Globalfoundries sorgt für Ärger zwischen AMD und Intel

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Intel macht Ernst: Wie nun bekannt wurde, will Intel das Lizenzabkommen mit AMD aufkündigen.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC verkündet AMD, ein unerfreuliches Schreiben von Intel bekommen zu haben. Intel droht darin, das 2001 geschlossene Cross-Licensing-Abkommen mit AMD, das noch bis 2010 Gültigkeit hat, einseitig zu kündigen. AMD hätte 60 Tage Zeit, den Forderungen von Intel nachzukommen.

Intel glaubt, dass AMD mit der Auslagerung der Chipproduktion zur neuen Firma Globalfoundries gegen die Bestimmungen des Lizenzabkommens verstoßen hat. Schon bei der Ankündigung im Herbst letzten Jahres ließ Intel verlauten, dass man das Vorhaben von AMD genau prüfen werde. Unbestätigten Gerüchten zufolge darf AMD auf Basis des Lizenzabkommens nur 20 Prozent der CPUs in Fremdfertigung herstellen lassen. Intel zweifelt nun offenbar an, dass Globalfoundries wirklich eine Tochter von AMD ist, und beruft sich dabei mutmaßlich auf die Mehrheits-Verhältnisse.

Details lassen sich dem Dokument, das der SEC zugegangen ist, aber nicht entnehmen. AMD ist aber offenbar von seinem Rechtsstandpunkt so weit überzeugt, dass man seinerseits Intel einseitigen Vertragsbruch vorwirft. Daher könne AMD weiterhin Intel-Lizenzen und -Nutzungsrechte in Anspruch nehmen, Intel die entsprechenden AMD-Rechte aber entziehen. Ein Schlichtungsverfahren soll diese verzwickte Situation offenbar entschärfen.

Erst Mitte Februar hatte Intel vor Gericht einen Antrag eingereicht, um Nvidia die Chipsatz-Lizenz u. a. für Nehalem-CPUs zu entziehen.

Update vom 17. März: Die Vorwürfe von Intel gegenüber AMD wurden etwas präzisiert. Intel ist offenbar der Überzeugung, dass AMD das Lizenzabkommen durch die Auslagerung der Produktion in eine Tochtergesellschaft verletzt. Aus Intels Sicht ist Globalfoundries, an der der auch der Investor ATIC beteiligt ist, aufgrund der Mehrheitsverhältnisse keine Tochtergesellschaft von AMD wie sie das Abkommen vorsieht. Die Übergabe des Vertrages zwischen Intel und AMD an Globalfoundries sei in diesem Fall nicht möglich. Folglich habe AMDs Fertigungsgesellschaft auch keine Rechte.

Im Detail kann sich Intel nicht zum Vertrag äußern, da man eine Geheimhaltungspflicht mit AMD habe. Interessanterweise übergibt man das Stöckchen an AMD in dem man behauptet, man habe vorgeschlagen, dass AMD den Teil des Patentabkommens veröffentlicht, um den es im Streit geht. Dies habe AMD aber bisher abgelehnt.

AMD könne nicht einseitig Lizenzrechte mit Intel ohne Rückfrage auf Dritte übertragen, so Intels Chefjurist D. Bruce Sewell. Man habe schon im Oktober die Vorbehalte gegenüber AMD geltend machen wollen. Man sei gegenüber den eigenen Aktionären verpflichtet, geistiges Eigentum zu schützen, welches in Zahlen mehre Milliarden ausmachen würde.

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    • Kommentare (219)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        Keine neuen Meldungen zum Thema.
        Wenn die Sache vor Gericht geht, ist aber auch mit einer Dauer von mehrern Jahren zu rechnen, wärend der die Parteien keine Aussage zum laufenden Verfahren machen.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        Keine neuen Meldungen zum Thema.
        Wenn die Sache vor Gericht geht, ist aber auch mit einer Dauer von mehrern Jahren zu rechnen, wärend der die Parteien keine Aussage zum laufenden Verfahren machen.
      • Von A3000T Software-Overclocker(in)
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        Ist da inzwischen eigentlich was rausgekommen? Hab die letzten Monate nicht vorm Rechner verbracht und bin daher nicht mehr auf dem neuesten Stand? Wäre natürlich toll, wenn AMDs Schmarotzerei endlich ein Ende fände.
      • Von minustaurusrex
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        So ein schwachsinn alles nur heisse luft

        Intel kann höchstens seiner kundschaft das geld aus der tasche ziehen sonst nichts!
        Das kann nur ein gericht entscheiden und ganz bestimmt nicht intel
        AMD hätte das bestimmt nicht getan ohne ihre anwälte zu konsultieren und das waren bestimmt keine anfänger
        Intel will nur von seinen zahlreichen webewerbsklagen ablenken die sie am hals haben und wahrscheinlich auch verlieren werden
      • Von SolidBadBoy Software-Overclocker(in)
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        Hi,

        Intel kotzt mich langsam an die wollen immer die oberhand haben!
        nur weil sich jetzt AMD/ATI gestärkt haben wollen sie die wider runterdrücken!
        ich hoff das Intel als VERLIERER der ganzen Sache da steht!

        das wären fürn AMDfan tolle nachrichten
      • Von tils Software-Overclocker(in)
        AW: Intel will Lizenzabkommen mit AMD kündigen

        Zitat von riedochs
        Nö, da spricht man die Preiserhöhungen untereinander ab. Ist ja auch besser für alle.
        e.on hatte die durchsuchung wegen vermuteter preisabsprache. ein zimmer konnte e.on der eu nicht aufmachen. sie hätten "keinen schlüssel". eu klebt siegel an die tür, nächste woche waren auf ein mal 11 schlüssel da. und das siegel war gebrochen. die klage hat e.on abgewehrt durch den freiwilligen verkauf der netze.

        aber der strommarkt besteht nicht nur aus e.on. solche fälle gibt es in vielen branchen. die it-branche ist noch aggressiver
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