Vega, Navi und Next Gen: AMD detailliert die Zukunft der GPU-Chips
Neben Ryzen 2000 und Zen 2/3 hat AMD auf dem Tech Day in Rahmen der CES 2018 auch über die Zukunft der Grafikkarten gesprochen. Neben Vega als Mobile- und 7-nm-Variante erwähnt man auch Navi und die Next-Gen-GPU.
Für Spieler war der Tech Day von AMD im Rahmen der CES 2018 durchaus interessant, denn neben Ryzen 2000 sowie Zen 2/3 sprach man auch über die Zukunft der Grafikkarten. Die Planung sieht vor, dieses Jahr Vega Mobile auf den Markt zu bringen, 2019 Navi als Vega-Nachfolger und ab 2020 eine noch namenslose Next-Gen-GPU.
AMD Tech Day: Vega Mobile
In naher Zukunft (genau: Mitte 2018) hat AMD die Einführung von Vega für Mobilgeräte geplant. Radeon Vega Mobile ist ein auf Basis der Architektur Vega 11 "neu entwickelter" Chip, der speziell auf die Bedürfnisse von Notebooks zugeschnitten sei. Das bedeutet vor allem auch eine Zügelung beim Stromverbrauch. AMD erreicht dies unter anderem mit einer deutlichen Verkleinerung im Vergleich zum Desktop-Pendant. Von den bis zu 64 Compute Units dürften damit maximal die Hälfte übrig bleiben. Auch beim Speicher-Interface bleibt die Hälfte übrig: 1.024 Bit. Mit Details hielt man sich aber vornehm zurück, weshalb schon hier die Spekulationen anfangen. Mit 1,7 Millimetern ist das Package aus GPU und HBM2 jedenfalls genauso hoch wie das von Kaby Lake G, was die Vermutung nahe legt, dass es Ähnlichkeiten gibt - etwa bei EMIB und den Compute Units, die wohl im Bereich von 24-32 liegen. Gesichert ist das aber nicht. Von Taktraten ist erwartungsgemäß gar nichts zu hören. Erwarten darf man einen Leistungsbereich, der Spielenotebooks und Workstations befeuern soll.
Quelle: AMD
Vega, Navi und Next Gen: AMD detailliert die Zukunft der GPU-Chips (3)
Apropos Intel: AMD hat offenbar kein Problem damit, die Zusammenarbeit zu thematisieren. Man wolle die Gelegenheit nutzen, die Marke Radeon in weiteren Märkten zu stärken. Wenn jemand ein gutes Produkt sucht und AMD liefern kann, ist man offen für Gespräche. Ob Intel aber die Zusammenarbeit angesichts der neuen Eigenanstrengungen um leistungsfähigere Grafikchips ausbaut, ist unklar.
AMD Tech Day: Vega 7 nm und Navi
Darüber hinaus wurde auch über die etwas fernere GPU-Zukunft gesprochen und da fallen die Begriffe Vega in 7 nm und Navi. Vega soll in 7 nm noch einmal aufgelegt werden und im Segment der Business-Lösungen unter anderem für Machine Learning Nvidia unter Druck setzen. Ansonsten bleibt es aber auch hier vage, etwa bei der Frage des Fertigungsstandortes, denn Globalfoundries hat noch keinen entsprechenden Prozess im Angebot, während TSMC und Samsung Mitte des Jahres in Serie gehen wollen.
Quelle: AMD
Vega, Navi und Next Gen: AMD detailliert die Zukunft der GPU-Chips (5)
Den nächsten größeren Schritt geht AMD erst 2019, denn dann soll Navi kommen. AMD nennt bislang nur "einige grundlegende Verbesserungen" gegenüber Vega - in früheren Roadmap sprach der Chiphersteller von "Next-Gen-Speicher" und betonte die "Skalierbarkeit". Die Arbeiten an der nachfolgenden Generation haben begonnen, aber die kommt frühestens 2020 und hat noch keinen offiziellen Namen. Wie es mit Polaris weitergeht, lässt AMD offen. Angesichts des Schweigens darf man wohl davon ausgehen, dass hier für das gerade begonnene Jahr keine Neuerungen geplant sind.

Denn wenn nicht alles schiefgeht dürfte Ampere wohl 30% Leistung mindestens drauflegen und dabei etwas effizienter sein.
Das heißt eine hypothetische GTX 2060 kommt in den Leistungsbereich einer Vega 56 und da Nvidia auch attraktiv sein muss, bieten sie höchstwahrscheinlich ein besseres P/L als mit Pascal.
Der Marktanteil geht jedenfalls weiter zurück. AMD könnte viel mehr Karten absetzen.
Zumindest gab es diverse 8GB Custom Design Modelle vor dem Mining Hype (ca. Mai /Juni 2017) schon für € 250-260 zu kaufen.
Z.B.: Gigabyte RX 580 Gaming 8G
Sapphire Nitro+ Radeon RX 580 8GD5
MSI Radeon RX 580 Gaming X 8G
MSI Radeon RX 580 Armor 8G OC (die ist an einem Aktionstag auch mal auf €220 gefallen (Laut Preisvergleich am 07.06.2017).
Andere Designs sind dagegen nie unter €270 gefallen.
Denn wenn nicht alles schiefgeht dürfte Ampere wohl 30% Leistung mindestens drauflegen und dabei etwas effizienter sein.
Das heißt eine hypothetische GTX 2060 kommt in den Leistungsbereich einer Vega 56 und da Nvidia auch attraktiv sein muss, bieten sie höchstwahrscheinlich ein besseres P/L als mit Pascal.
Kann natürlich sein, muss aber nicht. Schließlich haben hohe Verkaufszahlen nicht automatisch mit guten Produkten was zu tun. Es gibt ja technisch hochwertige Produkte die Flops wurden im Vergleich zur Konkurrenz und es gibt Produkte, die rein durch gutes Marketing hohe Verkäufe erzielt haben.
Wollen wir mal für AMD hoffen, dass sie nicht völlig einbrechen.