A Plague Tale Requiem im Test: Atmosphärischer Grafikkartenkiller [Update: RX 6700]
Mit A Plague Tale Requiem bekommt das charmante und dichtatmosphärische Schleichabenteuer A Plague Tale Innocence einen Nachfolger. War Innocence bereits ein erzählerisches Kleinod samt liebevoll gestalteter Grafik und dichter Audiokulisse, legt der Nachfolger technisch deutlich zu. Nicht zuletzt mit Unterstützung von Nvidia, die das extrem anspruchsvolle Spiel als eins der Showcases für die neue RTX 4090 nutzen - mit DLSS 3.0, bislang aber noch ohne Raytracing.
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Update vom 01. November: Wir haben die Grafikkarten-Benchmarks um die Leistungswerte einer Radeon RX 6700 (Non-XT) erweitert. Diese Grafikkarte ist bereits einige Monate erhältlich, bisherige Testanfragen blieben jedoch unbeantwortet - bis zur vergangenen Woche, als uns der AMD-Exklusivpartner Sapphire eine Pulse Radeon RX 6700 zukommen ließ. Freuen Sie sich auf einen Test dieser attraktiven Nischen-Grafikkarte mit 10 GiByte Speicher in den nächsten Tagen! Bis dahin zeigt die Radeon RX 6700 in A Plague Take: Requiem, was sie zu leisten imstande ist. Außerdem finden Interessierte nun den GPU-Test-Spielstand im Artikel - eventuell für einen Community-Benchmark-Thread?
A Plague Tale Requiem (DRM-frei bei GOG, Steam, Epic) ist der direkte Nachfolger zu dem 2019 erschienenen, sehr sympathisch erzählten Scheichabenteuer A Plague Tale Innocence. Wie bereits im Vorgänger übernehmen Sie die Rolle der jungen Adelstochter Amicia de Rune im spätmittelalterlichen Frankreich während des 100-Jährigen Krieges. Das Spiel vermengt für die dichte Atmosphäre und erstklassig geschriebene Geschichte einige interessante Elemente, darunter eine Coming-of-Age-Story, Verantwortung stärkerer gegenüber schwächeren, finstere Machenschaften geheimnisumwobener Kulte und Organisationen sowie eine tüchtige Portion Dark Fantasy respektive Horror, Magie, Flüche und Mystizismus.
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A Plague Tale Requiem: Inhalt
Wie der Vorgänger erzählt A Plague Tale Requiem die Geschichte in 17 linear gestaffelten Kapiteln und erinnert von der Strukturierung und der erzählerischen Dichte eher an klassische Formen des Storytellings respektive Literatur oder Film denn an einen stark Gameplay-fokussierten Abenteuerspielplatz. Die Spielemechaniken - obwohl gegenüber dem Vorgänger etwas ausgebaut und poliert, sind verhältnismäßig simpel gestrickt und obendrein nicht allzu anspruchsvoll. Sie erkunden zumeist lineare Gebiete, laufen von A nach B und lauschen den Gesprächen der Figuren, die Umstände und Begebenheiten in unterhaltsamen Dialogen kommentieren. Darauf folgen Knobelpassagen, die zumeist Feuer und die übernatürlich angehauchten Ratten betreffen, welche wiederum durch die unheimliche, mystische Kraft Prima Macular (lateinisch für "der erste Makel") mit der Blutline der Familie de Rune und dem Wüten der Beulenpest verknüpft sind. Ein weiteres Gameplay-Element sind die Schleichabschnitte, in denen Sie zumeist Soldaten ausweichen oder diese beseitigen müssen - gegenüber dem Vorgänger ist Amicia eine ganze Ecke aggressiver, obwohl sie Töten noch immer verabscheut, hat sie keine Bedenken, im Zweifel zum Schutz ihrer Familie und Freunde über Leichen zu gehen. Überhaupt ist der Ton des Spiels trotz des lichteren, mediterranen Szenarios wiederholt sehr düster und brutal. Das Spielprinzip vom Anspruch aber eher gemäßigt. Als helfende Hand steht Lucas, der Alchimistenlehrling aus dem Vorgänger Amicia häufig zur Seite - und hält auch die Hand des Spielers. Gelegentlich vielleicht gar ein wenig sehr, einige der generell nicht sonderlich komplexen Rätsel löst das Spiel im Grunde selbst.
A Plague Tale Requiem: Das Testvideo
Während sich spielerisch und am generellen Design-Konzept gegenüber dem Vorgänger relativ wenig ändert, macht Requiem, insbesondere bei der Technik, einen großen Sprung. Audiovisuell ist der atmosphärische Mittelalter-Horror sehr ansprechend, neben der Grafik sind auch die Ausschmückung der Areale sowie Inszenierung dem Vorgänger deutlich merklich überlegen. Zu den wiederholten Qualitäten zählt neben der grandiosen Musikuntermalung, deren zittrige Celli die huschenden Bewegungen und kalten, trippelnden Schritte der Ratten nachempfinden und so für stimmigen Gänsehaut-Flair sorgen, außerdem die neben grandiosen englischen und französischen Tonspuren die immerhin gute deutsche Synchronisation. Für die volle Packung Atmosphäre kann neben einer ebenfalls ausgesprochen gut gelungenen englischen Sprachausgabe außerdem die französische Sprachspur gewählt werden - auf Wunsch mit deutschen Untertiteln. Weiteres zum Gameplay erfahren Sie im Test bei den Kollegen der PC Games.
A Plague Tale Requiem wird von dem mittlerweile recht großen Studio Asobo entwickelt - also jenem in Bordeaux ansässigem Studio, das unter anderem an Microsofts Flight Simulator werkelt. A Plague Tale Requiem nutzt exklusiv die DirectX-12-Schnittstelle, wurde in Kooperation mit Nvidia und als einer der Launch-Titel für die RTX 4090 beziehungsweise das neue DLSS 3.0 entwickelt. Die - abseits der Frame Generation - genutzte DLSS-Version ist dabei 2.4.12, also die gleiche Iteration, die etwa auch für das Nvidia-Upsampling in Uncharted Legacy of Thieves genutzt wird. Für die Frame Generation kommt eine weitere DLL (nvngx_dlssg.dll) zum Einsatz, diese trägt Versionsnummer 1.0.2.0. Es steht außerdem anzunehmen, dass A Plague Tale Requiem insbesondere für Nvidia-GPUs und explizit die RTX 4090 optimiert wurde, wie unter anderem der extrem hohe Leistungsanspruch erahnen lässt. Denkt man sich einen weiteren Performance-Verlust durch das noch fehlende Raytracing hinzu, so scheinen verhältnismäßig niedrige Frameraten um oder knapp unter 60 Fps mit einer RTX 4090 in nativer Ultra-HD-Auflösung nicht unrealistisch. Eventuell benötigt Nvidias neues Flaggschiff in naher Zukunft gar Unterstützung von DLSS, um A Plague Tale Requiem in Ultra HD mit Raytracing flüssige Bildraten zu erzielen.

Ich interessiere mich für Requiem. Wäre es empfehlenswert erst Innocence zu spielen?
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Ich habe mir den Titel gekauft und muss sagen, dass es mit eingeschaltetem DLSS und mittleren Details flüssig spielbar ist (55-80 FPS) und trotzdem noch sehr hübsch anzusehen ist. Aber dafür musste ich mir das Spiel erst kaufen.
Es wäre mal interessant, wenn ihr bei euren Benchmarks - zumindest bei solchen hardwarehungrigen Titels - in den entsprechenden Auflösungen noch Durchläufe macht mit niedrigeren Details. Und vielleicht einer kurzen subjektiven Bewertung, ob das Spiel dennoch gut aussieht, oder ob man schon auf die obersten Detailstufen bestehen muss, um ein ordentliches Bild zu haben.
Somit können Besitzer älterer Grafikkarten die Information herausziehen, ob man nun vorher eine neue Graka benötigt, oder ob es die alte vorerst doch noch tut.
Gruß Alex
Keine Ahnung welche Technik.
Habe mich inzwischen dran gewöhnt unter 60 FPs zu sein, dank FreeSync halbwegs erträglich.
Was mehr stört sind diverse Nachladeruckler (vermute ich) obwohl jede Menge Speicher frei ist und das Spiel auf NVMe liegt.