Intel und AMD legen überraschend Rechtsstreit bei
AMD und Intel haben überraschend bekannt gegeben, dass man alle offenen Rechtsstreitigkeiten beigelegt hat. Sowohl die Streitigkeiten um das ablaufende Lizenzabkommen als auch die Wettbewerbsbenachteiligung von Intel gegenüber AMD ist damit vom Tisch.
AMD und Intel haben in gemeinsamen Erklärungen bekannt gegeben, dass beide Firmen Frieden geschlossen haben. Damit sind sowohl die wettbewerbsrechtlichen Streitigkeiten als auch das Gezeter um das im Jahr 2010 ablaufende Lizenzabkommen praktisch vom Tisch. Das Cross-Licensing-Abkommen wird um fünf Jahre verlängert, Intel verpflichtet sich zur Zahlung von 1,25 Mrd. US-Dollar an AMD. Außerdem will Intel bestimmte Geschäftspraktiken wie Provisionierung/Rabatte unterlassen. Im Gegenzug lässt AMD seine Beschwerden und auch seine Schadensersatzansprüche fallen. An der Börse gewinnt AMD nach Bekanntgabe der Neuigkeiten aktuell rund 25 Prozent.
Alle Infos zum Rechtstreit um das Lizenzabkommen zwischen AMD und Intel finden Sie einem eigenen Artikel bei PC Games Hardware.
Interessante Links zum Thema Intel/AMD:
• Monopolmissbrauch: Intel von New York verklagt
• EU-Kommision: Einzelheiten zum Kartellverfahren gegen Intel veröffentlicht
• EU-Kartellverfahren: Intel droht Milliardenstrafe - Update: Intel verweigert Zahlung der 1,06 Mrd. Euro Strafe
• Intel wehrt sich gegen Monopol-Verfahren der EU-Kommission

Wärend eine reine Bündelung mit entsprechendem Rabatt natürlich legal ist, dürfte die verzögerte Belieferung von Händlern, die dabei nicht mitmachen, wohl unter unlauterem Wettbewerb fallen. (man kann sich natürlich drum rum schleichen, in dem man einfach nur Bundles anbietet - siehe z.B. das zeitweise Fehlen einzelner Atom-CPUs auf dem Markt. Aber wenn man beides anbietet, dann muss man auch beide Kunden gleich beliefern und kann nicht diejenigen bevorteilen, die einem noch zusätzlich Geld zu schieben)
Oder hast du schonmal gesehen das es bei Mäces Pepsi gibt
Problematisch ist nur, wenn man selbst ein Monopol in einem Bereich hat (z.B. Betriebssysteme) und das nutzt, um eine marktbeherrschende Stellung in einem anderen Bereich (z.B. Mediaplayer) zu erlangen. D.h. solange AMD nicht 99% des CPU-Marktes dominiert und zeitgleich kaum Grafikkarten verkauft, bekommen sie keinen Ärger, wenn sie beide bündeln.
Aber s.o.: Das müssen dann auch wirklich Komplettpakete sein. Grafikkarten zu verkaufen, aber nicht/verzögert zu liefern, wenn jemand nicht auch CPUs dazu kauft, das geht nicht.
Bei AMD gibt es ja auch keine Intel CPUs zu kaufen, hingegen in normalen Computergeschäften hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Herstellern. In anderen Branchen sind "exklusiv-Verträge" gang und gäbe.
Rabatte unter der Bedingung, dass man andere Produkte nicht bei der Konkurrenz kauft?
Das gibt dann wieder so böse Klagen und n schlechtes Image
Solange es die Rabatte nur auf eigene Produkte gibt und nicht mit der Klausel, nix vom anderen zu nehmen.
Ie HD5770 + RS880 mit SB710 und Phenom 2/925 für (sagen wir einfach mal) 250€ statt 350€ ist OK.
Das ganze aber mit der Klausel 'no nVidia Graphics' wäre nicht OK.
Aber das weißt du sicher und du wolltest nicht nur mal eben flamen, um Intel gut dastehen zu lassen, richtig?
Oder hast du bei einem BMW Händler schon mal einen neuen VW gesehen bzw kaufen können.