PCGH-Retro, 01. Februar [Quelle: siehe Bildergalerie]
...1982: Intels 8086-Prozessor steckte als im ersten IBM-PC von 1981 und erlangte dadurch weltweite Bekanntheit. Doch nur wenige Monate später stellt Intel bereits den Nachfolger dieses Chips vor: den 80286. Er ist abwärtskompatibel zu seinem ebenfalls 16-bittigen Vorgänger, kann im Gegensatz zu diesem aber bis zu 16 MiByte RAM nutzen. L1- oder L2-Caches gibt's noch nicht, bei einer Kernspannung von 5 Volt erreicht der Chip mit seinen 134.000 Transistoren ganze 16 MHz - Nachbauten anderer Hersteller schaffen später bis zu 25 MHz. Nennenswerte Verbreitung findet der "286er" erst in IBMs PC/AT von 1984.
...1991: Sun Microsystems beginnt mit der Entwicklung von Java (das zu diesem Zeitpunkt allerdings noch "Oak" heißt). Die Technik, benannt nach einer bei den Entwicklern besonders beliebten Kaffeesorte, besteht aus einer objektorientierten Programmiersprache und der zugehörigen Laufzeitumgebung. Besonderes Merkmal ist die Plattform-Unabhängigkeit, denn Java-Programme laufen auf praktisch allen Betriebssystemen - meist innerhalb des Browsers. 2007 wird Java unter die Open-Source-Lizenz GPL gestellt.
...2004: Als Nachfolger für den Northwood bringt Intel den Pentium 4 mit Prescott-Kern auf den Markt. Neu gegenüber seinem Vorgänger sind unter anderem der auf 1 MiByte verdoppelte L2-Cache und die Befehlssatzerweiterung SSE3. Noch gibt's den neuen P4, der mit bis zu 3,4 GHz antritt, nur für den Sockel 478, der neue Sockel 775 samt neuem Namensschema folgt erst im Juni. Der Prescott ist der vorletzte Kern der Singlecore-Reihe Pentium 4 (ihm folgt nur noch der Cedar Mill) und damit einer der letzten Netburst-Vertreter.
Mehr zum Thema:•
Geschichte der wichtigsten Intel-CPUs (mit Bildergalerie)
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Sysprofile-User
01.02.2012 04:38
das aufgeben der netburst-architektur war wohl die beste entscheidung des unternehmens...
PC-Selbstbauer
01.02.2012 01:09
286er mit CDROM Laufwerk? Hab ich bisher auch noch nicht gesehen. Ein CDROM Laufwerk hatte ich erst in meinem 486er, allerdings gleich triplespeed. Mein 286er hatte nur MSDOS 5.0 inklusive DOSShell, ein Floppy- und ein Diskettenlaufwerk, VGA Grafikkarte, Soundblaster Soundkarte, 2 Megabyte RAM, einen damals riesigen 14 Zoll Bildschirm von Philips und einen Nadeldrucker für Endlospapier (Der Drucker funktioniert immer noch, nur einen LPT1 Anschluss hat leider kein moderner PC mehr). War damals (1989) ein Auslaufmodell bei der Bank bei der mein Vater damals arbeitete, allerdings frage ich mich ernsthaft, was die dort in der Bank mit einem Joystickport (!)(eigentlich 2, auf Zusatzkarte) gemacht haben
Die Schuld liegt aber weniger bei Atari und Amiga als bei Motorola. Die haben die Weiterentwicklung des 68000, der bei denen ja als Hauptprozessor fungierte, erst verschlampt und dann gründlich in den Sand gesetzt, indem sie die Abwärtskompatibilität vernachlässigt haben. Deshalb hat der Amiga 1200 (der letzte Amiga vor Commodores bankrott 1994) auch immer noch einen 68EC020 von 1984(ein 68020 mit leicht von 32 auf 24bit reduzierten Datenbus) eingebaut, spätere Versionen des Chips waren nicht zu allen Programmen kompatibel. Die teureren Modell 3000 und 4000 hatten zwar einen 68030 bzw 68040 eingebaut, jedoch deren Taktpotenzial nicht ausgeschöpft da vor allem letzterer Hitzeprobleme bereitete (damals wurden Chips noch nicht wirklich gekühlt, nicht mal passiv) und waren teurer als vergleichbare PCs
Flicker Fixer hatte eigentlich eine ganz andere Aufgabe, nämlich das Jittering zu unterbinden, welches bei der Umwandlung von digital zu analog entstand. Grafisch hatte der Amiga mit dem HAM Modus Auflösungen und Farbtiefe, die selbst die damaligen Apple (welche Grafiker bevorzugt einsetzten) blass aussehen ließen, aber kaum ein Spiel profitierte davon; im Gegenteil! Spiele wurden generell mit einer Farbtiefe von 16 oder 32 Farben produziert um an Geschwindigkeit zu gewinnt wegen des weiter oben beschriebenen Prozessorproblems. Auch die Auflösung wurde deshalb regelmäßig runtergeschraubt. Als die schnelleren versionen A3000 und A4000 rauskamen zogen die Spieleentwickler nicht nach, was für Commodore fatal war.
Zum Vergleich: VGA konnte bei 640x480 auflösung auch nur 16 farben darstellen, erst bei 320x240 waren 256 Farben drin. Erst mit SVGA oder VESA waren 256 farben bei höheren Auflösungen bis 800x600 möglich. HAM6 (der Original HAM Modus) konnte schon 4096 farben gleichzeitig darstellen (12bit Farbtiefe) bei einer Maximalauflösung von 320x576, HAM8 auf AGA Boards sogar 262000 (18bit Farbtiefe)... und dies bei Auflösungen jenseits von XGA!
Beim Sound muss ich dir allerdings recht geben, auch wenn das immer noch weit besser war als was der PC hatte (PC Spreaker, anyone?). Die konnte man zwar mit was besserem ausrüsten, war aber vor 1992 eher selten der fall, erst der Soundblaster 16 brachte den entgültigen durchbruch der Soundkarten, zu der Zeit war Amiga jedoch schon längst auf dem absteigenden Ast
Software-Overclocker
01.02.2011 12:55
Kann ich bestätigen mit dem Pentium 4 "Presskot" Prozessor. Da war Kühlen noch eine Sportart.
Die 16 - ... MHz Prozessoren habe ich ausgelassen und fing Privat gleich mit 66MHz an. Meine Güte damals war man als Kind stolz wie Oskar überhaupt ein PC zu besitzen. Wenn der PC kaputt ging wurde man Schwer depressiv. Heute hat mein 14 Jähriger Cousin schon einen 15,6" HP Multimedia Laptop. Meine Cousine hat mit 16 Jahren schon Desktop PC und Laptop. Und wen heute was kaputt geht ist es nur eine frage des Aufwands wo man Ersatz besorgt.