AMDs Vega-Nachfolger Navi: Angeblich grundlegend für die Playstation 5 entwickelt
Im Umfeld der E3 zankt sich die Gerüchteküche um AMDs GPU-Mikroarchitekturen Vega und dessen Nachfolger Navi. Letzterer sei maßgeblich vom Semi-Custom-Team für Sonys Playstation 5 entwickelt und daher mehrmals umgeschmissen worden. Von anderer Seite heißt es, Raja Koduri habe die Roadmap mehrfach geändert, was der Entwicklung geschadet habe.
Die aktuelle Debatte um AMDs GPU-Sparte fing damit an, dass die Webseite theinformation.com ein Interview mit Forrest Norrod veröffentlicht hat, der bei AMD die Enterprise-, Embedded- und Semi-Custom-Sparte verantwortet. Zum Weggang von Raja Koduri als früherer Leiter der Radeon Technologies Group merkte er an, dass Koduri ein brillanter Typ, Architekt und Vermarkter sei, jedoch zu sehr in der Zukunft lebe. Die Produktpläne für neue Grafikchips habe er mehrfach geändert, was zu einer "Verschwendung auf der GPU-Roadmap" geführt habe.
Ashraf Eassa, der als Analyst für fool.com schreibt und für seine Kontakte, aber auch seine Pro-Intel -Einstellung bekannt ist, gab seine Meinung daraufhin auf Twitter zum Besten. Demnach sei es nicht Koduris Schuld, dass Vega leistungsmäßig hinter den Erwartungen zurückblieb. Navi sei nicht nur wegen der 7-nm-Ausbeute von TSMC von 2018 auf 2019 verschoben worden, sondern wegen mehrmaliger "Definitionsänderungen" für Sony. In einem anderen, inzwischen gelöschten Tweet führte er aus, dass zwei Drittel des RTG-Teams für die Semi-Custom-Sparte abgestellt worden sei, um zusammen mit Sony an Navi zu arbeiten. Der Vega-Nachfolger soll maßgeblich auf die Bedürfnisse der Japaner für die Playstation 5 abgestimmt worden sein.
Nun haben sowohl forbes.com als auch wccftech.com eigene Artikel veröffentlicht, die das Gerücht um den Abzug von zwei Drittel des RTG-Teams laut eigenen Aussagen auf Basis eigener Quellen wiedergeben. Wccftech.com führt darüber hinaus noch aus, dass Navi eine komplett neue Architektur als GCN-Nachfolger darstelle und der Desktop erst Ende 2019 oder Anfang 2020 mit Navi-basierten Grafikkarten versorgt werde. Zumindest beim letzteren Punkt haben wir von mehreren Boardpartnern etwas anderes auf der Computex 2018 gehört.
Was genau im Hintergrund bei AMD die letzten Jahre lief, werden wir wohl nie mit Gewissheit erfahren. Klar ist, dass die Entwicklungsbudgets vor der Veröffentlichung der Ryzen-Prozessoren knapp waren und sich AMD zuletzt stärker auf die CPU -Sparte konzentriert hat. Mit David Wang hat AMD einen neuen GPU-Chef-Architekten, der den Grafikbereich wieder auf Vordermann bringen möchte. Die Ergebnisse davon werden wir in einigen Jahren sehen können.

). Die Fortführung entsprechender Diskussionen führt ab hier zur kommentarlosen Löschung entsprechender Beiträge und Verteilung bunter Kärtchen.
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Moderative Anmerkung:
Ich bitte darum, weitere Verstöße gegen die Forenregel 4.6 ab sofort dringend zu unterlassen. Wer sich privat bekriegen möchte, kann dies gern per Privater Nachricht tun (im Rahmen der Forenregeln, versteht sich
B2T
MfG
beren2707
Ich habe mich jetzt bei zwei sehr kompetenten Spieleentwicklern rückversichert, da ich selbst damit keine nennenswerte Praxiserfahrung habe.
Beide haben das so bestätigt. Nvidia nutzt massiv Intrinsic Functions, die direkt an den Treiber gekoppelt sind und damit die DirectX API umgehen. Nvidia macht das nicht, weil sie böse sind, sondern, weil sie damit die Performance optimieren und API Grenzen umgehen.
Das von mir gepostete Beispiel zeigt übrigens genau das. Ein Costum Context ist nicht Standard.
Im Übrigen sind Gamer keine Wirtschaftsunternehmen, die aufgrund der zu berarbeitenden Datenmenge oder den anstehenden Berechnungsaufgaben zwingend auf Geräte einer bestimmten Leistungsklasse angewiesen sind.
Im Gegenteil, heutzutage kann man Aufrüstungen sehr lange aussitzen und immer noch alles spielen, weil der Fortschritt doch sehr mit verlangsamt vor sich geht im vergleich zu früher. Dann vlt. nicht mit UHD in 60Hz aber eben dennoch so, dass man Spaß haben kann.
Wer immer das neueste haben will oder meint haben zu müssen, der muss eben zahlen. Hier gibts ja durchaus Kandidaten im Forum, die jede GPU Generation mitmachen und sogar ihre CPUs trotz marginalsten Unterschieden regelmäßig tauschen. Das sind dann die, die sich neben den Preisen für GPUs über neue Sockel zu jeder Generation aufregen. Normale User lässt das eher kalt, weil nach 5 Jahren Nutzung ohnehin ein neuer Unterbau angeschafft werden muss um neue Schnittstellen, Features usw. zu bekommen.
Kritischer finde ich es, wenn sich Firmen, Behörden usw freiwillig in die Abhängigkeit von Softwarefirmen begeben und ohne Kontrollmöglichkeit ihre Daten von diesen verwalten lassen... ist aber ein anderes Thema.
- Im privaten Bereich sind ARMs schon vorherrschend (sieht man mal von Gaming PCs ab) und reichen für die allermeisten Anwender aus.
- Power9 ist schon am Markt etabliert und im Bereich von Servern und Supercomputern zumindest ein Wettbewerber der x86 Familie.
- RISC-V ist noch in den Kinderschuhen, zeigt aber durchaus Potential und es bleibt spannend, was daraus wird.
Neben der technischen Konkurrenz gibts ja auch ne Reihe von Firmen, die CPUs entwickeln und die eben durchaus eine Konkurrenz zu AMD, Intel und Nvidia darstellen. Samsung, Apple, Qualcomm, Huawei,... Diese sind mitunter auch deutlich größer als Intel, so dass finanzielle Mittel reichlich da wären.
Es bleibt abzuwarten wie sich die Märkte mittel- und langfristig entwickeln. x86 scheint leistungsmäßig ein wenig in einer Sackgasse zu stecken. Klar, mehr Kerne können da noch was reißen, aber bei IPC und Takt tut sich nicht wirklich was - es bleibt abzuwarten was da in der nächsten Zeit passiert, aber der Wettbewerb holt leistungsmäßig auch auf. Im privaten Sektor hat ARM stückzahlmäßig sicherlich schon die Führung inne, auch für Büro PCs würde in sehr vielen Fällen ein solcher Prozessor oder auch ein etwas gepimpter Nachfolger ausreichen.
Ich habe diese Woche im Übrigen die Offenlegungsschrift meiner 30. Patentanmeldung erhalten...
Es beschweren sich zwar viele über die Preise, gekauft wird es dann aber doch, also kann es nicht so schlimm sein.
Und neue Einsteiger sind praktisch auch nicht möglich, da sich keiner die nötige Technik anschaffen kann, denn die Produzenten, der Halbleiter-Produktionsanlagen und allem drumherum auch fleißig die Hand aufhalten. Außerdem ist dann natürlich noch alles patentiert, sodass Konkurrenz schön verhindert werden kann.
Wie meinte einer meiner Professoren nocheinmal: "Sie können noch so schlau sein, sie haben oft das Pech einfach zuspät geboren worden zu sein."