AMD: Neues Namensschema für Prozessoren

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Kein vertauschtes Bild - das ist der Athlon X2 BE-2350, auch wenn in der Beschriftung noch 'Athlon 64' steht. Quelle: (Bild: PCGH) Kein vertauschtes Bild - das ist der Athlon X2 BE-2350, auch wenn in der Beschriftung noch "Athlon 64" steht. AMD hat heute neben zwei Prozessoren auch ein neues Namensschema vorgestellt, das die Einordnung der Leistung erleichtern soll.

Der Zusatz "64" in der Prozessorbezeichnung wird künftig entfallen. "AMD 64 ist mittlerweile ein Standard, der bekannt ist", sagte AMD-Pressesprecher Stephan Schwolow, ältere Prozessoren würden aber ihre Namen behalten. Die Prozessoren werden zudem nur noch mit einer Kombination aus zwei Buchstaben und vier Zahlen unterschieden ("BE-2350").

Die beiden Buchstaben stehen dabei für den Prozessortyp. Der erste der beiden Buchstaben beschreibt nach den Worten von Schwolow, für welche Klasse der Chip vorgesehen ist - Einsteiger (L), Mittelklasse (B) oder High-End (G). Der zweite gibt die maximale thermische Verlustleistung (TDP) an, ein "E" stehe für eine TDP von weniger als 65 Watt. Der eben vorgestellte Athlon X2 BE-2350 erzeugt mit nur 45 Watt sogar eine deutlich geringere Verlustleistung. Ein "S" an zweiter Stelle tragen Prozessoren im Namen, die annähernd 65 Watt TDP benötigen, ein "P" kennzeichnet schließlich Modelle mit deutlich mehr als 65 Watt.

Den beiden Buchstaben folgt eine vierstellige Ziffernkombination. Die erste dieser vier Zahlen repräsentiert die "Eigenschaften des Prozessors". Dabei steht die "2" beim BE-2350 für einen Prozessor aus der X2-Familie. Die kommenden Phenom-Prozessoren werden einer Präsentation zufolge mit einer "7" beginnen, während Oberklasse-X2-Prozessoren an dieser Stelle eine "6" tragen.

Die hinteren drei Zahlen sollen helfen, die Leistung des Chips innerhalb seiner Klasse einzuschätzen. Höhere Zahlen stünden dabei nicht nur für eine höhere Taktfrequenz, sondern unter Umständen auch für mehr Funktionen, sagt Schwolow. Alle künftig erscheinenden AMD-Prozessoren werden nach dem neuen Schema benannt, einzige Ausnahme ist die FX-Reihe - hier sind keine Änderungen geplant. Auch die Opteron-Serie bleibt von den Änderungen unberührt. Der Markenname Sempron bleibt ebenfalls bestehen, die Modellnummer wird aber dem Schema angepasst. Ein solcher Billig-Prozessor könnte dann zum Beispiel Sempron (ohne 64) LE-1250 heißen.

AMD hatte das oft als "Rating" bezeichnete Namensschema zum Start des Athlon XP im Oktober 2001 eingeführt. Weil Intel damals mit dem Pentium 4 deutlich höhere Taktraten erreichte, sollten die virtuellen Taktfrequenzen ausdrücken, dass AMD-Prozessoren trotz geringeren Taktes ähnlich leistungsstark waren. Offiziell nannte AMD den Pentium 4 aber nie als Grund, sondern sprach stets von der besseren Vergleichbarkeit zu einem Athlon Thunderbird, der auf einer etwas älteren Architektur basierte.

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