wenn Hersteller versuchen, Kosten über andere Wege auszugleichen. Auch hier handelt es sich um Marktgerüchte aus der Lieferkette, die noch nicht offiziell bestätigt sind.

Am Ende zählt vor allem auch, was der Kunde auf dem Retail-Markt zu Gesicht bekommt. Da lief es für AMD bisher etwas besser, aber auch nicht gut. Exemplarisch ist die Radeon RX 9070 XT zuletzt ca. 17 Prozent gestiegen. Trotz 16 GiB kommt hier "nur" GDDR6 zum Einsatz, wodurch man nicht im Wettbewerb zu Karten mit GDDR7 steht. Bei Nvidia waren die Preissteigerungen sehr viel deutlicher und teilweise gibt es gar keine Ware mehr. Je nachdem, welches Radeon-Modell man aber anschaut, ist die Situation auch weniger freundlich. Mitunter sind es bei Stichproben schon einmal 37 Prozent.

Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT

Insgesamt bleibt die Situation volatil: Einerseits will AMD gemeinsam mit Partnern möglichst preiswerte GPUs anbieten, andererseits könnten externe Faktoren wie steigende RAM-Preise und engere Versorgung die Preislandschaft im PC-Segment weiter belasten. Die Preise für DRAM werden sich in den kommenden Monaten aus den Faktoren Nachfrage, speziell im KI-Bereich, und Produktionsausweitungen der DRAM-Hersteller ableiten. Doch letztere können einerseits nicht plötzlich reagieren und andererseits will man am Ende nicht mit Überkapazitäten dastehen, die in der Vergangenheit nicht nur einmal die Preise an die Grenze der Wirtschaftlichkeit drückten.

Quelle: via Gizmondo

73
    • Kommentare (73)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Svenc
        Gibt halt nicht mehr arg viele. Das heißt, eigentlich sogar eine Menge. Aber das meiste sind Nischen- und Indiegeschichten.

        Persönlich bin ich übrigens ganz froh drum. Konsolen sind maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Upgrade-Hamsterrad immer langsamer dreht. Geld gespart. Bin mal durchgegangen: Alleine zwischen 1994 und 1999 hatte ich 4 (!) CPUs. Mein Arbeitsspeicher verachtfachte sich (für die Allgemeinheit: Doom 1 brauchte 4MB minimum, Quake 3 64...).

        Einer der Gründe, warum Nvidia+AMD für den PC immer größere Bildschirme mit immer höheren Auflösungen und Herzzahlen pushen. Next: 6K und 1040Hz. Ein bisschen was rausholen kann man auch beim Gaming-Pöbel noch immer. Zumindest dem am PC (siehe Abschnitt "Technik"). Aber Spaß beiseite: Dass der PC ne offene Plattform ist, ist ja seine Stärke. Trotzdem ist das ein sportlicher Sprung, gerade mal ein Jahrzehnt, nachdem man auch mit ner Titan froh gewesen wäre, wenn der voll geHairWorkte Hexer sahnig über den 1080p-Schirm gezuckelt wäre.
        Nun, die Entwicklung ist halt langsamer geworden. Spiele brauchen mittlerweile 5-10 Jahre bis die fertig werden und haben vom Budget her die Hollywood Blockbuster überholt.
        Eigentlich sollte dies durch konsolidierung der Engines (aka alle nutzen UE5) und AI-Tools besser werden - schnellere Entwicklung, weniger Kosten. Aber davon ist erstmal nicht viel zu sehen.

        Ja, früher wurde fast jedes Jahr aufgerüstet. Kann mich noch an viele Momente erinnern - neues Spiel geholt: rennt wie Sack Nüsse oder gar nicht. Dann stiefelt man halt in den lokalen PC-Shop und bastelt. Das war alle 1-2 Jahre üblich. Hätte nichts dagegen, vor allem war die Hardware damals auch nicht billig. Aber mit viel Spaß verbunden.
        Dann gab es ne Zeit wo halt SLI Ding war. X79er Plattform mit 2 Nvidia GPU drine. War auch alles andere als billig und auch alles andere als sparsam

        Mittlerweile knallt man sich nen Rechner für 1500€ hin und hat für die nächsten 4 Jahre Ruhe.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Svenc
        Gibt halt nicht mehr arg viele. Das heißt, eigentlich sogar eine Menge. Aber das meiste sind Nischen- und Indiegeschichten.

        Persönlich bin ich übrigens ganz froh drum. Konsolen sind maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Upgrade-Hamsterrad immer langsamer dreht. Geld gespart. Bin mal durchgegangen: Alleine zwischen 1994 und 1999 hatte ich 4 (!) CPUs. Mein Arbeitsspeicher verachtfachte sich (für die Allgemeinheit: Doom 1 brauchte 4MB minimum, Quake 3 64...).

        Einer der Gründe, warum Nvidia+AMD für den PC immer größere Bildschirme mit immer höheren Auflösungen und Herzzahlen pushen. Next: 6K und 1040Hz. Ein bisschen was rausholen kann man auch beim Gaming-Pöbel noch immer. Zumindest dem am PC (siehe Abschnitt "Technik"). Aber Spaß beiseite: Dass der PC ne offene Plattform ist, ist ja seine Stärke. Trotzdem ist das ein sportlicher Sprung, gerade mal ein Jahrzehnt, nachdem man auch mit ner Titan froh gewesen wäre, wenn der voll geHairWorkte Hexer sahnig über den 1080p-Schirm gezuckelt wäre.
        Nun, die Entwicklung ist halt langsamer geworden. Spiele brauchen mittlerweile 5-10 Jahre bis die fertig werden und haben vom Budget her die Hollywood Blockbuster überholt.
        Eigentlich sollte dies durch konsolidierung der Engines (aka alle nutzen UE5) und AI-Tools besser werden - schnellere Entwicklung, weniger Kosten. Aber davon ist erstmal nicht viel zu sehen.

        Ja, früher wurde fast jedes Jahr aufgerüstet. Kann mich noch an viele Momente erinnern - neues Spiel geholt: rennt wie Sack Nüsse oder gar nicht. Dann stiefelt man halt in den lokalen PC-Shop und bastelt. Das war alle 1-2 Jahre üblich. Hätte nichts dagegen, vor allem war die Hardware damals auch nicht billig. Aber mit viel Spaß verbunden.
        Dann gab es ne Zeit wo halt SLI Ding war. X79er Plattform mit 2 Nvidia GPU drine. War auch alles andere als billig und auch alles andere als sparsam

        Mittlerweile knallt man sich nen Rechner für 1500€ hin und hat für die nächsten 4 Jahre Ruhe.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von cryon1c
        Grafikkarten verkaufen sich oft nach reinen PC-Spielen, die nicht auf Konsole erscheinen.
        Gibt halt nicht mehr arg viele. Das heißt, eigentlich sogar eine Menge. Aber das meiste sind Nischen- und Indiegeschichten.

        Persönlich bin ich übrigens ganz froh drum. Konsolen sind maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Upgrade-Hamsterrad immer langsamer dreht. Geld gespart. Bin mal durchgegangen: Alleine zwischen 1994 und 1999 hatte ich 4 (!) CPUs. Mein Arbeitsspeicher verachtfachte sich (für die Allgemeinheit: Doom 1 brauchte 4MB minimum, Quake 3 64...).

        Einer der Gründe, warum Nvidia+AMD für den PC immer größere Bildschirme mit immer höheren Auflösungen und Herzzahlen pushen. Next: 6K und 1040Hz. Ein bisschen was rausholen kann man auch beim Gaming-Pöbel noch immer. Zumindest dem am PC (siehe Abschnitt "Technik"). Aber Spaß beiseite: Dass der PC ne offene Plattform ist, ist ja seine Stärke. Trotzdem ist das ein sportlicher Sprung, gerade mal ein Jahrzehnt, nachdem man auch mit ner Titan froh gewesen wäre, wenn der voll geHairWorkte Hexer sahnig über den 1080p-Schirm gezuckelt wäre.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Svenc
        Die 1080Ti lebte vor allem deshalb lange: Weil PS5 und Series X kein gewaltiges Upgrade im Raster waren (ca. RX 6700-non-XT-Niveau -- siehe auch die 2080Ti, die sich im Vergleich weiterhin wacker hält). Und bis die weiterhin wenigen ersten Games auftauchten, die RT-Hardware voraussetzten, dauerte es bei heutigen Entwicklungyzyklen auch mehrere Jahre. Indiana Jones und Doom: The Dark Ages gingen etwa bereits Anfang der 2020er Jahre in Produktion.

        Jedenfalls: Je nachdem, wie die PS6 bestückt sein wird, wird man Kaliber wie 4090, 5080 und 5090 noch weitaus länger im Einsatz sehen als eine 1080Ti -- vorausgesetzt, Nvidia lässt sich nichts "einfallen", um sie früher "unbrauchbar" zu machen. Die PS6 wird schließlich die Basis für AAAAAA-Games bis weit in die 2030er Jahre vorgeben. Will mit allem nur sagen: Hardware alterte ja nie von sich aus, außer natürlich rein physisch. Es kommt immer auf die Software an. Auch längere Konsolenzyklen begünstigen lange Haltbarkeit von PC-Hardware enorm. Weil: Nennenswerte PC-Showcases sind ja so tot wie der Wing Commander. Generell verdamp lang her, dass Nvidia John Carmack ankarrte, um seine teuerste Hardware zu verkaufen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Konsolen sind aber nicht das Einzige, was interessant ist.
        Grafikkarten verkaufen sich oft nach reinen PC-Spielen, die nicht auf Konsole erscheinen.
        Und sämtlicher Fortschritt passiert am PC, Konsolen übernehmen diesen dann irgendwann (oder nicht).
        Wir brauchen halt n neues Crysis. Eventuell kriegt Chris Roberts endlich mal was durch die Tür
      • Von ThePud Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von The_Invisible84
        Wo bleibt eigentlich die News für Nvidia? https://wccftech.com/the-...

        Sie schlucken sogar einen Teil der Preiserhöhungen für die AIBs
        "Look at me, we are the good ones now"

        Was mit Geld alles möglich ist.
      • Von The_Invisible84 Software-Overclocker(in)
        Wo bleibt eigentlich die News für Nvidia? https://wccftech.com/the-...

        Sie schlucken sogar einen Teil der Preiserhöhungen für die AIBs
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk