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  • Headset-Test 2016 für Spieler: Kaufberatung und Vergleich [April]

    Kaufberatung und Bestenliste für Spieler-Headsets Quelle: AIDBOX

    Headsets 2016 für Gamer im Test: Das beste Headset für den Geldbeutel zu finden, ist nicht einfach. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster Headsets, die um die Gunst der Spieler ringen. Eine Kaufentscheidung wird dadurch erschwert, dass "Klang" sehr subjektiv und schwierig zu beschreiben ist. In dieser Kaufberatung stellen wir Ihnen einige sehr unterschiedliche Headsets aus allen Preisklassen vor, die wir bereits getestet haben und die uns auf die eine oder andere Art überzeugen konnten. Zudem geben wir einige generelle Tipps.

    Guter Klang ist eine sehr subjektive Sache, jeder Mensch erlebt ihn etwas anders und empfindet auch das Sounding - also den durch Abstimmung und Bauart bedingten Klang beispielsweise eines Headsets - als eher angenehm oder nicht. Ob Ihnen etwa ein basslastiger, ein neutraler Sound eher zusagt oder Sie detaillierte, spitze Höhen schätzen, können wir nicht für Sie entscheiden. Dies erschwert generelle Empfehlungen zwar etwas, dennoch gibt es auch beim Klang reichlich Qualitätsmerkmale, die sich mit ein wenig Übung sehr deutlich heraushören lassen - oder durch ihr Fehlen auffallen. Zusätzlich bewerten wir bei unseren Tests natürlich unter anderem auch den Komfort, die Ausstattung und Verarbeitung. Wir beginnen mit unseren Empfehlungen (grob sortiert nach Preisklasse) und geben zum Abschluss noch einige Tipps und generelle Informationen.

    Spieler-Headsets - Generelle Tipps und Informationen

          

    Es gibt so viele Headsets, dass wir längst nicht alle testen, geschweige, in dieser Marktübersicht unterbringen können. Daher und zum besseren Verständnis dieses Artikels wollen wir ihnen noch einige generelle Tipps und Informationen zu Headsets und Kopfhörern im Allgemeinen geben, sowie einen kleinen Einblick in die komplizierte Dynamik und psychoakustischen Eigenheiten des Menschlichen Gehörs eingehen.

    USB und Surround oder lieber klassisches Stereo-Headset?

          

    Viele Gaming-Headsets werben mit 3D-, 5.1- oder 7.1-Surround-Sound. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um ganz normale Stereo-Headsets, die den Klang mittels einer Software so verändern, dass ein räumlicher Eindruck entsteht. Es gibt verschiedene Techniken, doch prinzipiell funktionieren sie allesamt mit psychoakustischen Tricks, es entsteht kein "echter" Surround-Sound. Das menschliche Gehirn bekommt also gezielt verfälschte oder verzögerte Töne zugespielt und erzeugt daraus und der eigenen Hörerfahrung einen mehr oder (meist) weniger überzeugenden Raumklang. Leider entstehen durch solche Kniffe oft auch Nebeneffekte, darunter beispielsweise starker Hall oder eine weitere Betonung von sowieso schon störenden Klangcharakteristika eines Headsets - im Normalfall lässt sich die Surround-Simulation aber auch abschalten. Einen Vorteil eines solchen Headsets kann(!) die zwangsweise integrierte (USB-)Soundkarte darstellen: Diese sind in Einzelfällen besser als der auf dem Mainboard verbaute Onboard-Codec und bringen eventuell noch einige Zusatzfunktionen und Einstellungsmöglichkeiten für das Headset mit. Dies könnten beispielsweise ein guter Equalizer, eine Beleuchtungsfunktion und/oder Presets für die Surround-Simulation sein. USB-Headsets kommen zudem häufig mit einer umfangreichen Kabelfernbedienung daher. Bei einigen Headsets lässt sich die Soundkarte abnehmen, das Gerät dann mittels Klinkenstecker direkt an der Soundkarte oder auch für den mobilen Einsatz an Smartphone oder Tablet betreiben. Achten Sie daher beim Kauf darauf, für welche Einsatzzwecke Sie das Headset nutzen wollen - und ob Sie die USB-Soundkarte wirklich benötigen.

    Auch "normale" Stereo-Headsets ohne Surround-Unterstützung gibt es mit eingebauter USB-Soundkarte. Und auch hier gelten die oben genannten Vorteile: Unter Umständen ist die USB-Soundkarte besser als das verbaute Onboard-Audio, zusätzliche Features können nützlich sein. Allerdings muss das nicht zwangsweise auch so sein. Nicht selten wird beispielsweise von der offensichtlich schlechten USB-Lösung deutlich hörbares Rauschen induziert, zudem sind viele aktuelle Onboard-Codecs in Bezug auf die Klangqualität zumindest ordentlich - mit genügend Reserven für die allermeisten Headsets. Haben Sie gar eine dedizierte Soundkarte, klingt das Headset per USB angeschlossen mit einiger Sicherheit schlechter als wenn Sie es direkt an die Soundkarte anschließen würden - hoffentlich lässt sich auch die USB-Soundkarte des Headsets abnehmen und das Gerät auch tatsächlich anschließen. Hier liegt die Stärke des klassischen Stereo-Headsets mit Klinkenanschluss: Auf Unnötiges wird verzichtet, kein USB-Gerät kann den Klang negativ beeinträchtigen und das volle Potenzial der restlichen Audiohardware kann genutzt werden. Wer auf eine Surround-Simulation dennoch nicht verzichten kann, nutzt dann einfach die Funktionen der Soundkarte oder des Onboard-Audios, sollten diese keinen virtuellen Mehrkanal-Sound unterstützen, hilft beispielsweise die kostenlose Software Razer Surround ab (Registrierung erforderlich).

    Spieler-Headsets - Offen, geschlossen? Aufliegend oder umschließend?

          

    Probetragen ist fast ein Muss. Die Bauart des Headsets spielt eine große Rolle bei Klang, Isolation und Komfort. Ein großes, schweres Headset sitzt in den meisten Fällen besser, wenn die Ohrpolster groß und üppig dimensioniert wurden und sich das Gewicht besser verteilen kann. Ein kleines, leichtes Headset kann auch mit aufliegenden Polstern gut sitzen, allerdings drücken diese häufiger unangenehm als Over-Ear-Designs. Besonders Brillenträger sollten eher ein umschließendes Modell bevorzugen. Natürlich gilt das nicht immer, es gibt auch sehr bequeme On-Ear-Kopfhörer oder Headsets, wie beispielsweise den überaus beliebten Kult-DJ-Kopfhörer Sennheiser HD25 II. Zudem wird es unter einigen Over-Ears-Hörern sehr warm, was ebenfalls unangenehm sein kann. Bestenfalls kann man das Objekt der Begierde vor dem Kauf Probe tragen, denn ein richtiger Sitz ist nicht nur für den Komfort wichtig. Sitzt ein Headset nicht sauber, werden vor allem tiefe Töne nicht wie angedacht in die Gehörgänge, sondern nach außen gelenkt, Bass und untere Mitten leiden stark.

    Letztere Information lässt sich prinzipiell auch auf die Bauformen "offen" und "geschlossen" anwenden, wenn auch nur teilweise. Ein geschlossener Hörer sorgt - zumindest in der Theorie - für eine bessere und straffere Basswiedergabe, bei der offenen Bauweise ist der Bass meist etwas weniger stark ausgeprägt, zudem ist die Präzision meist weniger genau, der Tiefton etwas weicher und schwammiger. Dafür gewinnt der offene Hörer meist deutlich bei der Raumabbildung: Das Klangbild ist häufig viel offener als bei einem geschlossenen System. Dies erzeugt nicht nur eine authentischer wirkende Kulisse, sondern hilft auch bei der Ortung von Klängen. Zudem dringt häufig ein wenig Luft an die Ohren, daher empfinden nicht wenige einen offenen Hörer als angenehmer zu tragen - vor allem längerfristig. Einer der größten Nachteile des offenen Designs ist, das Klänge nach Außen und Innen dringen können - in einigen Fällen fast ungedämmt. Das kann sehr zu Lasten der Mitmenschen gehen, falls diese dem Radau ausgesetzt sind, zudem ist solch ein Hörer als Lärmdämmung (beispielsweise, um lästige Lüftergeräusche abzumildern) nur eingeschränkt von Nutzen. Diese Eigenschaften sind stark generalisiert, nicht immer gilt beispielsweise, dass ein offener Hörer keinen kräftigen, tiefen Bass oder ein geschlossener Hören kein sehr offenes Klangbild haben kann. Insgesamt ist es daher schwer, eine bestimmte Bauart zu empfehlen. Es kommt immer ein wenig auf die eigenen Präferenzen und den Einsatzzweck, sowie das Headset oder den Kopfhörer an.

    Was hat es mit den ganzen Frequenzen auf sich?

          

    Lassen Sie sich daher beim Kauf nicht von nett klingenden Zahlen und Werten täuschen! Die für das menschliche Gehör relevanten Frequenzen lassen sich in drei (sehr grobe) Bereiche teilen: Tief-, Mittel-, und Hochton. Im Idealfall decken diese die Frequenzen von etwa 20 Hz bis 20.000 Hz ab. Unterhalb von 20 Hz beginnt der Infraschall, diesen kann der menschliche Körper nur durch (verhältnismäßig starke) Druckveränderungen in der Luft wahrnehmen, nicht aber hören. Ultraschall mit über 20.000 Hz können die meisten Menschen gar nicht wahrnehmen, nur sehr junge Personen mit ausgezeichnetem Gehör können eventuell noch ein leises Pfeifen vernehmen. Die Frequenzreichweite wird im Normalfall in den Herstellerspezifikationen angegeben, leider sagt diese beinahe gar nichts über den Klang eines Headsets aus. Denn ein entscheidender Faktor fehlt: Mehr noch als die Breite des Frequenzbereichs hat die -amplitude Auswirkungen auf den Sound. Diese bestimmt die Lautstärke eines bestimmten Punkts im Frequenzband. Für einen potenziellen Käufer, der sich auf Zahlen verlassen möchte, bringt dies ein Problem mit sich: So können die Treiber vielleicht 20 Hz - 20.000 Hz abdecken, wie laut diese jedoch die Frequenzen abspielen, lässt sich anhand dieser Informationen aber nicht ablesen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist nur ein Bruchteil dieses Bereichs überhaupt laut genug, um wahrgenommen zu werden. Beim sehr Tiefton-starken Mionix Nash 20 liegt etwa die Grenze für den noch gut vernehmbaren Bass bei etwas über 40 Hz, darunter fällt die Lautstärke sehr schnell ab, Frequenzen um 30 Hz sind kaum noch wahrnehmbar. Die meisten Messungen im Audio-Bereich werden bei 1 KHz vorgenommen, es reicht für die Hersteller also, an dieser Stelle des Frequenzbandes gute Werte zu liefern, der Klang und der Rest der Frequenzkurve sind bei diesen Messungen praktisch komplett irrelevant. Normalerweise achtet ein Hersteller darauf die Amplitude der Frequenzkurve bei 1 KHz bei möglichst genau 0 dB erreichen zu lassen, der sogenannte "Honey Pot" für die Messungen. Lassen Sie sich daher beim Kauf nicht von nett klingenden Zahlen und Werten täuschen!

    Wird die Amplitude einer Frequenz oder eines ganzen Bereichs angehoben, können damit bestimmte Töne aus den Klang hervorgehoben werden, beispielsweise menschliche Stimmen oder - wie bei Gaming-Headsets besonders beliebt - der Kickbass um 100 Hz. Das Anheben einer Frequenz hat aber auch Nachteile: Das menschliche Gehör ist auf laute Töne konditioniert, reagiert also besonders sensibel auf laute Geräusche und je höher also eine bestimmte Frequenz angehoben wird, desto deutlicher sticht sie aus den Klangbild heraus - und verdeckt schlimmstenfalls nebenliegende Töne. Zudem entstehen bei solcherlei Eingriffen häufig Unsauberkeiten durch ein Nachschwingen der Treiber oder (ungewollte) Resonanzen in der Ohrmuschel. All diese Faktoren spielen beim Klang eines Headsets eine große Rolle, dazu kommt das Design und die Bauart des Geräts sowie die psychoakustischen Eigenheiten des menschlichen sowie ganz persönlichen Gehörs - kurz: Eine gute Abstimmung eines Headsets ist keine einfache Angelegenheit und erfordert neben Erfahrung und akustischem Know-How auch eine ordentliche technische Basis.

    Diese Abstimmung wird im Jargon oft (leicht abfällig) als Badewanne bezeichnet.Die beliebte Bassanhebung kommt beispielsweise häufig mit einer starken Mittenschwäche daher, im schlechten Fall fängt sich die Frequenzkurve erst im Hochtonbereich kurz wieder, um dann oft gleich wieder abzustürzen. Diese Abstimmung wird im Jargon oft (leicht abfällig) als "Badewanne" bezeichnet, da die U-Form der Frequenzkurve (angehobene Bässe, abfallende Mitten und wieder ansteigende Höhen) an den Querschnitt einer Badewanne erinnert. Dabei ist eine solche Abstimmung nicht tendenziell schlecht, sondern Geschmacksache. Viele empfinden ein solches Sounding als angenehm: Im Idealfall sorgt eine leichte Bassanhebung sorgt für einen warmen Grundton und knackige Bässe, eine sanfte Betonung der Höhen hilft beim Herausarbeiten von Details, der Einschätzung von Entfernung sowie Richtung von Klängen und der Stimmverständlichkeit. Wichtig hierbei ist allerdings, dass sich in dem Klangbild keine großen Löcher auftun oder die Mitten zu weit in den Hintergrund treten. Denn auch Letztere haben großen Einfluss auf das Sounding und verleihen Tönen viel von ihrer Natürlichkeit, Volumen und Kraft. Fallen die Mitten zu stark ab, klingt daher beispielsweise eine menschliche Stimme blechern, eine Geige flach und ausdruckslos oder eine Flöte quietschig. Zudem sind starke Mitten wichtig für die Trennung einzelner Klänge, sie bringen Räumlichkeit und helfen bei der Orientierung.

    Wir empfehlen außerdem die Lektüre des Artikels: Onboard-Sound gegen Soundkarte: Wo liegen die wesentlichen Unterschiede?

    08:56
    Soundkarte vs. Onboard im Spielebetrieb: Deutlich hörbare Unterschiede
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    Es gibt 262 Kommentare zum Artikel
    Von domo1989
    ok ich schau mal dank dir
    Von efdev


    Mach am besten nen Thread im passenden Unterforum auf und es wird dir schon jemand helfen
    Dann noch direkt ordentlich schreiben was der Preisrahmen ist und möglichst genau schreiben was die Anforderungen sind da sind immer ein paar Leute unterwegs die den Markt halbwegs im Blick haben.
    Von domo1989
    Hmm ok ich hatte mich ein wenig schon auf das HyperX Cloud II Gaming Headset für PC/PS4/Mac gun metal eingeschossen aber ich bin bei dem großen Markt einfach überfragt...
    Von efdev


    Meiner Erfahrung nach wird dir Ortung durch 5.1/7.1 weder besser noch einfacher mit Pech sogar schlechter.
    Von domo1989
    Meine Güte ist das Thema kompliziert... Für hilfe wäre ich sehr dankbar!
    Unzwar besitze ich aktuell das Logitech G930 welches aber nun einen defekten Akku aufweist und ersetzt werden muss. Vorher hatte ich zum spielen von CS und co ein Medusa 5.1 von Speedlink.
    Zu meinen Ansprüchen:
    Ich suche ein Headset am…
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http://www.pcgameshardware.de/Headset-Hardware-255588/Specials/Bestenliste-Kaufberatung-Test-1147053/
25.04.2016
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