Vorabmuster ausprobiert

GC 2008: High-End-Headset Roccat Kave im PCGH-Hands-on-Test

In Leipzig konnten wir uns einen ersten Praxiseindruck von Roccats 5.1-Headset Kave verschaffen. Dabei prüften wir Tragekomfort, Klang und das aufwendige Bedienelement. Das Roccat-Headset soll noch in diesem Jahr verfügbar sein und knapp weniger als 100 Euro kosten. (Daniel Möllendorf, 23.08.2008)
 
Im Roccat-Hinterzimmer konnten wir das Kave ausführliche ausprobieren. (Bild: PCGH)
 
Im Roccat-Hinterzimmer konnten wir das Kave ausführliche ausprobieren. (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit dem Preis spricht das Kave hauptsächlich ambitionierte Spieler an - ein guter Tragekomfort über mehrere Stunden ist daher besonders wichtig. Der erste Eindruck war sehr positiv: Die großen Hörmuscheln - beschichtet mit einer Art Leder - schmiegten sich weich an. Sie sollten selbst Spielern mit großen Ohren passen. Zudem umschlossen sie die Ohren im Test optimal und schirmten Umgebungsgeräusche wirksam ab - bereits ab mittlerer Lautstärke hörten wir nichts mehr vom Dialog der beiden Kollegen neben uns. Der Kopfbügel verfügt über drei Kissen - ebenfalls aus einer Art Leder. Zudem lässt er sich präzise ausrichten. Erfreulich für Spieler mit leicht abstehenden Ohren: Die Hörmuscheln sind recht tief - die Ohren liegen nicht auf.

In den Muscheln erkennt man sehr gut mehrere Lautsprecher. Anders als beim 7.1-Headset Razer Megalodon wird der Raumklang also nicht simuliert, sondern mit mehreren Lautsprechern ermöglicht. Mit unseren mitgebrachten Teststücken und ausreichend Zeit verschafften wir uns zudem einen ersten Eindruck vom Klang. Dabei wurden höhen und Mitten angenehm und sauber wiedergegeben. Allerdings reichten hohe Töne nicht so weit herauf. Der Bass war - wie bei den meisten Spieleler-Headset - laut und mächtig, zeigte aber auch relativ viele Details. Trotzdem klang der Tieftonbereich ein wenig dumpf, fast traurig - hier besteht noch Optimierungsbedarf. Roccat versprach allerdings, das bis zum fertigen Produkt noch Optimierung ansteht. Das Kave verbinden Sie per Klinkenstecker mit der Soundkarte. Ein zusätzlicher USB-Anschluss ist für das Bedienelement und die Vibrationsfunktion nötig.

Sehr praktisch war das Bedienelement. Anders als klassische Kabelfernbedienungen legen Sie es auf den Tisch. Ist es zugeklappt, steuern Sie lediglich die Gesamtlautstärke oder schalten das Mikrofon stumm. Wenn Sie es aufklappen, können Sie zudem die Laustärke der einzelnen Kanäle sowie vom Bass regeln. Gelungen: Dafür stehen Schieberegler bereit - offenbar inspiriert von einem Mischpult.

Unser erster Eindruck vom Roccat Kave war positiv: Wenn der Hersteller den Klang weiter optimiert und die räumliche Ortung bei Spielen gut funktioniert (das konnten wir noch nicht testen), dürfen sich Spieler auf ein gelungenes Headset freuen.

Update: 5.5.2009:
Mittlerweile hat PC Games Hardware auch den finalen Test des Roccat Kave veröffentlicht.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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