AMD Arctic Islands: Lenovo liefert R7 M460 und R5 M430 ab April aus
Lenovo hat im Rahmen des MWC neue Mobilgeräte angekündigt, darunter zwei Yoga-510-Notebooks mit 14 und 15 Zoll, die mit bislang unveröffentlichten Radeon-GPUs erscheinen werden. Der Hersteller nennt die R7 460 mit 2 GiByte Speicher in der Pressemitteilung, bei dem kleineren soll die R5 M430 eingesetzt werden. Wahrscheinlich handelt es sich allerdings um Rebrands.
Während AMD bisher die Radeon-300-Serie sowohl auf den Desktop- als auch auf den Mobile-Markt gebracht hat, spricht Lenovo bei einer Ankündigung schon von der 400er-Generation. Unter anderem hat der Hersteller zwei Yoga-510-Notebooks mit 14 beziehungsweise 15 Zoll Bildschirmdiagonale angekündigt. Bei dem größeren Convertible nennt der Hersteller in der Pressemitteilung ganz offen die Radeon R7 M460 mit 2 GiByte Grafikspeicher beim Namen. Bei dem 14-Zoll-Modell soll laut zahlreicher Berichte die R5 M430, ebenfalls mit 2 GiByte RAM, eingesetzt werden.
Bei beiden Grafikkarten dürfte es sich jedoch um Rebrands oder bestenfalls überarbeitete Refreshes bereits bekannter GPUs handeln. AMD möchte Polaris 10 als kleinste der kommenden, neuen GPUs aggressiv für Notebooks vermarkten. Dabei dürfte es sich um das neue Topmodell handeln und wohl kaum um eine R7 M460 (Polaris 11 könnte mit niedrigen Taktraten exklusiv als R9 M495X vermarktet werden). Zudem nutzt AMD im Mobile-Bereich X-Suffixe für GPUs mit GDDR5-Speicher. 2 GiByte DDR3 wären da arg wenig - selbst bei überarbeitetem Namensschema wären 2 GiB GDDR5 spätestens aus Marketing-Sicht immer noch wenig.
Plausibler erscheint da, auf eine ältere GPU zurückzugreifen. Denkbar wäre weiterhin der Einsatz von Oland und/oder Cape Verde. Letzterer kommt aktuell in der R9 M370(X) und R9 M375(X) zum Einsatz und könnte künftig auf die R7 M460 heruntergestuft werden. Denkbar, aber unwahrscheinlich wäre ein niedrig taktender Bonaire. Für die R5 M430 als kleinste Mobile-Radeon erscheint Oland unabdingbar. An sich ist das auch gar kein Beinbruch. Die kleinen GCN-1.0-GPUs sind leistungstechnisch ohne größeren Flaschenhals gut ausbalanciert. Freesync, True Audio und andere Spielereien wird man in der Klasse nicht benötigen.
Ab April sollen die Lenovo-Notebooks übrigens für Preise ab 479 Euro verfügbar sein. Die Ausführungen mit Skylake-i7- statt Pentium-CPUs werden gewiss ein gutes Stück teurer ausfallen. In der Pressemitteilung ist indes noch die Rede von einer "Next-Generation"-Geforce-Grafikkarte, die ab Mai in Endgeräten erhältlich sein wird. Da Nvidia die kleineren Pascal-GPUs offenbar noch nicht bereit hat, sondern den GP100 und GP104 priorisiert, dürfte es sich um einen neuen Maxwell-Aufguss handeln.
Quelle: Lenovo (Pressemitteilung)

Zwar wäre Freesync alias AdaptivSync und TrueAudio verzichtbar, ebenso wie ein DP Version 1.3 aber HDMI 2.0 mit mit HDCP 2.2 zum gelegentlichen Filme schauen eher nicht. Aber Spekulatius hin oder her, einfach abwarten. April ist recht nahe an Juni dran und die Produktion sollte schon laufen. Auch ein Anzeichen das es dieses Mal ein echter Hardlaunch sein könnte im Sommer. Bis die Specs bekannt gegeben werden kann man eh nur Rätselraten spielen.