Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1 im Test: AMDs treibendes Weihnachtsgeschenk [Update: Praxisvideo]

Heute, Kinder, wird's was geben: Wie in den Jahren zuvor veröffentlicht AMD ein großes Update der Radeon-Treibersoftware. Der Crimson-Relive-Nachfolger hört auf den Namen "Adrenalin" und bringt allen Radeon-Nutzern neue Funktionen. PC Games Hardware hat sich die Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1 genauer angesehen.

292
Special Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1 im Test: AMDs treibendes Weihnachtsgeschenk
Quelle: PC Games Hardware
Aktuelle Änderungen hervorheben

AMD hält Wort und veröffentlicht pünktlich vor Jahresende das nächste große Treiber-Update ("Big Annual Release", kurz BAR): Die Radeon Software Adrenalin Edition beerbt den erfolgreichen Crimson Relive. Neben Verbesserungen der Leistung in ausgesuchten Spielen punktet der neue Rotton - der Namensgeber ist eine Rose - vor allem mit Komfortfunktionen. PCGH berichtet live aus dem Testlabor, wo die Radeon Software 17.12.1 bereits einige Betriebsstunden hinter sich gebracht hat. Neu ist nun auch ein Praxisvideo zur Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1.

Radeon Software Adrenalin Edition: Neue Funktionen im Praxistest

Ganz neu und die wohl wichtigste Neuerung in der Adrenalin-Edition ist das Radeon Overlay, welches einerseits wichtige Informationen (wie die Bildrate, Grafikkarten-Taktraten oder Speicherbelegung) anzeigen kann. Außerdem erlaubt es die Steuerung der Treiberkernfunktionen direkt im Spiel: Neben Relive können auch Chill, das Frame Rate Target, Freesync und die Farben angepasst werden, ohne dass ein Heraustabben notwendig ist.
Radeon Software Adrenalin Edition presentation 48 Quelle: AMD / PC Games Hardware Radeon Software Adrenalin Edition presentation 48

In den PCGH-Tests verrichtet die Radeon Software 17.12.1 tadellos ihre Dienste - auch in den Low-Level-Schnittstellen Vulkan und Direct X 12. Die Überwachung der Vitalfunktionen ist hilfreich und ersetzt weitgehend Programme wie den MSI Afterburner, weist jedoch ein Manko auf: Die Schrift der Einblendung ist nicht skalierbar, was auf Ultra-HD-Displays die Lesbarkeit erschwert. Praktisch ist hingegen, dass die Daten auf Wunsch in eine Protokolldatei geschrieben und somit mittels Excel, Texteditor & Co. ausgewertet werden können.

Auch die Capturing-Funktion Radeon Relive wurde überarbeitet: Die Aufnahme erfolgt nun noch ressourcenschonender und unterstützt neuerdings die Vulkan-Schnittstelle, davon haben wir uns im Praxistest mit Wolfenstein 2 überzeugt. Außerdem wurden die Radeon-Einstellungen um den neuen "Verbinden"-Button (Connect) erweitert. Dahinter versteckt sich nicht nur eine Galerie aller mit Relive angefertigten Videos und Screenshots, sondern auch eine Social-Media-Funktion. Wer bei Youtube, Twitch, Twitter, Facebook und Konsorten angemeldet ist, kann hier seine Werke direkt hochladen oder priorisieren.

Radeon Software Adrenalin Edition: Nutzerwünsche haben Priorität

AMD betont, dass man zwar eine interne Agenda mit eigenen Plänen und Ideen habe, parallel jedoch die Nutzerwünsche implementiere. Um diese in den Arbeitsablauf einzubauen, haben die Treiberschreiber längst eine Abstimmungsfunktion installiert, über welche die Nutzer monatlich für neue Features votieren können. Falls Sie's noch nicht wussten. Die Option versteckt sich hinter dem Stern-Symbol, rechts oben in den Radeon Settings.

Platz 1 der Nutzerwünsche betrifft Enhanced Sync alias Erweiterte Synchronisierung: Diese funktioniert nun mit allen GCN-Grafikkarten (ab HD 7000). Des Weiteren wurde Radeon Chill stark erweitert; der intelligente Stromspar-Algorithmus arbeitet nun mit allen Spielen zusammen. Die Basis dafür bildet nun keine Whitelist mehr, auf der bereis getestete Spiele hinterlegt werden. Viel mehr wird das Pferd nun andersherum aufgezäumt: Prinzipiell laufen alle Spiele mit Chill und Problemkinder landen nach und nach auf einer Blacklist.
Auch die langersehnte Profilfunktion für den Wattman(ager) wurde integriert. Nun lassen sich verschiedene Einstellungen zuverlässig abspeichern und laden. Daneben hat AMD an der Latenz zwischen Eingabe und Umsetzung auf dem Bildschirm gearbeitet, alle DX11-Spiele sollen etwas reaktionsfreudiger dargestellt werden. Auf der Strecke geblieben ist VSR, der neue Treiber bietet nach wie vor keine Unterstützung ultrabreiter Formate - vielleicht klappt's bei der nächsten Abstimmung.
Radeon Software Adrenalin Edition presentation 30 Quelle: AMD / PC Games Hardware Radeon Software Adrenalin Edition presentation 30 Damit nicht genug, die Radeon-Macher haben mit AMD Link nun außerdem eine Mobile-App für Android- und iOS-Geräte erstellt, welche den Funktionsumfang des Overlays und Connect-Menüs vereint. Wissenswert: Während sich die Einblendung am Rechner minimal auf die Bildraten auswirkt, erfolgt die Handy-Implementierung ohne Leistungskosten.
Radeon Software Adrenalin Edition presentation 59 Quelle: AMD / PC Games Hardware Radeon Software Adrenalin Edition presentation 59

Radeon Software Adrenalin Edition: Fazit

Immer wieder erreicht uns die Frage, welche Punkte für eine Radeon- gegenüber einer Geforce-Grafikkarte sprechen. Spätestens mit dem diesjährigen Update der Radeon Software lautet die Antwort eindeutig: der Treiber. Die stetige Weiterentwicklung inklusive Umsetzung der Nutzerwünsche hat dazu geführt, dass die AMD-Treiber wesentlich besser sind als ihr Ruf. Selbstverständlich läuft bei einer derart komplexen Software nicht immer alles rund, insgesamt bietet AMD jedoch wesentlich mehr Funktion und Komfort als der Marktführer und Rivale Nvidia. Während Radeon-Nutzer nur den Treiber installieren müssen, um Videos und Bilder anzufertigen, benötigen Geforce-Besitzer die registrierungspflichtige Geforce Experience. Während die Radeon Software umfassende Tuning-Optionen (Taktraten, Spannungen, Powerlimit) beinhaltet, sind auf der anderen Seite der Macht weitere Zusatzprogramme notwendig. Daneben bietet AMD mit der Adrenalin-Edition weitere Gimmicks wie Social-Media-Accountmanagement und die neue Mobile-App für alle, die's brauchen.
Radeon Software Adrenalin Edition presentation 14 Quelle: AMD / PC Games Hardware Radeon Software Adrenalin Edition presentation 14

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit der Radeon Software 17.12.1 baut AMD seinen Vorsprung gegenüber Nvidia aus. Allein, wer auf ein signifikantes Leistungsplus gehofft hatte, der wird enttäuscht. Das Thema "Wundertreiber" begräbt AMD im Gespräch mit PC Games Hardware ganz offiziell: Es werde keine riesigen Leistungssprünge "aus dem Nichts" mehr geben, da man hart daran arbeite, direkt zum Launch (von Spielen) die bestmögliche Leistung zu erzielen. Kleinere Verbesserungen wird es jedoch auch in Zukunft geben - übrigens auch direkt mit der RS 17.12.1, denn der Treiber verbessert die Frametimes in Assassin's Creed Origins signifikant.

PCGH verwendet die Radeon Software 17.12.1 bereits seit einer Woche für ofenfrische Benchmarks. Zwar ist kein Vergleich der Treiberleistung geplant, die jährliche Umstellung des GPU-Parcours ist jedoch in vollem Gange. In Kürze präsentieren wir Ihnen den Grafikkarten-Leistungsindex 2018, welcher 20 aktuelle Spiele und eine Einschätzung der Produktivleistung erlaubt. Der Einsatz der neuesten Treiber ist dabei selbstverständlich.

Interessenten finden die komplette Präsentation der Radeon Software Adrenalin Edition in der Bildergalerie, direkt hinter den von PCGH angefertigten Screenshots.

Bildergalerie

292
    • Kommentare (292)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von xaskor Freizeitschrauber(in)
        17.12.2 läuft wie 'ne 1 bei mir.
      • Von xaskor Freizeitschrauber(in)
        17.12.2 läuft wie 'ne 1 bei mir.
      • Von reddevil66693
        Scheiss auf heiligabend ich bin nicht religiös.

        Wenn du das so auffasst dann ist das dein Problem back to Topic.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Du hast eine Ausdrucksweise... Heute ist Heiligabend. Bitte versuch mal nicht so rüber zu kommen als wohnst du im Ghetto. Du klingst fast immer etwas agro. Wie ein Halbstarker der versucht sich auf dem Schulhof zu behaupten.

        Gesendet von meinem HTC mit Tapatalk
      • Von reddevil66693
        Zitat von Cleriker
        Du kannst zwar machen mit deiner Hardware was du willst, aber... die arme Karte. Und wie realisierst du die Stromversorgung? Reibungsenergie?

        Gesendet von meinem HTC mit Tapatalk
        Drauf ´´geschissen´´ .
      • Von reddevil66693
        Zitat von JanJake
        Das muss weh getan haben! Was hat jetzt Vega mit dem Treiber zu tun? O.o

        Der Treiber ist für alle Karten ab der R9 2XX aufwärts. Aber reden wir nicht noch einmal drüber.



        Danke! Made my Day!
        Weil es ne Amd Karte ist, das ich selbst das ewähnen muss zeugt von gewaltiger intelligenz.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk