Wegen Ryzen, PS5 und Xbox Series X: AMD erwartet rekordverdächtigen Umsatz
AMD hat seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2020 veröffentlicht. Vor allem im Vergleich zum Vorjahr fallen Umsatz und Nettogewinn positiv aus. Noch viel stärker fällt aber die Umsatzprognose für das kommende dritte Quartal aus: AMD plant mit 2,55 Mrd., das wäre neuer Rekord. Ryzen, Epic und die SoCs für PS5 und Xbox Series X sollen es richten.
Intel hatte in der neuen Saison für Quartalszahlen bereits vorgelegt und vor allem beim Ausblick und der ausführlich diskutierten 7-nm-Situation enttäuscht. Und so wurden die neuen AMD-Zahlen natürlich mit großem Interesse erwartet - und Beobachter wurden nicht enttäuscht.
AMD: Starkes Q2, noch stärkeres Q3
Im abgelaufenen zweiten Quartal hat AMD 1,93 Mrd. USD umgesetzt und einen Nettogewinn von 157 Mio. USD erzielt. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 1,53 Mrd. USD Umsatz und 35 Mio. USD Gewinn - das entspricht einem Plus von 26 Prozent beim Umsatz und einer mehr als Vervierfachung beim Gewinn. Der Vergleich zum Vorquartal fällt nicht ganz so gut aus, hier steht ein Plus von 8 Prozent und beim Gewinn ein Minus von 3 Prozent.
Besonders positiv lief das Geschäft im Bereich Computer and Graphics, die mit 1,37 Mrd. USD Umsatz den größten Block stellen. Im Vorjahresvergleich steht hier ein Plus von 45 Prozent, vor allem wegen Ryzen, zum Vorquartal geht es aber wegen niedrigerer GPU-Verkäufe um fünf Prozent herunter. Der höhere Anteil von Ryzen-Mobil-Prozessoren am Umsatz sorgt für einen leichten Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) zum Vorquartal. Niedrigere Umsätze bei Grafikkarten sorgen ebenfalls für einen gesunkenen ASP. Der operative Gewinn in der Sparte Computer and Graphics erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 22 auf 200 Millionen.
Quelle: PCGH
AMD: Umsatz und Gewinn
Weniger Spaß macht die Sparte Enterprise, Embedded and Semi-Custom, aber das war im zweiten Quartal auch nicht anders zu erwarten. 565 Millionen USD Umsatz stehen in den Büchern, das ist ein Rückgang von 4 Prozent im Vorjahresvergleich und ein Plus von 62 Prozent zum Vorquartal. Die hohen Zuwächse durch den Verkauf von Epyc-Prozessoren konnten durch den Rückgang im Bereich Semi-Custom nicht ganz aufgefangen werden. AMD hatte aber bereits im Vorfeld angekündigt, dass man erst im dritten Quartal mit steigenden Umsätzen aus den SoCs für Playstation und Xbox rechne.
Und so ist der Blick nach vorne dieses Mal besonders spannend. AMD sieht zwar bei den Prognosen für das kommende dritte Quartal gewisse Risiken durch die Corona-Situation, die Wirtschaftsentwicklung und die Nachfrage der Endkonsumenten. Aber man erwartet 2,55 Mrd. USD Umsatz (+/- 100 Mio.) und das wäre eine Steigerung von 42 Prozent zum Vorjahr und ein Wachstum von 32 Prozent zum Vorquartal. Vor allem Ryzen, Epyc und Next-Gen-SoCs für PS5 und Xbox Series X sollen für diese Umsätze sorgen. Einen derart hohen Umsatz hat AMD bisher noch nicht erreicht, die 2-Milliarden-Schallmauer hat man bisher auch nur einmal im Q4/2019 mit 2,127 Mrd. USD durchbrochen. An der Börse kommen die Aussichten gut an, in Frankfurt notiert die AMD-Aktie bei über 63 Euro und damit am Allzeithoch. Die Intel-Aktie ist dagegen weiter im roten Bereich, seit letzter Woche hat Intel 20 Prozent an Wert verloren.

Oft werden Mischkalkulationen gemacht, wo ein Teil eines Projektes aus Eigenkapital und der Großteil aus Fremdkapital aufgebracht wird. Ist immer abhängig von der momentanen Wirschafts- und Zinslage.
Vielleicht bei ganz kleinen Betrieben, wie Tante Emma Laden, die machen es vielleicht nicht so.
So ganz genau kenne ich mich da nicht mehr aus, ist schon zu lange her, wo ich sowas mal lernen musste^^
Wichtig ist am Ende, dass genug Umsatz rein kommt, welcher alle Kosten deckt, sodass am Ende kein Minus steht und das Minus nicht mit Personalabbau oder dergleichen verhindert wurde, dann ist eine Firma oder ein Unternehmen gesund.
Es braucht nunmal einen Monat um den Quartalsbericht zu erstellen. Das bedeutet die Zahlen von Q3 gibts Ende Oktober. Und außerdem hat AMD noch das Problem sowohl einen Abschluss für GAAP( Generally Accepted Acounting Principles) oder Allgemein akzeptierte Rechnungslegungsgrundsätze und auch noch für Non - GAAP einen Abschluss erstellen muss. Was ist GAAP (generally accepted accounting principles)? - Definition von WhatIs.com und IFRS(International Financial Reporting Standards) kurz gefasst Internationale Rechnungslegung a al FAS AG: IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben nur als Beispiel
Fangen wir damit an, das Kapital egal ob Eigenkapital oder Fremdkapital immer Geld kostet, klingt erstmal etwas komisch, aber auch Eigenkapital ist nicht umsonst. Wenn du das nicht verstehst, bitte googeln, denn das führe ich jetzt nicht weiter aus.
Also nehmen wir an AMD benötigt für die Erschließung neuer Marktanteile (Marketing, erhöhte Personalkosten usw.) 1 Millarde Euro. Dann ist die Überlegung wie beschaffe ich mir das Kapital? Hab ich es in der Portokasse oder muss ich frisches Geld dafür aufnehmen. Gehen wir davon aus, dass die Kohle nicht vorhanden ist.
Jetzt schaut sich natürlich AMD an was kostet es mich das ganze fremd zu finanzieren und was kostet es mich, dies durch Eigenkapital zu finanzieren? Aktuell sind wir in der Situation, dass Fremdkapital äußerst billig zu bekommen ist, da kaum Zinsen gezahlt werden müssen bzw. diese teilweise sogar negativ sind. Eine Finanzierung über Eigenkapital macht also in den wenigsten Fällen Sinn.
Also wird AMD die Investition durch Fremdkapital finanzieren (hierbei auch mal gerne den Leverage Effekt anschauen, der besagt nämlich, dass es immer sinnvoll ist Fremdkapital aufzunehmen, solange die Erträge aus dem aufgenommen Kapital höher sind, wie die Zinsen die dafür bezahlt werden müssen). Ich hoffe das ist soweit verständlich.
Jetzt haben wir allerdings das Problem, dass AMD sehr wenig Eigenkapital hatte, was wiederum schlecht ist, weil wenn man mal ein schlechtes Jahr hat und ein Verlust entsteht, wird dieser durch Eigenkapital beglichen. Hat man quasi kein Eigenkapital mehr ist man defacto pleite...
Aus diesem Grund war es für AMD sinnvoll neues Eigenkapital aufzubauen und die Schulden so zu belassen wie sie sind. Bzw. diese umschichten und teure Kredite durch günstige zu ersetzen, um dadurch die Fixkosten zu senken.
Da wir aktuell noch in der Lage sind, dass die Zinsen wohl noch eine ganze Weile auf dem niedrigen Niveau verharren werden, macht es für AMD also überhaupt keinen Sinn Schulden zu senken, da die Kosten dafür sehr gering sind und es somit Geld zum Fenster rausgeschmissen wäre.
Ich hoffe das ist jetzt somit verstanden, wieso es für AMD keinen Sinn ergibt großartig Schulden zu tilgen. Aktuell sind sie bilanztechnisch sehr solide und verfügen ungefähr über gleich viel Eigen- und Fremdkapital.
Das ganze solltest du jetzt aber nicht auf den Privatgebrauch ummünzen, denn da bin ich der Ansicht, dass man immer schnellstmöglich schauen sollte wieder schuldenfrei zu sein. Für Unternehmen gilt dies allerdings nicht. bzw. wirst du auch keins finden, welches sich ausschließlich durch Eigenkapital finanziert.
Fangen wir damit an, das Kapital egal ob Eigenkapital oder Fremdkapital immer Geld kostet, klingt erstmal etwas komisch, aber auch Eigenkapital ist nicht umsonst. Wenn du das nicht verstehst, bitte googeln, denn das führe ich jetzt nicht weiter aus.
Also nehmen wir an AMD benötigt für die Erschließung neuer Marktanteile (Marketing, erhöhte Personalkosten usw.) 1 Millarde Euro. Dann ist die Überlegung wie beschaffe ich mir das Kapital? Hab ich es in der Portokasse oder muss ich frisches Geld dafür aufnehmen. Gehen wir davon aus, dass die Kohle nicht vorhanden ist.
Jetzt schaut sich natürlich AMD an was kostet es mich das ganze fremd zu finanzieren und was kostet es mich, dies durch Eigenkapital zu finanzieren? Aktuell sind wir in der Situation, dass Fremdkapital äußerst billig zu bekommen ist, da kaum Zinsen gezahlt werden müssen bzw. diese teilweise sogar negativ sind. Eine Finanzierung über Eigenkapital macht also in den wenigsten Fällen Sinn.
Also wird AMD die Investition durch Fremdkapital finanzieren (hierbei auch mal gerne den Leverage Effekt anschauen, der besagt nämlich, dass es immer sinnvoll ist Fremdkapital aufzunehmen, solange die Erträge aus dem aufgenommen Kapital höher sind, wie die Zinsen die dafür bezahlt werden müssen). Ich hoffe das ist soweit verständlich.
Jetzt haben wir allerdings das Problem, dass AMD sehr wenig Eigenkapital hatte, was wiederum schlecht ist, weil wenn man mal ein schlechtes Jahr hat und ein Verlust entsteht, wird dieser durch Eigenkapital beglichen. Hat man quasi kein Eigenkapital mehr ist man defacto pleite...
Aus diesem Grund war es für AMD sinnvoll neues Eigenkapital aufzubauen und die Schulden so zu belassen wie sie sind. Bzw. diese umschichten und teure Kredite durch günstige zu ersetzen, um dadurch die Fixkosten zu senken.
Da wir aktuell noch in der Lage sind, dass die Zinsen wohl noch eine ganze Weile auf dem niedrigen Niveau verharren werden, macht es für AMD also überhaupt keinen Sinn Schulden zu senken, da die Kosten dafür sehr gering sind und es somit Geld zum Fenster rausgeschmissen wäre.
Ich hoffe das ist jetzt somit verstanden, wieso es für AMD keinen Sinn ergibt großartig Schulden zu tilgen. Aktuell sind sie bilanztechnisch sehr solide und verfügen ungefähr über gleich viel Eigen- und Fremdkapital.
Das ganze solltest du jetzt aber nicht auf den Privatgebrauch ummünzen, denn da bin ich der Ansicht, dass man immer schnellstmöglich schauen sollte wieder schuldenfrei zu sein. Für Unternehmen gilt dies allerdings nicht. bzw. wirst du auch keins finden, welches sich ausschließlich durch Eigenkapital finanziert.
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Leider viel zu wenige gekauft... aber 660 % Kursgewinn können sich sehen lassen, danke AMD und Respekt an alle die so lange drin geblieben sind und noch drin sind.
Absolut tolle Story, kurz vor der Insolvenz und dann so einen Turnaround in diesem Marktumfeld mit einem Giganten gegen einen Goliath....